Donnerstag, 10. April 2014
Peinliche Panne: Führer lässt misslungene Tasse zurückrufen
Donnerstag, 3. April 2014
Twitter-Sperre: Erdogan bleibt hart
Die türkische Regierung begründet die weiterhin verweigerte Twitter-Freigabe damit, dass sie das Urteil noch prüfen müsse. "Es ist völlig schleierhaft, wie ein von mir persönlich eingesetztes und indoktriniertes Gericht so ein fehlerhaftes Urteil fällen konnte", so Erdogan. Man müsse sich nun zunächst überlegen, wie man die Richter auf für den Westen möglichst unauffälligem Wege beseitigen könne. Ein möglicher Schachzug ist einem abgehörten Kaffeklatsch zufolge ein Einsatz als verkappte Syrer, die einen Angriff auf die Türkei vorgaukeln, um einen türkischen Gegenschlag zu rechtfertigen.
Erdogan stellt jedoch auch einen möglichen Kompromiss in Aussicht. So werde er den Zugang zu Twitter wieder ermöglichen, wenn alle türkischen Mitbürger ihm versprächen, nur ihm allein (@babo54) zu folgen und "den Schriftverkehr auf das überschwängliche Loben meiner Demokratie" beschränkten.
Angela Merkel forderte die Türkei derweil auf, die Sperre aufzuheben. "Twitter ist für uns alle natürlich Neuland, trotzdem denke ich, dass es wichtig ist, der Ukraine unsere europäischen Werte aufzuzwingen und, oh, falsches Thema, schönen Tag noch!"
Mittwoch, 26. März 2014
Bundeswehr: Auf dem Weg zur Pralinen-Armee?
"Da wir zunehmend mit abnehmenden Soldaten zu kämpfen haben, bin ich stark dafür, dass sich die Bundeswehr auch die Dicken einverleiben sollte", so die 63-fache Mutter. Die bisher strikten Anforderungen im Bereich der körperlichen Einstellungstests (u.a. geprüft in den Kategorien Kissenschlacht, Sportskanonenschießen, Minesweeper) sollen gelockert werden, um auch "Menschen mit eingewachsener Schutzweste" den Zugang zur Armee zu ermöglichen. "Gerade in Afghanistan, wo wir einen sinnvollen, durch unseren angesehenen Bündnispartner USA völlig legitim und unter der Existenz real existierender Beweise und Tatsachen begonnenden Invasionskrieg unterstützen, ist jede zusätzliche Personalunterstützung wünschenswert", so von der Leyen.
Die beleibten Neuankömmlinge könnten beispielsweise als "menschliche Schutzschilde" im Einsatz brillieren oder aber auch "in Form von Fettpolstern den anwesenden Soldaten eine Möglichkeit der Entspannung bieten". Eventuelle Probleme, wie z.B. nicht passende Schutzkleidung oder zu kleine Einstiegsluken in Panzern, will die Verteidigungsministerin pragmatisch lösen. "Die ollen Panzer können wir den Syrern andrehen, die stehen ja auf unser Zeug", so von der Leyen bei einer Stippvisite im Hindukusch, wo sie ihren Frisurberg für ein gelungenes dpa-Foto gekonnt zwischen zwei gestikulierenden Befehlshabern in die Kameras bugsierte. Nötige Neuanschaffungen will von der Leyen aus dem bestehenden Verteidigungs-Etat finanzieren. "Irgendwo wird das Geld schon herkommen, das läuft schließlich bei uns in der Politik immer so", wies die rüstige Zwergin einen nachfragenden Journalisten zurecht.
Zum Abschluss ihres Kurzbesuchs riet von der Leyen den deutschen Soldaten noch, "immer gute Minen zum guten Spiel" zu machen, da sie sich ansonsten im Parlament auch noch für die Einführung einer Frauenquote im Auslandseinsatz stark machen werde, um Moral und Sicherheitsgefühl innerhalb der Truppe vollends zu zerstören.
"Für unseren Knasti" - Siegestaumel beim FC Bayern
Ein freudestrahlender Thomas Müller schrie ein paar undeutliche Worte in die Mikrofone, Abwehrstratege Dante beschwerte sich über die "deutsche Scheißkälte" und Philipp Lahm feierte wie gewohnt alleine unterhalb der Grasnarbe. Zum ersten Mal erlebte Trainergenie Pep "Samuel" Guardiola die Bräuche des feiernden Bayern-Clans. Durch eine geschickte Blutgrätsche entzog er sich der obligatorischen Bierdusche, die aber ohnehin aufgrund seiner vorherigen Anweisungen ausgeblieben wäre. "Feier gut, aber nicht. Grätsche wichtig. Denken Spiel zu Spiel, Mannschaft gut, Deutschland, Hoeneß", bezog der Erfolgscoach in bekannt fließendem Kauderwelsch klar Stellung zum nicht anwesenden Uli Hoeneß.
Auch andere Vereinsmitglieder ließen den gefallenen Vereinsboss in der Stunde des Sieges gedanklich auferstehen. "Diesen Titel widme ich unserem Uli: Drecksschwein", so beispielsweise Starfrisör Müller-Wohlfahrt. Der per Transrapid angereiste Edmund Stoiber sprach in Bezug auf Hoeneß gar von einem "lupenreinen Demokraten, der lediglich einige kleine Schwächen in Punkto Zahlenkunde, Geografie, Gesetzgebung, Anstand und Ehrlichkeit" aufweise, "Eigenschaften, die ich auch an mir selbst schätze", so der langjährige Berufsstotterer.
Mario Götze, der seine erste Deutsche Meisterschaft mit den Bayern gewann, lag vieles daran, endlich mit den Dortmunder Fans Frieden zu schließen. "Es wäre schön, wenn sie endlich einsehen würden, dass ich alles richtig gemacht habe", so der naive Schönling, der bemüht wirkte, möglichst viele Nike-Produkte gleichzeitig in die Kameras zu halten. Auch der umstrittene FCB-Hausmeister Matthias Sammer wählte trotz der totalen Dominanz der Bayern besänftigende Worte gegenüber der leidtragenden Konkurrenz. "Ich bin einfach der Geilste", so der beglatzte Rotschopf auf dem abendlichen Sieger-Bankett.
Donnerstag, 22. November 2012
Bis(s) die Wortspiele ausgehen
Seitdem der letzte Teil der "Twilight"-Reihe, "Breaking Dawn 2", in den Kinos läuft, spielen die Hormone bei allen Mädchen, Teenies und jungen Frauen wieder verrückt. Der nicht nur optisch blasse Vampirheld Edward ohne Scherenhände wird wieder angehimmelt, Kristen Steward weiterhin als "Schlampenfotze" beschrieen und dieser Wolfsjungenindianer (Mowgli) zu Recht in jedem Bericht vernachlässigt. Kurzum: ein grausames Schauspiel, das sich nur noch durch das wahrhaftige Anschauen des zugrunde liegenden Filmes toppen lässt.
Dieser entführt die pochenden Herzchen der weiblichen Fans auf die letzte Episode des unsäglichen Vampirdramas von Stephenie Meyer. Nachdem Kristen Steward als "Bella" schon im ersten Teil von "Breaking Dawn" von ihrem noch ungeborenen Fötus an die Wand gespielt wurde, glänzt sie auch im letzten Werk mit eindringlichem Mimenspiel, das fast an das Niveau vergammelter Figuren aus 'Madame Tussauds' heranreicht. Zudem brilliert der Film durch fantastische CGI-Effekte wie beispielsweise das Einblenden der Darstellernamen während verschiedener Kameraschwenks und einen geschickt platzierten Abspann (am Ende).
Warum um alles in der Welt ist das Twilight-Imperium so erfolgreich, mag man sich als männliches Wesen wieder einmal fragen. Es liegt wohl vor allem daran, dass sich die vielen jungen Zuschauer in ihre eigene Gefühlswelt versetzt fühlen, schließlich greift der Film die täglichen Teenager-Sorgen wie beispielsweise die Frage, ob man lieber Sex mit einem Tier oder einem Untoten haben sollte, auf. Auch werden weitere wichtige Themen wie Glänzen in der Sonne, Blutergüsse und Bausparverträge angeschnitten, letzteres allerdings nur in der 'Special-extended-deluxe-platinum-vampire-edition' (erhältlich ab März 2013 auf VHS).
Fazit: blutleerer Scheißdreck, gewohnt schwache Darsteller, miese Dialoge - eine weitere erfolgreiche Romanadaption mit Kultfaktor.
Dienstag, 20. November 2012
Lanz gibt den Löffel ab
Montag, 19. November 2012
Hinweis in eigener Sache
Mittwoch, 29. Februar 2012
Irre Nebenbeschäftigungen: Unsere Politiker am Pranger
Politiker der Opposition forderten derweil eine "lückenlose Aufklärung des Rätsels", da schließlich noch einige Zahlen gefehlt hätten. SPD-Schwergewicht Sigmar Gabriel sprach von einem "unvorteilhaften Verhalten". Die Politikverdrossenheit der Bürger nehme durch solche Vorkomnisse weiter zu, denn so sehe "jeder Hans und Franz, was für verklemmte Spaßbremsen wir Parteifuzzies sind". Er selbst spiele übrigens lieber "spannende Browsergames", in denen man beispielsweise "die Merkel mit Bier übergießen" müsse.
Investigative Spitzenreporter des Magazins "Der Spiegel" berichten in der kommenden Ausgabe jedoch noch über weitaus schlimmere Nebvenaktivitäten unserer Volksvertreter. So sei Andrea Nahles beispielsweise dabei beobachtet worden, wie sie sich heimlich ein Stück fair gehandelte Schokolade während einer Debatte einverleibt habe und Die Linke-Lautsprecher Gregor Gysi habe sich vor wenigen Monaten im Plenarsaal mehrmals unter der Gürtellinie gekratzt. "Quer durch die Bank lässt sich die Tendenz feststellen, dass gewählte Abgeordnete Züge menschlichen Verhaltens aufweisen - ein gefährlicher Trend", so Parteienforscher Axel Statikus.
Dienstag, 28. Februar 2012
Acht Punkte bis zum Exitus: Ramsauers Reform
Zu beachten ist jedoch, dass Ramsauer die Punktevergabe komplett verändern will und es zukünftig, eingeteilt nach Schwere der Vergehen, nur noch die beiden Kategorien "Ein Punkt" und "Zwei Punkte" gibt. Dadurch erhofft sich der Minister ein "einfacheres und gerechteres Strafensystem - wobei mir diese Formulierung irgendwie unbehaglich bekannt vorkommt", wie er heute verwirrt zugab.
Straftaten am Steuer wie Oralsex, das Hören einer Nickelback-CD oder das beliebte Drive-By-Shooting sollen in Zukunft zehn statt bisher lediglich fünf Jahre gespeichert werden. Auch beliebte Dinge wie Hupkonzerte bei türkischen Hochzeiten sowie Parken auf der Überholspur sollen strikter geahndet werden. Dafür werden eine Reihe von Delikten, die bisher zu einem Punkt in der gefürchteten Flensburger Datenbank führten, nicht mehr erfasst. Dazu gehören beispielsweise Fahren ohne Handy oder Hupen ohne Auto.
Bereits gesammelte Delikte sollen durch die Reform nicht entfallen, sondern in die neue Kartei überführt werden. Der ADAC reagierte enttäuscht. "Gerade in Zeiten unfassbar hoher Spritpreise hätte ein kleines Geschenk an Deutschlands Autofahrer sicherlich zu einer entspannteren Gesamtstimmung beigetragen", kritisiert ein gelber Engel mit Motoröl auf den Flügeln.
Der "Verband zum Schutze straßenüberquerender Lebewesen" (SchuStraL) zeigte sich ebenfalls unzufrieden. "Der Minister hat es erneut veräumt, die schwächsten Verkehrsteilnehmer - Igel, Hasen und McDonalds-Tüten - stärker zu schützen", so Vorstandsmitglied Arnold Bremser. "Jugendliche Fahranfänger machen nach Diskobesuchen oft regelrechte Hetzjagden auf unschuldige Tiere sowie Bäume und kommen zumeist ungestraft davon."
Der Ramsauer-Entwurf ist noch lange nicht beschlossen, der Minister betont, dass er für "Vorschläge, Kritik und Verbesserungen" jederzeit "im Rahmen eines Death Races" zur Verfügung stehe.
Freitag, 17. Februar 2012
Die Wulff-Erklärung exklusiv vorab!
"Liebe Mitmenschen und Mitmenschinnen, liebe Immigranten, Einwanderer und sonstige Heimatlose. Liebe Kinder, Tiere und lustige kleine Fensterbankblumen - liebe Untertanen.
Ich habe Ihnen heute in meinem prächtigen Wohnsitz Audienz gewährt, um Ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen: Aufgrund der neuerlichen, abenteuerlichen Vorwürfe und Entwicklungen sehe ich mich gezwungen, erneut die Initiative zu ergreifen. Da ich all mein Geld für meine überbezahlten Anwälte benötige, konnte ich Sie leider nicht alle zu Bettina Schausten einladen, weswegen Sie nun leider nur die muffige Aura meiner bescheidenen Berliner Hütte genießen können.
Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu durchgerungen, das von weiten Teilen der Öffentlichkeit vertretene Bild, ich sei ein Bad Boy, der für einen Freiflug sogar seinen Sohn verkaufen würde, annehmen werde. Um diesem Image gerecht zu werden, habe ich mich gestern freiwillig - ich wiederhole: freiwillig - einer professionellen Tätowiermaßnahme unterzogen. Im angesehenen Tatoo-Studio "Auf Messers Schneide" im Edelbezirk Neukölln habe ich mir die Logos von VW und der BW-Bank in die Arschbacken ritzen lassen, als Zeichen meiner ewigen Verbundenheit mit diesen fantastischen Wirtschaftsunternehmen.
Ich möchte betonen, dass ich selbstverständlich für diesen künstlerischen Eingriff bezahlt habe - bzw. irgendwann zahlen werde, falls jemand nachfragt. Nach der Zahlart "Bar ohne Quittung" habe ich mich bereits beim Tintenkünstler erkundigt.
Durch diese Maßnahme hoffe ich, einen neuen Lebensabschnitt einläuten zu können, in dem mich Bürger aller Einkommensschichten gleichermaßen verachten. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Schnittchen gibts heute keine."
Update, 17.02.2011, 11:19 Uhr:
Aus unerfindlichen Gründen hat Christian Wulff in seiner eben abgehaltenen Erklärung einen anderen Redetext gewählt, als zunächst vorgesehen. Wir haben bereits anwaltlich unterstütze Maßnahmen eingeleitet, um den guten Ruf dieser Nachrichtenseite als zuverlässigste Quelle im deutschlandweiten Medienmoloch wiederherzustellen.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Der Wulff-Schlagzeilen-Generator
Wie Ο die Bild-Zeitung / Ο der Spiegel in der neuesten Ausgabe berichtet, hat Ο (Noch-) / Ο Bundespräsident Wulff Ο einen weiteren Urlaub / Ο ein weiteres Auto / Ο eine weitere Tätowierung für seine Gattintitani Ο zu / Ο zum erheblich günstigeren Konditionen / Ο Nulltarif erhalten.
Unter Berufung auf Ο eine handschriftliche Notiz / Ο aufgetauchte Rechnung / Ο dubiose Quelle, die dem Blatt Ο vorliegt / Ο mündliche zugespielt wurde, fand der Vorfall bereits am [Datum einsetzen] statt. Wulffs Anwälte erklärten, dass der Bundespräsident Ο die Rechnung nachträglich beglichen / Ο ganz normale Sonderkonditionen erhalten / Ο nichts zu den absurden Vorwürfen zu sagen habe. Die Opposition fordert derweil Ο immer noch / Ο zum wiederholten Male / Ο lauter denn je den Rücktritt des Staatsoberhaupts. Unterdessen ist das Ansehen Wullfs bei den Bürgern auf das Niveau der Ο FDP / Ο Costa Concordia / Ο Griechen gesunken, wie eine Ο repräsentative / Ο RTL- Umfrage feststellte. Wulff selbst wollte gestern auf einer offiziellen Veranstaltung, bei der er Ο wahllos ausgesuchte Bundesbürger / Ο bedürftige Kinder / Ο freundschaftlich verbundene Geschäftspartner besuchte, nicht zu den neuen Vorwürfen Stellung beziehen.
Freitag, 3. Februar 2012
Spielen oder nicht spielen - das ist hier die Frage
Donnerstag, 26. Januar 2012
Unbeliebte Sätze (1)
"Wir melden uns dann."
"Darf´s sonst noch was sein?"
"Das macht dann eine Million Dollar."
"Was? Ich dachte DU hättest das Portemonnaie eingesteckt!!"
"Da kann ich Ihnen jetzt auch nicht weiterhelfen."
"Nur für Mitglieder."
"Deutschland verliert gegen Polen."
"Draußen nur Kännchen."
"Nur das was da steht!"
"Kommen Sie zurecht?"
"Die Toiletten sind verstopft."
"Einmal untenrum freimachen, bitte."
"Da war nichts zu machen, tut mir leid."
"Nein, ich kann mir nicht vorstellten, 'Wetten Dass...?' zu moderieren."
"Ich hatte mir das auch anders vorgestellt..."
"Kannst du mal eben..."
"Da haben Sie wohl was falsch verstanden."
"Sie sind der erste, der sich darüber beschwert."
"Das kann gar nicht sein."
"Da sind Sie hier VÖLLIG falsch."
"Hallo. Ich bin Michael. Das ist meine Frau Siglinde. Und das sind Chantalle, Kevin, Tjark, Jeremie-Pascal und Riklef. Wir sind Ihre neuen Nachbarn."
"Kein Anschluss unter dieser Nummer."
"Ein freier Mitarbeiter ist gleich für Sie da. Düdeldü."
"Bitte wiederholen Sie noch EINMAL Ihre persönliche Glücksmelodie."
"Kein Grund zur Sorge."
"Nein, es ist wirklich alles in bester Ordnung."
"Damit haben Sie jetzt endgültig den Rubicon überschritten!"
"Und nun die neueste Single von Nickleback."
"Ach, war das heute?"
"Dazu müssen Sie erst dieses Forumular ausfüllen, bitte auch die Rückseite beachten."
"Haben Sie getrunken?"
"Du siehst so gestresst aus."
"Ich bin dein Vater."
"23 bitte 38"
"Einmal die Fahrkarten, bitte."
"Kennst du schon den neuen Film mit Veronica Ferres?"
"Überraschung! Wir sind schon heute zurück!"
"Eigentlich hätte ich jetzt ja Feierabend..."
"Muss das sein?"
"Wie hast du mich gefunden?"
"Hose. Zumachen."
"Ich bin ja jetzt Abteilungsleiter in einem großen Konzern, und was machst du so?"
"Wir sind Gasthaus, kein Treibhaus."
"Wollt ihr den totalen Krieg?"
Freitag, 13. Januar 2012
Eier, Eier und nochmals Eier: Unser Star für Baku
Ebenfalls voll ins Schwarze getroffen hat der Unterföhringer Sender bei der Besetzung der Jury. Neben dem gewohnt mit musikalischen Fachbegriffen ("Ton", "Stimme", "Perfekt") um sich werfenden Show-Initiator Stefan Raab überzeugte der neue Jurypräsident Thomas D. mit gekonnt-flapsigen Sprüchen, die zumeist auf körperliche Defizite der Kandidaten abzielten ("Da brauchst du Eier, die so dick sind wie die Wildecker Herzbuben!", "Dein Stimmchen erinnert eher an deinen Schwanz, so dünn wie es ist.", "Du klingst so geil wie eine durchgenudelte Edelnutte, ich hab Gänsehaut am Sack!"). Lediglich der dritte Mann im Bunde fiel etwas aus der Rolle - die schmuddelig graue Jogginghose wollte einfach nicht zum Rest des auf edel getrimmten Abends passen.
Doch das Wichtigste war natürlich, wer als Sieger aus der Sendung hervorgehen würde - und das war äußerst spannend. Bis zum Schluss entwickelte sich ein harter Wettkampf, bis endlich bekanntgegeben wurde, wer stolzer Gewinner des brandneuen Toyota Yaris im Werte von 20.000 Euro ist (inklusive Multimedia-System, Bluetooth, Rädern und Lenkrad!).
Donnerstag, 5. Januar 2012
Bettina Schausten - Die Abzockerkönigin ganz privat!
Doch damit nicht genug: Betty Gucksten* verdient bereits durch alltägliche Handlungen einen Sack voll Kohle. Im Supermarkt berechnet sie der Kassiererin für jeden Einkauf eine Bedienungspauschale, die sie durch ihren Prominentenstatus rechtfertigt. Auch der Postbote wird zur Kasse gebeten: Er muss per Nachname bezahlen, und zwar ihrem. Mahnbescheide schickt sie jeweils mit einer "Gebühr bezahlt Empfänger"-Aufschrift zurück an den Absender, Geschlechtspartnern berechnet Sie für jeden Samenerguss eine Benutzungspauschale (50,99 €, Mengenrabatt für treue Kunden erfragen!). "Ich lebe gut, das gebe ich zu. Und damit das so bleibt, muss dieser unehrenhafte Bundeskasper weiterhin schön von mir ablenken.", so die charmante ARD-Prinzessin in einer (teuer erkauften) Stellungnahme.
*Name von der Redaktion geändert
Freitag, 30. Dezember 2011
Jahresrückblick 2011 (Teil 4)
Steve Jobs stirbt an Überarbeitung. Bei der Beerdigung zelten tausende Apple-Jünger schon Tage vorher vor seinem iGrave. Ein paar Tage zuvor wurde noch stolz das iPhone 5 präsentiert. Doch auch Siri konnte die Frage "How to heal cancer?" nur mit einem "Good question, next question" beantworten. Wie es mit dem Unternehmen nun weitergeht, fragen sich auch die Mitarbeiter von Saab, dem langjährigen Speizialisten für abgrundtief hässliche Schöpfungen auf vier Rädern - der schwedische Autobauer steht vor der Insolvenz. Vor einer langen Haftstrafe stehen hingegen zwei Kunstfälscher, die in Köln verurteilt werden. Sie hatten mit Hilfe von zwei Pelikan-Tuschkästen, etwas Deckweiß und viel böser Energie zahlreiche Kunstwerke erfolgreich gefälscht. Erst einer aufmerksamen Putzfrau fiel der Betrug auf. Jubel bei Sebastian Vettel: der deutsche Rekord-Spritverbraucher sichert sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 122 Punkten auf Jenson Button seinen zweiten Weltmeistertitel. Die Linke beschließt auf ihrem Parteitag ihr erstes Grundsatzprogramm. Dessen Inhalt drängt sogar kurzzeitig den Belächelungsgrad der FDP in den Hintergrund. In der Türkei fordert ein schweres Erdbeben über 600 Todesopfer, aus Solidarität zu ihren Landsleuten kleiden sich viele in Deutschland lebende Türkinnen komplett in schwarz.
November
Der Gutschein-Spezialist Groupon geht an die Börse. Dank einer ausgekügelten Couponaktion, bei der man die Aktien für knapp die Hälfte des Ausgabewertes erwerben kann, fällt der Firmenwert innerhalb weniger Tage ins Bodenlose. Der letzte Teil der "Twiglight"-Serie feiert Weltpremiere. Abtreibungsbefürworter äußern sich erfreut über die ekelerregende Darstellung der Geburt des Vampirkindes. Die schwarz-gelbe Bundesregierung einigt sich auf eine milliardenschwere Steuerentlastung. Damit es keine übertriebene Euphorie bei den Bürgern gibt, wird nahezu im gleichen Atemzug beschlossen, dem Durchschnittsbürger die drei Euro monatliche Ersparnis durch höhere Stromkosten aufgrund der Kostenentlastung großer Firmen gleich wieder abzuknöpfen. Die Fußballbundesliga steht derweil nach dem gescheiterten Selbstmordversuch von Schiedsrichter Babak Rafati unter Schock. "Abgrundtief schlechte Leistungen verbunden mit einer unsympathischen Grundausstrahlung und anrüchiger ethnischer Herkunft" seien "noch lange kein Grund sich die türkischen Adern aufzuritzen", so ein einfühlsamer Theo Zwanziger. In Griechenland übernimmt Lucas Papademos die Regierungsgeschäfte von Giorgos Papandreos, was in etwa die Auswirkungen hat, als würde man Ouzo durch eine Spirituose mit Anis ersetzen.
Dezember
Zur Aufklärung der Mordserie der rechtsextremen Zwickauer Terrorgruppe setzen die deutschen Sicherheitsbehörden auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer auffällige rechte Tendenzen bemerkt, solle sich einfach an den V-Mann seines Vertrauens wenden. In Russland feiert Wladimir Putin einen viel kritisierten Wahlsieg. Putin habe mit unfairen Mitteln gekämpft, so Regierungsgegner. "Fotos von seinem wunderschönen, muskulösen Oberkörper und die Demonstration seiner beneidenswerten Männlichkeit beim Jagen" seien "unlauterer Wettbewerb". Nach einem abgeschlagenen Interviewwunsch beschließt die BILD, Bundespräsident Wulff zu vernichten. Doch das Staatsoberhaupt geht souverän mit den Vorwürfen, er habe sich durch eine günstige Kreditaufnahme rechtswidrig verhalten, um. Durch Anwendung der "Guttenbergschen Strategie" des Aussitzens und Beschwichtigens rettet sich der monotone Teleprompterfreund ins neue Jahr und ist somit weitaus erfolgreicher als Jopi Heesters, der zu Weihnachten nichts Besseres zu tun hat, als Schlagzeilen durch sein Ableben zu machen.
Jahresfazit
Politisch-wirtschaftlich eher durchwachsen hat uns Deutsche dieses Jahr doch irgendwie zusammengeschweißt, zumindest diejenigen von uns, die ohne Ausbildung mit schwerem Gerät in einer Schlosserei hantierten. Schwere Verluste wie die von Loriot, Kim Jong-il, Gaddafi oder der FDP haben unsere Alltag getrübt, doch all diesen negativen Erlebnissen stehen auch unzählige positive Erfahrungen entgegen. Man denke nur an die rührende Dankesrede Bushidos nach der Verleihung des Integrations-Bambis oder an die eine Szene, wo in dieser einen Stadt ein kleiner Junge hingefallen ist und sich gar nichts gebrochen hat.
Zusammengefasst also ein Jahr mit Höhen und Tiefen, mit Wochen und Monaten, mit Wind und Wetter, mit Euro und Schulden, mit Fußball und Brüsten, mit Rügen und Küsten, mit Reimen und Schleimen, mit Anfang und Ende. A propos "Ende": Jetzt ist auch mal gut.
Jahresrückblick 2011 (Teil 3)
Aus für Wehr- und Zivildienst! Proteste bei den geschröpften karitativen Einrichtungen bleiben überraschenderweise aus, da die Bedürftigen niemanden haben, der sie auf die Straße fahren würde und die Pfleger generell keine Zeit für solche Sperenzchen aufbringen können. Dem dahinsiechenden Griechenland wird erneut ein höherwertiges Rettungspaket geschnürt. Geschenkpapierhersteller melden Rekordgewinne. Im Kreis Bamberg finden findige Archäologen steinalte Wandschmierereien, die vor 12.000 Jahren angefertigt worden sein sollen. Jopi Hesters dementiert jedoch sofort, deren Verursacher zu sein. Wladimir Klitschko gewinnt mal wieder ein paar Euro bei einem Schaukampf, München dagegen verliert im Rennen um die Olympischen Winterspiele 2018 gegen eine asiatische Bauernprovinz, die jedoch laut Komitee durch ihre "niedlichen Bewohner mit diesen kleinen Äuglein" überzeugen konnte. Ein weiterer Rückschlag für das deutsche Selbstwertgefühl ist der enttäuschende Verlauf der Frauenfußball-WM im eigenen Land, bei der trotz des heimlichen Einsatzes männlicher Hilfskräfte (Prinz, Garefrekes) nicht mehr als die Viertelfinalteilnahme herausspringt.
August
Der Energieriese E.ON kündigt einen massiven Stellenabbau an. Unter anderem werden die Abteilungen "Atommarketing" und "Kanzlerfürsorge" komplett geschlossen. In Deutschland versuchen sich derweil politische Hinterbänkler zu profilieren, indem sie Facebook wegen seiner Datengierigkeit kritisieren. Eingeschüchtert von soviel Druck kündigt der Social-Network-Riese die "Chronik" an, bei der der Nutzer von seiner Nabelschnurlänge über die erste Darmspiegelung bis hin zum letzten Wundliegen sein komplettes Leben erfassen soll. Bei der Leichtatlethik-WM beweist Sprintstar Usain Bolt, dass er auch nur ein Mensch ist: nach seiner Disqualifikation wegen Fehlstarts wird er heimlich beim Naseputzen beobachtet. Der schleswig-holsteinische CDU-Chef Christian von Boetticher stolpert hingegen über eine Affäre mit einer 16-Jährigen und muss alle Ämter aufgeben. Unter Tränen kämpft er um seinen Ruf, den "diese verschissene Schlampe, wo noch nicht mal große Titten hat" zerstört habe.
September
Ein 31-jähriger Händler brockt der schweizer Großbank USB einen Schaden von 2,3 Milliarden Dollar ein. Erst nach dessen Entschuldigung ("Ups.") beruhigen sich zumindest die Wochenmärkte in Bad Reichenhall kurzzeitig wieder. Schalke 04 verkündet den Rücktritt von Trainer Ralf Rangnick. Dieser sei erschöpft vom vielen Treppensteigen in der Arena. Der Papst besucht Deutschland. In einer viel missachteten Rede vor dem Bundestag fordert das geistige Oberhaupt der Weltverdreher "Frieden für alle und besseres Essen in der Kantine." In Manhatten beginnt die "Occupy"-Bewegung, deren Sinn es ist, sich mit Gleichgesinnten auf öffentlichen Plätzen zu auszuharren, in die Gegend zu urinieren und sich als Zeichen des Protests gegen irgend etwas Böses mit Pfefferspray besprühen zu lassen. Vor dem Düsseldorfer Landgericht erwirkt Apple ein Verkaufsverbot für das Samsung Galaxy Tab. Es könne nicht angehen, dass ein besseres Gerät möglicherweise Kunden abwerbe, so die erfolgreiche Argumentation.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Jahresrückblick 2011 (Teil 2)
Datenschutzskandal bei Sony: unbekannte Hacker legen für mehrere Wochen das Playstation-Netzwerk lahm und knacken in fremdem Namen die Highscores bei SingStar und Lego-StarWars. Borussia Dortmund wird unter Jürgen Klopp Deutscher Meister. Die Fans feiern ihre Idole wie den kotzenden Kevin Großkreutz oder den wechselwilligen Türken Nuri Sahin. Noch mehr gefeiert wird allerdings in London, wo eine unbekannte bürgerliche Schlampe ihren Märchenprinz heiratet und auch Kate und William eine königliche Traumhochzeit feiern. China festigt unterdessen seinen Ruf als Land der Demokratie und freien Meinungsäußerung, indem es einen dicklichen Regierungskritiker wegen gefährlicher Steuerhinterziehung im Straßenverkehr wegsperrt. Ein Brandstifter brennt die Sakristei der berühmten Basilika in Barcelona, die zum Weltkulturerbe zählt, nieder. Er habe das Bauwerk "einfach satt gehabt", gibt er später an.
Mai
Killertomaten, Schreckenssprossen und Teufelssalate halten die dümmlichen Durchschnittsverbraucher in Atem. EHEC! Tausende Hauskaninchen verhungern elendig, da ihre Besitzer nicht mit dem Teufelszeug in Kontakt kommen wollen. Am Ende der größten Epedimie der Menscheitsgeschichte stehen gut 50 Tote in Deutschland, von denen über die Hälfte beim panischen Rennen zum Krankenhaus von einem Bus überfahren wurde. In Griechenland versucht die Regierung derweil, rettende Sparmaßnahmen zu beschließen, sieht sich aber der Reaktion eines uneinsichtigen, verwöhnten Straßenmobs ausgesetzt. Wären die Griechen die letzten 20 Jahre auch nur mit einem Bruchteil dieses Engagements zur Arbeit gegangen, hätte die BILD sich ihre Hasskampagne gegen den Ouzo-Staat abschminken können. Beim ESC-Heimspiel in Düsseldorf landet Lena mit ihrem unfassbar eintönigen Einschlaflied auf einem verdienten 14. Platz.
Juni
Auf dem Deutschen Ärztetag sprechen sich die Mediziner in Kiel strikt gegen Sterbehilfe aus, man wolle sich schließlich nicht ins eigene Fleisch schneiden. FIFA-Präsident Joseph Blatter wird überraschend mit 102 Prozent der Stimmen für eine weitere Amtszeit bestätigt. Dirk Nowitzki gewinnt als erster Deutscher die NBA-Meisterschaft mit den Dallas Mavericks, der Ankunft in Deutschland räumen die TV-Sender mehr Sendezeit ein als einer regulären Schlag-den-Raab-Ausgabe. In den USA kündigt Präsident Obama ein Jahr vor den Wahlen einen massiven Rückzug von US-Soldaten aus Afghanistan an. Es seien ja noch genügend deutsche Trottel vor Ort. Angela Merkel und die Regierung besiegeln hingegen deutschen Atomausstieg. Sie sind sozusagen die Asse unter den Politikern.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Jahresrückblick 2011 (Teil 1)
Das neue Jahr beginnt vernebelt, zumindest in den meisten Köpfen der Bundesbürger. Wenn nicht durch Alkohol, dann durch politische Gesinnung oder vererbte Bildungsdefizite. "Alternativlos" wird als "Unwort des Jahres" auserkoren, jedoch nur mangels Alternativen. In Tunesien beherrscht derweil ein explosiver Mix aus Demonstrationen, purer Gewalt und Horden von Youtube-Geiern den Alltag. Der erste Präsident wird gestürzt, die Unruhen greifen auch auf Ägypten über, was man unter anderem am nervösen Nasenzucken der Sphinx erkennen kann. In Deutschland wird Roland Jahn neuer Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen. Als erstes kündigt er an, ehemalige Stasi-Mitarbeiter aus seiner Behörde zu entlassen. Zu diesem Zweck beauftragt er enge Mitarbeiter damit, die Kollegen zu belauschen und auszuhorchen. Nahe Oschersleben sterben bei einem Zusammenstoß zweier Züge zehn Menschen. Ein Lokführer gab später an, nicht damit gerechnet zu haben, dass der andere Zug planmäßig und pünktlich auf demselben Gleis fahren würde.
Februar
Nokia schmiedet eine Allianz mit Microsoft, um das lahmende Smartphone-Geschäft anzukurbeln. Getreu dem Motto "Minus mal Minus ergibt Plus" erwartet den Nutzer nun eine anziehende Kombination aus veralteter Hardware und einem optisch grausamen, unbeliebten mobilen Betriebssystem. In Deutschland schmeißt Bundesbankpräsident Axel Weber seinen Job hin, erspart sich damit weitere schlaflose Nächte in der schwelenden Euro-Krise und kann sich ganz dem privaten Haushalt widmen (Geld waschen, Bank streichen, Strom sparen). Zudem streiken mal wieder die Lokführer und zementieren damit ihren Ruf als unbeliebteste Arbeitnehmer nach Fluglotsen und Deutsche Bank-Vorsitzenden. Ein Mann mit Locken stürzt die ganze Nation in Trauer und Verwirrung: Thomas Gottschalk verkündet sein Aufhören als "Wetten, Dass...?"-Moderator und sorgt dafür, dass sich das ZDF im Laufe des Jahres 142 Absagen ungefragter Möchtegern-Schowmaster anhören muss. In der Fußball-Bundesliga bemerkt der VfL Wolfsburg, dass es keinen Sinn macht einen Engländer als Trainer zu beschäftigen, der Deutsche Skiverband hingegen, außer Maria Riesch nur schlitternde Litfaßsäulen im Team zu haben. Der Bundestag beschließt unterdessen auf Druck der Tabak- und Spirituosen-Lobby die Hartz IV-Reform für höhere Regelsätze.
März
Der Heilige Vater präsentiert sein zweites Jesus-Buch. Darin beschuldigt er nun nicht mehr einzig und allein die Juden, den Tode Jesu verursacht zu haben. Es reiche schließlich, diesem heimatlosen Volke weiterhin lediglich das Auslösen aller bisherigen Weltkriege vorzuwerfen. In Bochum beginnt der Prozess gegen die mutmaßlichen Fußball-Wettbetrüger Ante Spania und Mario C. Vor dem Verhandlungssaal bauen Journalisten mobile Wettbüros auf, in denen man auf den Prozessausgang tippen kann. Ungleich höheres Medieninteresse zieht allerdings die Plagiatsaffäre Guttenberg auf sich, deren Höhepunkt im März mit dem Rücktritt des Vorzeigebetrügers erreicht ist. Der beliebteste Politiker seit Adolf Hitler kann die Menschen jedoch beruhigen, indem er stolz verkündet, bald ein Buch über sein adeliges Leben veröffentlichen zu wollen, eventuell sogar mit einigen selbstgeschriebenen Passagen. Im japanischen Fukushima spielt sich nach einem Erdbeben eine verheerende nukleare Katastrophe ab. Trotz des Einsatzes nzähliger Experten mit dem augenscheinlichen Klugheitsgrad eines Homer Simpsons tritt wochenlang radioaktive Strahlung aus dem beschädigten Reaktor aus.
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Kim Jong-un: Fröhliches Pausbäckchen oder mieser Diktator?
In Nordkorea selbst gibt es in den Führungsriegen einige Zweifler, die dem wohlgenährten Führersohn mangelnde Erfahrung, Führungsschwäche und einen zu extrovertierten Kleidungsstil (blaue Uniform) vorwerfen. Es wird gemunkelt, dass Kim Jong-un nicht alleine regieren, sondern nur mit erfahrenen Babysittern in die Öffentlichkeit gelassen werde. Doch vorerst befindet sich das Land weiter in tiefster Staatstrauer. Die Menschen essen, feiern, trinken und lachen nicht - auf den ersten Blick ist also alles wie immer. Doch an den auf Halbmast hängenden Flaggen und den gekonnt Verzweiflung verbreitenden Moderatoren im Staatsfernsehen kann man die Trauer förmlich spüren. Auch im Ausland beweinen zahlreiche Menschen den Verlust des stets adrett gekleideten kleinen Mannes. Der Webmaster der Seite kimjongillookingatthings.tumblr.com hat bereits einen Strick im Internet bestellt, der Produzent der offiziellen Diktator-Brille vorgestern Insolvenz angemeldet.
In Südkorea hat man derweil mit den unsäglichen Wassermassen zu kämpfen, die in Form des befohlenen Tränenmeeres aus dem Norden herüberschwappen. "Da wird man doch lieber von Atombomben bedroht, als in so einer schmierigen Flüssigkeit zu baden", so ein empörter südkoreanischer Familienvater, der in Grenznähe unmittelbar mit den Folgen der Trauer zu kämpfen hat.
Experten erwarten indes keine merkliche Kursänderung in der Abschottungs- und Einschüchterungspolitik Nordkoreas. Kim Jong-un werde die Politik seines versorbenenen Vaters "nahtlos, wie dessen Anzüge" fortführen, um der Bevölkerung "unnötige Hoffnungen auf ein besseres Leben zu ersparen".