Die Experten der HRE haben es errechnet, Medien, UN und Klatschfotografen glauben es: Heute wurde der siebenmilliardste Mensch geboren - und dies gleich in drei Ländern. In Indien, auf den Philippinen und in Russland wurden Kreißsäle zu Partykellern umfunktioniert, die Vaginas der drei gebärenden Frauen auf mehr Fotos festgehalten als die von Michaela Schaffrath. Doch ist das ganze Spektakel wirklich ein Grund zur Freude? Laut Statistik sind mindestens zwei der drei heute bejubelten Windelbeschmutzer Arschlöcher, die in ihrem Leben nichts erreichen werden. Was nützt da ein Geschenk in Form eines Stupendiums, wenn das Kind schon mit 12 lieber mit Drogen dealt, als die Schulbank zu drücken? Wertvolles Steuergeld, das lieber zur Rettung Griechenlands verpulvert werden sollte, wird hier verschwendet - und das alles unter dem Deckmantel der gespielten Freude. Ein Skandal, der sogar FSV Mainz-Harlekin Thomas Tuchel zu einem seiner seltenen Wutausbrüche bewegen sollte.
Die negativen Folgen der drohenden Überbevölkerung unseres Planeten sind schon seit Langem absehbar: Hunger, Durst und erhöhte Ticketnachfrage bei Shakira-Konzerten. Schon jetzt besteht die Welt quasi nur noch aus Indern, Chinesen und Ausländern. Deutschland droht im Konzert der globalen Massenfortpflanzung unterzugehen. Während hierzulande über die Knappheit von Kindertagesstätten gestritten wird, obwohl die nun benötigten Neubauten in absehbarer Zeit leerstehend verrotten werden, werden in Indien bereits tausende Kindersoldaten in modernsten Trainingsstätten herangezüchtet. In China sieht man es noch nicht einmal mehr als nötig an, deutsche Produkte zu kopieren - ein schlimmeres Zeichen der fallenden Wertschätzung kann es nicht geben. Es bleibt die einzige Hoffnung, dass sich unter der stetig wachsenden Anzahl an Erdbewohnern auch solche befinden, die in der Lage sind, bessere und weniger wirre Blogartikel als den hier vorliegenden zu verfassen.
Montag, 31. Oktober 2011
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Steve Jobs-Biographie: Exklusive Auszüge und Fakten
Morgen ist wieder ein Tag, den alle Apple-Jünger im Universum schon sehnlichst herbeisehnen. Bereits jetzt beziehen die ersten Apfel-Nerds ihre iTents, werfen den iGrill an und nippen am ersten iBeer. Doch dieses Mal sind nicht wunderschön gestaltete Apple Stores, sondern sonst arglos links liegen gelassene Buchläden in aller Welt die Opfer der Geisteskranken. Das Objekt der Begierde: die offizielle Steve Jobs-Biographie.
Einem ausgewählten Kreis von 12.313 Journalisten liegt das 700 Seiten umfassende Werk bereits seit einigen Tagen vor. Auch wenn etwas-andere-news.de freilich nicht dazu gehört, gibt es hier bereits die spannendsten Fakten der von Walter Isaacson verfassten iBible.
Die offizielle Jobs-Biographie überrascht zunächst einmal durch ihr angestaubt wirkendes Design. Zudem wirkt sie im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten (Prospekte, Malbücher) eher dick und klobig. Das Gewicht verleiht dem Produkt zwar generell einen wertigen Touch, sorgt in der ausgeleierten Jackentasche aber für eine unerwünschte Schieflage beim Spaziergang. Man merkt dem ganzen Machwerk an, dass es mutmaßlich erst nach dem schmerzhaften Tode des Hauptprotagonisten gefertigt wurde und Steve Jobs seine herausragenden Ideen und Gestaltungsvorschläge nicht mehr umsetzen konnte.
Auf schnödem Papier, dessen Produkteigenschaften noch nicht einmal die Lust auf einen Patentstreit aufkommen lassen, beschreibt der Autor jedoch ungewöhnlich intime Momente und Erlebnisse des "Godfather of Technics". So erfährt der Leser gleich zu Beginn, dass der kleine Steve sich mit gerade einmal vier Jahren bereits weigerte, mit den aus seiner Sicht "potthässlichen und viel zu schwierig zu bedienenden" Bauklötzen zu spielen. Mit Acht strebte er seine erste gerichtliche Auseinandersetzung mit einem Mitschüler an, der angeblich diverse ähnliche Buchstaben in krakelnder Schreibschrift verwendet hatte, wie Jobs zuvor in einer Hausarbeit über Marketingstrategien. In der Schulzeit galt er allgemein als Außenseiter und Lebensmittelverschwender, da er die lästige Eigenschaft besaß, von seinem Pausenapfel lediglich einen einzigen Bissen zu vertilgen.
Doch dann folgt die bekannte Geschichte des rasante Aufstiegs, dem Verprellen ehemaliger Partner, cholerischer Anfälle und geniehaftem Wahn. Auch alte Weggefährten kommen in der anrührenden Biographie zu Wort. Sie berichten zumeist liebevoll von einem "Riesenarsch", der sie nur solange mit gespieltem Respekt behandelt habe, bis sie ihm einmal Widerworte gegeben hätten. Danach habe er sie dann "fallengelassen wie eine rostige Kartoffel im Schlafrock". Dennoch sei Jobs eine Art "Jesus Christus der Informatikbranche" gewesen. "Der eine machte aus Wasser Wein, Jobs aus Scheiße Geld.", so beispielsweise Apple-Mitbegründer Steve Wozniak.
Ungewöhnlich intim fällt auch der Schlussteils des Buches aus, in dem der schleichende Verfall eines durch Krebs, Reichtum und Android-Hasses zerfressenen Mannes nachgezeichnet wird. Selbst im Angesicht des Todes habe Jobs noch die alleinige Kontrolle über alles behalten wollen. Er stieg tief in die Materie seiner Krankheit ein und schwörte darauf, eine App zu entwickeln, die durch einen einzigen Tastendruck eine wirkungsvolle Therapie bewirken würde. Letztlich wurde ihm aber der schwache Akku des iPhones dabei zum Verhängnis.
Die Welt trauert weiterhin um eine ihrer schillerndsten Persönlichkeiten, doch Muammar al-Gaddafi ist nur noch ein regungsloser Zellhaufen. Genau wie er wird auch Steve Jobs nie wieder Millionen Menschen für dumm verkaufen können. Das Rad der Geschichte dreht sich weiter, nur vielleicht nicht ganz so schön, nicht ganz so elegant, nicht ganz so einfach. Apple steht vor einer einschneidenden Zeit in der Firmengeschichte. Und die Biographie des Firmengründers vor einer glorreichen Zukunft an den Spitzen der Verkaufscharts. Typisch Jobs, möchte man sagen.
Einem ausgewählten Kreis von 12.313 Journalisten liegt das 700 Seiten umfassende Werk bereits seit einigen Tagen vor. Auch wenn etwas-andere-news.de freilich nicht dazu gehört, gibt es hier bereits die spannendsten Fakten der von Walter Isaacson verfassten iBible.
Die offizielle Jobs-Biographie überrascht zunächst einmal durch ihr angestaubt wirkendes Design. Zudem wirkt sie im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten (Prospekte, Malbücher) eher dick und klobig. Das Gewicht verleiht dem Produkt zwar generell einen wertigen Touch, sorgt in der ausgeleierten Jackentasche aber für eine unerwünschte Schieflage beim Spaziergang. Man merkt dem ganzen Machwerk an, dass es mutmaßlich erst nach dem schmerzhaften Tode des Hauptprotagonisten gefertigt wurde und Steve Jobs seine herausragenden Ideen und Gestaltungsvorschläge nicht mehr umsetzen konnte.
Auf schnödem Papier, dessen Produkteigenschaften noch nicht einmal die Lust auf einen Patentstreit aufkommen lassen, beschreibt der Autor jedoch ungewöhnlich intime Momente und Erlebnisse des "Godfather of Technics". So erfährt der Leser gleich zu Beginn, dass der kleine Steve sich mit gerade einmal vier Jahren bereits weigerte, mit den aus seiner Sicht "potthässlichen und viel zu schwierig zu bedienenden" Bauklötzen zu spielen. Mit Acht strebte er seine erste gerichtliche Auseinandersetzung mit einem Mitschüler an, der angeblich diverse ähnliche Buchstaben in krakelnder Schreibschrift verwendet hatte, wie Jobs zuvor in einer Hausarbeit über Marketingstrategien. In der Schulzeit galt er allgemein als Außenseiter und Lebensmittelverschwender, da er die lästige Eigenschaft besaß, von seinem Pausenapfel lediglich einen einzigen Bissen zu vertilgen.
Doch dann folgt die bekannte Geschichte des rasante Aufstiegs, dem Verprellen ehemaliger Partner, cholerischer Anfälle und geniehaftem Wahn. Auch alte Weggefährten kommen in der anrührenden Biographie zu Wort. Sie berichten zumeist liebevoll von einem "Riesenarsch", der sie nur solange mit gespieltem Respekt behandelt habe, bis sie ihm einmal Widerworte gegeben hätten. Danach habe er sie dann "fallengelassen wie eine rostige Kartoffel im Schlafrock". Dennoch sei Jobs eine Art "Jesus Christus der Informatikbranche" gewesen. "Der eine machte aus Wasser Wein, Jobs aus Scheiße Geld.", so beispielsweise Apple-Mitbegründer Steve Wozniak.
Ungewöhnlich intim fällt auch der Schlussteils des Buches aus, in dem der schleichende Verfall eines durch Krebs, Reichtum und Android-Hasses zerfressenen Mannes nachgezeichnet wird. Selbst im Angesicht des Todes habe Jobs noch die alleinige Kontrolle über alles behalten wollen. Er stieg tief in die Materie seiner Krankheit ein und schwörte darauf, eine App zu entwickeln, die durch einen einzigen Tastendruck eine wirkungsvolle Therapie bewirken würde. Letztlich wurde ihm aber der schwache Akku des iPhones dabei zum Verhängnis.
Die Welt trauert weiterhin um eine ihrer schillerndsten Persönlichkeiten, doch Muammar al-Gaddafi ist nur noch ein regungsloser Zellhaufen. Genau wie er wird auch Steve Jobs nie wieder Millionen Menschen für dumm verkaufen können. Das Rad der Geschichte dreht sich weiter, nur vielleicht nicht ganz so schön, nicht ganz so elegant, nicht ganz so einfach. Apple steht vor einer einschneidenden Zeit in der Firmengeschichte. Und die Biographie des Firmengründers vor einer glorreichen Zukunft an den Spitzen der Verkaufscharts. Typisch Jobs, möchte man sagen.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Skandal bei Media-Saturn: Manager an illegalen Geschäften beteiligt?
Ein Top-Manager der deutschen Media-Markt-Kette, seine Frau und drei weitere Personen sollen angeblich in dubiose Geschäfte verwickelt sein. Sie sitzen seit gestern in Untersuchungshaft, berichtet das bekannte Klatschmagazin "Süddeutsche Zeitung". Dem Manager des beliebtesten Elektronikmarktes unseres verblödeten Landes wird unter anderem Bestechung und Geldwäsche vorgeworfen. So habe er tausende ahnungslose Kunden über Jahre hinweg mit großformatigen Werbebroschüren bestochen und schließlich deren mühsam erarbeitetes Geld in den Waschmaschinenabteilungen seiner Filialen zu unermesslichen Gewinnspannen vereinnahmt. Die Bevölkerung reagierte schockiert auf die verstörende Nachricht. Wutbürger Mario B. aus Berlin beispielsweise drückt seine Empörung auf drastische Weise aus: "Geldwäsche...kennter, ne? Datt is wenn meene Freundin ma wieder ihre Handtasche mit dem janzen Portmanee zusammen ins Klo fallen lässt! Man, is die doof!"
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Vorbild Naher Osten: Tauschen als Mittel der Zukunft?
Der Gefangenenaustausch des jungen israelischen Soldaten Gilad Schalit gegen 1027 friedfertige palästinensische Verbrecher beschäftigt in diesen Tagen die Menscheit - zumindest den Teil, der ab und zu auch mal über den Tellerrand seines liebevoll in der Mikrowelle zubereiteten Instant-Schnitzels blickt. Schalit hatte fünf Jahre lang in der Gewalt der Hamas verbracht. Ein Leben hinter Mauern, mit Entbehrungen und Ödnis - all dies kann er nun wieder in seiner Heimat Israel erleben. Abseits der verständlichen Freude mischen sich jedoch auch einige kritische Stimmen unter die Reaktionen. Viele Menschen können es nicht gutheißen, dass im Gegenzug über 1000 möglicherweise gemeingefährliche Wesen nun wieder unbehelligt an ihr verbrecherisches Tagesgeschäft (Lesen, Essen, Lästern) gehen können. Dennoch könnte der Fall Schalit zum Vorbild überall auf der Welt werden, es sind zukünftig zahlreiche ähnlich ausgeglichene Tauschtransaktionen denkbar. Hier einige Beispiele:
- Ein iPhone gegen 20 Android-Geräte
- Ein Regierungsposten gegen vier Jahre Parteizwang
- Ein Erste-Seite-Aufmacher gegen fünf verletzte Grundrechte
- Ein TV-Format gegen hunderte vorgeführte Jugendliche
- Ein lahmer Blogartikel gegen 30 Sekunden kostbare Lebenszeit.
- Ein iPhone gegen 20 Android-Geräte
- Ein Regierungsposten gegen vier Jahre Parteizwang
- Ein Erste-Seite-Aufmacher gegen fünf verletzte Grundrechte
- Ein TV-Format gegen hunderte vorgeführte Jugendliche
- Ein lahmer Blogartikel gegen 30 Sekunden kostbare Lebenszeit.
Freitag, 14. Oktober 2011
Italien: Berlusconi vor dem Aus?
Europas Lustmolch Nummer eins nach Dominique Strauss-Kahn, Silvio Berlusconi, steht in seinem Heimatland so stark in der Kritik wie nie zuvor. Da am Dienstag bei einer Routineabstimmung über die Legalisierung von Sex mit Minderjährigen mehr als die Hälfte der Abgeordneten nicht im italienischen Parlament erschien, stellte Berlusconi erneut die Vertrauensfrage - zum 51. Mal in seiner Amtszeit seit 2008.
"Das ist nichts gegen die Anzahl an Frauen, die ich in dieser Zeit vernascht habe", so der gutgelaunte Schmierfink in einem Zeitungsinterview. Der nach Außen hin gespielten Lockerheit steht allerdings eine immer größer werdende Ablehnung in der Bevölkerung und mittlerweile auch in seiner eigenen Partei gegenüber. Immense Schuldenberge erdrücken zunehmend das wie ein überteuerter Zalando-Stiefel geformte Land am Mittelmeer.
Der mächtige Industrieverband Confindustria, der über 150.000 italienische Unternehmen vertritt, stellte Berlusiconi vor Kurzem ein Ultimatum: Entweder kostenlose Prostituierte für alle Vorstandsmitglieder oder Abtritt der Regierung. Auch aus der restlichen Euro-Zone kommt Druck. Die Wirtschaftsmächte Griechenland, Irland und Spanien drängen Italiens Regierungschef zu einem Kurswechsel. "Es darf niemals so weit kommen, dass uns diese zugemüllte Pizzarepublik im Armsein überflügelt und somit die verdiente Aufmerksamkeit streitig macht", heißt es in der von den drei Staatschefs Papandreou, Kenny und Zapatero verfassten "Charta des volkswirtschaftlichen Versagens".
Im Laufe des heutigen Tages wird sich also klären, ob Berlusconi ein weiteres Mal mithilfe von schmierigen Versprechungen, geschickten persönlichen Drohungen und purem Sexappeal an der Macht bleiben, oder ein unerwarteter Wechsel in der italienischen Politik eingeleitet wird.
"Das ist nichts gegen die Anzahl an Frauen, die ich in dieser Zeit vernascht habe", so der gutgelaunte Schmierfink in einem Zeitungsinterview. Der nach Außen hin gespielten Lockerheit steht allerdings eine immer größer werdende Ablehnung in der Bevölkerung und mittlerweile auch in seiner eigenen Partei gegenüber. Immense Schuldenberge erdrücken zunehmend das wie ein überteuerter Zalando-Stiefel geformte Land am Mittelmeer.
Der mächtige Industrieverband Confindustria, der über 150.000 italienische Unternehmen vertritt, stellte Berlusiconi vor Kurzem ein Ultimatum: Entweder kostenlose Prostituierte für alle Vorstandsmitglieder oder Abtritt der Regierung. Auch aus der restlichen Euro-Zone kommt Druck. Die Wirtschaftsmächte Griechenland, Irland und Spanien drängen Italiens Regierungschef zu einem Kurswechsel. "Es darf niemals so weit kommen, dass uns diese zugemüllte Pizzarepublik im Armsein überflügelt und somit die verdiente Aufmerksamkeit streitig macht", heißt es in der von den drei Staatschefs Papandreou, Kenny und Zapatero verfassten "Charta des volkswirtschaftlichen Versagens".
Im Laufe des heutigen Tages wird sich also klären, ob Berlusconi ein weiteres Mal mithilfe von schmierigen Versprechungen, geschickten persönlichen Drohungen und purem Sexappeal an der Macht bleiben, oder ein unerwarteter Wechsel in der italienischen Politik eingeleitet wird.
Freitag, 7. Oktober 2011
Schon wieder! Kein Friedensnobelpreis für Kohl
Ganz Deutschland ist in Trauer, der Himmel weint, alles ist nicht mehr so, wie es einmal war. Steve Jobs ist tot. Und als wäre dies nicht schon schlimm genug, wird nun auch noch der beliebt- und beleibteste Kanzler aller Zeiten, Helmut Kohl, ein weiteres Mal von der Jury des Nobelpreises gedemütigt. Statt einem ehrwürdigen, schwer zu verstehenden und an einen Stuhl mit Rollen gefesselten Fleischklops, der Deutschland einte, Europa auf den richtigen Weg wies und Saumagen salonfähig machte, den längst fälligen Friedensnobelpreis zu verleihen, geht die begehrte Auszeichnung an drei afrikanische (!) Frauen (!!). "Man könnte meinen, Dieter Bohlen hätte in der Jury gesessen", wütete eine erzürnte Angela Merkel. "Mein Ziehvater, Dr. Helmut Kohl, hätte diesen Preis viel mehr verdient als diese schwarzen Gazellen von da unten", so die ungewohnt rassistisch agierende Kanzlerin in einem unbestätigten Zitat.
Helmut Kohl selbst reagierte derweil ausweichend, als er mit einem geschickten Rechtsdrift einem Journalisten knapp die tödliche Kollision ersparte. Für einen Kommentar war der Ex-Kanzler im wahrsten Sinne des Wortes unverständlicherweise nicht zu erreichen.
Die Preisträgerinnen, Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die liberianische Menschenrechtlerin Leymah Gbowee und Tawakkul Karman aus dem Jemen, äußerten sich nach Bekanntgabe des Juryurteils hocherfreut. "Wir wissen zwar nicht, was wir gemacht haben, aber Preise und Geld sind immer gut."
Helmut Kohl selbst reagierte derweil ausweichend, als er mit einem geschickten Rechtsdrift einem Journalisten knapp die tödliche Kollision ersparte. Für einen Kommentar war der Ex-Kanzler im wahrsten Sinne des Wortes unverständlicherweise nicht zu erreichen.
Die Preisträgerinnen, Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die liberianische Menschenrechtlerin Leymah Gbowee und Tawakkul Karman aus dem Jemen, äußerten sich nach Bekanntgabe des Juryurteils hocherfreut. "Wir wissen zwar nicht, was wir gemacht haben, aber Preise und Geld sind immer gut."
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Endlich Antworten: Das wollen die Piraten
Seit der Berlinwahl fragt sich ganz Deutschland: "Was wollen die Piraten?". Heute gab es die langerwartete Pressekonferenz in der Hauptstadt, auf der die führenden Hakenhände ihr Konzept vorstellen wollten. Die gespannten Journalisten, welche in Scharen an Bord strömten, freuten sich zunächst über einen kleinen Imbiss, bestehend aus sämigen Madengratin und frisch gepanschtem Rum. Als endlich die Führungsriege der Piraten auf die Brücke tritt, kann die muntere Fragestunde beginnen. Doch es gibt zur Überraschung aller Anwesenden kaum konkrete Antworten auf die wohlformulierten Fragen der Hauptstadtpresse ("Gibts eure T-Shirts auch in Kindergröße?", "Kostet Twitter Geld?", "Warum haben Sie ein dickes Jacket an, wenn doch alles transparent sein soll?"). Lediglich Phrasen wie "Da müssen wir noch drüber diskutieren", "Die Diskussion darüber muss noch stattfinden" und "Noch ne Runde Rum?" sind von der Parteiführung am heutigen Tage zu hören. Als das Schiff nach einer knappen Stunde wieder ablegt, lässt es eine ratlose Schreiberzunft zurück. "Wenn ich Enttäuschungen erleben will, hätte ich ja genauso gut gestern die Apple-Präsentation besuchen können", so ein Redakteur eines stadtbekannten Schmierblattes.
Freitag, 23. September 2011
Der Papst in Deutschland - der einzig wahre Liveticker (2. Tag)
Freitag, 23.09.2011
03:04 Uhr: Der heilige Vater wacht schweißgebadet auf. Zum Glück war alles nur ein Alptraum. Zufrieden stellt er fest, dass er gestern im Olympiastadion nicht mit einem fremden Mann wilde Zungenspiele auf dem Altar veranstaltet hat und auch weiterhin Christian Wulff aufgrund dessen Scheidung die christliche Zuneigung verweigert. Weiterratzen ist angesagt.
06:00 Uhr: Benedikt wird sanft von Gott geweckt. Ein durchaus lustiger Name für einen Radiowecker, denkt sich der Pontifex, bevor er ins Bad humpelt und seine unfehlbare Fratze im Spiegel betrachtet. Er freut sich auf einen weiteren Tag voller erfüllender Begegnungen mit Märchenfreunden.
07:15 Uhr: In der Kapelle der Apostolischen Nuntiatur in Neukölln zelebriert der Papst eine private Messe. Abseits der Öffentlichkeit kann er sich einmal ganz locker präsentieren und einfach der sein, der er ist: ein verbohrter alter Mann mit gestörter Weltanschauung. Selbstzufrieden entzündet der Papst eine Kerze und träufelt sich gedankenverloren die Sandalen voller Wachs.
08:00 Uhr: Nach dem kurzen Frühstück (Leib Christi mit Nutella) reinigt das Kirchenoberhaupt im glänzenden Taufbecken die abgenutzten Zahnprothesen.
09:00 Uhr: Spontan sagt der Papst das geplante Treffen mit Vertretern des Islam ab (Begründung: "Kein Bock auf den Kram") und löst damit eine weitere Eskalationsstufe des heiligen Krieges aus.
10:00 Uhr: Abflug nach Erfurt. Bei den obligatorischen Sicherheitshinweisen weist Benedikt die Flugbegleiterin höflich auf die fehlende Notwendigkeit von Schwimmwesten hin ("Lesen Sie mal lieber dieses Buch hier..").
10:45 Uhr: Ankunft in Erfurt. Aus nachvollziehbaren Gründen verzichtet der Papst auf eine orale Begegnung mit dem ostdeutschen Boden. Empfangen wird er hier von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die sich freut, endlich einmal von Fotografen mit aufs Bild genommen zu werden.
11:15 Uhr: Besichtigung des Erfurter Doms. Bischof Wanke verhaspelt sich aufgrund der immensen Aufregung gleich mehrere Male und verwechselt Jesus mit Maria, Petrus mit Paulus und Langeweile mit geheuchelter Aufmerksamkeit.
11:45 Uhr: Der Papst spricht mit Vertretern der evangelischen Kirche. "Auch verstörten Minderheiten, die auf dem falschen Wege durch die windigen Pfade der gottgegebenen Existenz irren, schenkt Jesus sein Gehör", so Benedikt nach dem Treffen. Politiker feiern den Pontifex als "überragenden Philosophen", "Denkanstoßgeber" und "verwirrten Alten".
12:15 Uhr: McDonald's (Holy Grilled Doubledevil mit kleiner Pommes, dazu ein Stück Sachertorte).
13:00 Uhr: Verdauungsspaziergang mit anschließendem Toilettenbesuch ("Heiliger Stuhl").
16:45 Uhr: Der Papst wird mit einem Hubschrauber von Erfurt aus zur Wallfahrtskapelle von Etzelsbach geflogen. Beim Landeanflug wird durch den Propellerwind das komplette historische Gebäude niedergerissen. Benedikt segnet die Trümmer. Die geplante Vesper entfällt.
19:00 Uhr: Rückflug nach Erfurt mit Zeit zur freien Verfügung (Minibar).
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Zurück zu Tag 1.
03:04 Uhr: Der heilige Vater wacht schweißgebadet auf. Zum Glück war alles nur ein Alptraum. Zufrieden stellt er fest, dass er gestern im Olympiastadion nicht mit einem fremden Mann wilde Zungenspiele auf dem Altar veranstaltet hat und auch weiterhin Christian Wulff aufgrund dessen Scheidung die christliche Zuneigung verweigert. Weiterratzen ist angesagt.
06:00 Uhr: Benedikt wird sanft von Gott geweckt. Ein durchaus lustiger Name für einen Radiowecker, denkt sich der Pontifex, bevor er ins Bad humpelt und seine unfehlbare Fratze im Spiegel betrachtet. Er freut sich auf einen weiteren Tag voller erfüllender Begegnungen mit Märchenfreunden.
07:15 Uhr: In der Kapelle der Apostolischen Nuntiatur in Neukölln zelebriert der Papst eine private Messe. Abseits der Öffentlichkeit kann er sich einmal ganz locker präsentieren und einfach der sein, der er ist: ein verbohrter alter Mann mit gestörter Weltanschauung. Selbstzufrieden entzündet der Papst eine Kerze und träufelt sich gedankenverloren die Sandalen voller Wachs.
08:00 Uhr: Nach dem kurzen Frühstück (Leib Christi mit Nutella) reinigt das Kirchenoberhaupt im glänzenden Taufbecken die abgenutzten Zahnprothesen.
09:00 Uhr: Spontan sagt der Papst das geplante Treffen mit Vertretern des Islam ab (Begründung: "Kein Bock auf den Kram") und löst damit eine weitere Eskalationsstufe des heiligen Krieges aus.
10:00 Uhr: Abflug nach Erfurt. Bei den obligatorischen Sicherheitshinweisen weist Benedikt die Flugbegleiterin höflich auf die fehlende Notwendigkeit von Schwimmwesten hin ("Lesen Sie mal lieber dieses Buch hier..").
10:45 Uhr: Ankunft in Erfurt. Aus nachvollziehbaren Gründen verzichtet der Papst auf eine orale Begegnung mit dem ostdeutschen Boden. Empfangen wird er hier von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die sich freut, endlich einmal von Fotografen mit aufs Bild genommen zu werden.
11:15 Uhr: Besichtigung des Erfurter Doms. Bischof Wanke verhaspelt sich aufgrund der immensen Aufregung gleich mehrere Male und verwechselt Jesus mit Maria, Petrus mit Paulus und Langeweile mit geheuchelter Aufmerksamkeit.
11:45 Uhr: Der Papst spricht mit Vertretern der evangelischen Kirche. "Auch verstörten Minderheiten, die auf dem falschen Wege durch die windigen Pfade der gottgegebenen Existenz irren, schenkt Jesus sein Gehör", so Benedikt nach dem Treffen. Politiker feiern den Pontifex als "überragenden Philosophen", "Denkanstoßgeber" und "verwirrten Alten".
12:15 Uhr: McDonald's (Holy Grilled Doubledevil mit kleiner Pommes, dazu ein Stück Sachertorte).
13:00 Uhr: Verdauungsspaziergang mit anschließendem Toilettenbesuch ("Heiliger Stuhl").
16:45 Uhr: Der Papst wird mit einem Hubschrauber von Erfurt aus zur Wallfahrtskapelle von Etzelsbach geflogen. Beim Landeanflug wird durch den Propellerwind das komplette historische Gebäude niedergerissen. Benedikt segnet die Trümmer. Die geplante Vesper entfällt.
19:00 Uhr: Rückflug nach Erfurt mit Zeit zur freien Verfügung (Minibar).
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Donnerstag, 22. September 2011
Der Papst in Deutschland - der einzig wahre Liveticker (1. Tag)
Für gläubige Katholiken ist es ein Ereignis, das in seiner Wichtigkeit noch weit über dem täglichen Einkauf und der Intimrasur steht: der Papstbesuch in Deutschland. Heute um 10:30 Uhr wird das demente Kirchenoberhaupt in der Reichshauptstadt Berlin erwartet. Verfolgen Sie auf www.etwas-andere-news.de ungeschönt bereits jetzt den viertägigen Urlaub des beliebtesten Deutschen seit Adolf Hitler.
Donnerstag, 22.09.2011
06:15 Uhr: Benedikt erwacht in seinem Himmelbett im Vatikan. Zufrieden erinnert er sich an den Traum, den er diese Nacht hatte: er ist über das Wasser gelaufen. In Wirklichkeit lief allerdings sein Wasser über ihn. Er verflucht die irdischen Probleme der Inkontinenz, bevor er sich ins Bad begibt und ein ebensolches nimmt.
07:10 Uhr: Der Papst am Frühstückstisch. Weihrauchoblaten mit Ministrantenrührei stehen auf dem täglichen Speiseplan des gesundheitsbewussten Kirchenzampanos. Während der Kaffee auf den Parkettboden tropft, wühlt sich Benedikt genüsslich durch die neueste Ausgabe der "Bild".
08:15 Uhr: Abflug. Kurzes Nickerchen in der "God Force One", dem persönlichen Kampfjet des Vatikan.
10:30 Uhr: Landung in Berlin-Tegel. Beim obligatorischen Küssen des Bodens macht sich der päpstliche Rücken wieder bemerkbar. Im heiligen Geiste notiert sich der Papst, die tägliche Voltarenschicht aufzustocken.
10:31 Uhr: Mit schmerzverzerrtem Gesicht muss Benedikt die stürmischen Begrüßungen von Bundespräsident Wulff ("Endlich mal kein Kümmeltürke!") und Kanzlerin Angela Merkel ("C wie Benedikt, haha!") und diversen lustig angezogenen Kirchenvertretern über sich ergehen lassen.
11:15 Uhr: Offizieller Empfang im Schloss Bellevue. Christian Wulff muss alle Geschütze auffahren, um den stetig einnickenden heiligen Vater wachzuhalten. Erst eine in die Tat umgesetzte "Ruck-Rede" im Stuhlbereich Benedikts lässt den Papst aufschrecken.
11:45 Uhr: Der Papst richtet seine ersten offiziellen Worte an die Besucher und Presse. Es sei "ein Geschenk Gottes, in die Heimat zurückzukehren". Er wisse zwar nicht, mit wem er hier eigentlich die ganze Zeit spreche, jedoch seien dies "sicherlich nette, christliche Menschen".
12:00 Uhr: Persönliches Gespräch mit Wulff. Der Bundespräsident spricht auch kritische Punkte an, wie beispielsweise das zerknitterte Äußere des Kirchenoberhauptes.
12:50 Uhr: Persönliches Gespräch mit Merkel. Die Kanzlerin spricht auch kritische Punkte an, wie beispielsweise die Abgaswerte des Papamobils.
13:30 Uhr: Mittag. Flambierter Myrrhepfannkuchen mit Messwein, anschließend heiliger Mittagsschlaf ("Nickerchen").
16:15 Uhr: Die erste kritische Phase des Besuchs. Der Papst besucht den Bundestag. Vor dem historischen Reichstag winkt er fröhlich den protestierenden Menschen und Abgeordneten zu. Geworfenen Eiern weicht er mithilfe der gepanzerten Scheiben seines Fahrzeugs geschickt aus.
16:25 Uhr: Vor einem halbleeren Parlament beginnt der Papst seine 20-Minütige Gardinenpredigt. Er spricht von "Menschlichkeit", "Liebe" und "widerlichen Sexphantasien der Neger". Applaus bei den Christdemokraten.
16:45 Uhr: Mit sitzenden Ovationen wird der Papst nach draußen geleitet, wo ihm Philipp Rösler nachhechtet und ihm das Angebot macht, Vorsitzender der FDP zu werden. Der Papst lehnt mit den Worten "Mein Junge, werd erst mal erwachsen" dankend ab.
17:15 Uhr: Das geplante Treffen mit jüdischen Vertretern wird spontan abgesagt. "Kein Bock", so die offizielle Begründung des Vatikans.
18:00 Uhr: Im prall gefüllten Olympiastadion feiert der Imperator des christlichen Glaubens einen furiosen Gottesdienst. Vor lauter Gekreische kommen seine nett gemeinten Botschaften von Liebe, Menschlichkeit und Schwulenhass kaum bei den Besuchern an. Ohnehin sind die meisten nur wegen der kostenlosen Luftballons und dem Fernsehen hier.
20:00 Uhr: Erschöpft lässt sich der Papst in der Apostolischen Nuntiatur in Neukölln nieder. Bei der neuesten Folge "Frauentausch" schläft der heilige Vater schließlich selig ein. Ein anstrengender zweiter Tag steht im bevor.
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Hier gehts zum Protokoll des zweiten Tages.
Donnerstag, 22.09.2011
06:15 Uhr: Benedikt erwacht in seinem Himmelbett im Vatikan. Zufrieden erinnert er sich an den Traum, den er diese Nacht hatte: er ist über das Wasser gelaufen. In Wirklichkeit lief allerdings sein Wasser über ihn. Er verflucht die irdischen Probleme der Inkontinenz, bevor er sich ins Bad begibt und ein ebensolches nimmt.
07:10 Uhr: Der Papst am Frühstückstisch. Weihrauchoblaten mit Ministrantenrührei stehen auf dem täglichen Speiseplan des gesundheitsbewussten Kirchenzampanos. Während der Kaffee auf den Parkettboden tropft, wühlt sich Benedikt genüsslich durch die neueste Ausgabe der "Bild".
08:15 Uhr: Abflug. Kurzes Nickerchen in der "God Force One", dem persönlichen Kampfjet des Vatikan.
10:30 Uhr: Landung in Berlin-Tegel. Beim obligatorischen Küssen des Bodens macht sich der päpstliche Rücken wieder bemerkbar. Im heiligen Geiste notiert sich der Papst, die tägliche Voltarenschicht aufzustocken.
10:31 Uhr: Mit schmerzverzerrtem Gesicht muss Benedikt die stürmischen Begrüßungen von Bundespräsident Wulff ("Endlich mal kein Kümmeltürke!") und Kanzlerin Angela Merkel ("C wie Benedikt, haha!") und diversen lustig angezogenen Kirchenvertretern über sich ergehen lassen.
11:15 Uhr: Offizieller Empfang im Schloss Bellevue. Christian Wulff muss alle Geschütze auffahren, um den stetig einnickenden heiligen Vater wachzuhalten. Erst eine in die Tat umgesetzte "Ruck-Rede" im Stuhlbereich Benedikts lässt den Papst aufschrecken.
11:45 Uhr: Der Papst richtet seine ersten offiziellen Worte an die Besucher und Presse. Es sei "ein Geschenk Gottes, in die Heimat zurückzukehren". Er wisse zwar nicht, mit wem er hier eigentlich die ganze Zeit spreche, jedoch seien dies "sicherlich nette, christliche Menschen".
12:00 Uhr: Persönliches Gespräch mit Wulff. Der Bundespräsident spricht auch kritische Punkte an, wie beispielsweise das zerknitterte Äußere des Kirchenoberhauptes.
12:50 Uhr: Persönliches Gespräch mit Merkel. Die Kanzlerin spricht auch kritische Punkte an, wie beispielsweise die Abgaswerte des Papamobils.
13:30 Uhr: Mittag. Flambierter Myrrhepfannkuchen mit Messwein, anschließend heiliger Mittagsschlaf ("Nickerchen").
16:15 Uhr: Die erste kritische Phase des Besuchs. Der Papst besucht den Bundestag. Vor dem historischen Reichstag winkt er fröhlich den protestierenden Menschen und Abgeordneten zu. Geworfenen Eiern weicht er mithilfe der gepanzerten Scheiben seines Fahrzeugs geschickt aus.
16:25 Uhr: Vor einem halbleeren Parlament beginnt der Papst seine 20-Minütige Gardinenpredigt. Er spricht von "Menschlichkeit", "Liebe" und "widerlichen Sexphantasien der Neger". Applaus bei den Christdemokraten.
16:45 Uhr: Mit sitzenden Ovationen wird der Papst nach draußen geleitet, wo ihm Philipp Rösler nachhechtet und ihm das Angebot macht, Vorsitzender der FDP zu werden. Der Papst lehnt mit den Worten "Mein Junge, werd erst mal erwachsen" dankend ab.
17:15 Uhr: Das geplante Treffen mit jüdischen Vertretern wird spontan abgesagt. "Kein Bock", so die offizielle Begründung des Vatikans.
18:00 Uhr: Im prall gefüllten Olympiastadion feiert der Imperator des christlichen Glaubens einen furiosen Gottesdienst. Vor lauter Gekreische kommen seine nett gemeinten Botschaften von Liebe, Menschlichkeit und Schwulenhass kaum bei den Besuchern an. Ohnehin sind die meisten nur wegen der kostenlosen Luftballons und dem Fernsehen hier.
20:00 Uhr: Erschöpft lässt sich der Papst in der Apostolischen Nuntiatur in Neukölln nieder. Bei der neuesten Folge "Frauentausch" schläft der heilige Vater schließlich selig ein. Ein anstrengender zweiter Tag steht im bevor.
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Hier gehts zum Protokoll des zweiten Tages.
Freitag, 9. September 2011
"These people fucked me over!" - Gefeuerte Yahoo-Chefin tritt nach
Die am Mittwoch per Telefon entlassene Yahoo-Chefin Carol Bartz tritt nun in einem Interview mit dem US-Magazin "Fortune" deftig nach. In dem dreiseitigen Interview musste jedes zweite Wort geschwärzt werden. "Eine solche Schimpfwortparade ist mir seit meiner Scheidung nicht mehr entgegengeschleudert worden", berichtet Conny Walrott, seines Zeichens geschockter "Fortune"-Chefredakteur. Bartz bezeichnete Verwaltungsratschef Roy Bostock unter anderem als "f----- b-----who only f------- his own f------ s------ and r------ which is a g-------- s-------- b------." (zu deutsch: "ein nicht so netter Mann, der gerne seine eigenen Geschlechtsteile benutzt und im Bad die Zahnpastatube nach der Benutzung manchmal nicht wieder verschließt.")
Vor allem regte sich Bartz über die Art ihrer Kündigungsmitteilung mit. Bostock habe ihr am Telefon ein von einem Anwalt formuliertes Schreiben vorgelesen, da er nicht "the e---- to say the f------ truth to me himself, because he is a a------ r------- with t----- s------ g------." (zu deutsch: "den Mut hatte, mir selbst die Warheit zu sagen, da er ein unfreundlicher Mensch ohne primäre Geschlechtsorgane ist, der zudem auch noch nach indischer Reispfanne riecht.").
Um einen neuen Job macht sich die gechasste Ex-Chefin allerings keine Sorgen. "Ich finde in null Komma nichts eine neue Stelle. Diese werde ich allerdings per Google suchen, das habt ihr nun davon, ihr verfickten Homo-Bastarde!" (in english: "I´m confident that I´ll get a new job very soon and would like to thank you all for the great time a had while working with you.")
Vor allem regte sich Bartz über die Art ihrer Kündigungsmitteilung mit. Bostock habe ihr am Telefon ein von einem Anwalt formuliertes Schreiben vorgelesen, da er nicht "the e---- to say the f------ truth to me himself, because he is a a------ r------- with t----- s------ g------." (zu deutsch: "den Mut hatte, mir selbst die Warheit zu sagen, da er ein unfreundlicher Mensch ohne primäre Geschlechtsorgane ist, der zudem auch noch nach indischer Reispfanne riecht.").
Um einen neuen Job macht sich die gechasste Ex-Chefin allerings keine Sorgen. "Ich finde in null Komma nichts eine neue Stelle. Diese werde ich allerdings per Google suchen, das habt ihr nun davon, ihr verfickten Homo-Bastarde!" (in english: "I´m confident that I´ll get a new job very soon and would like to thank you all for the great time a had while working with you.")
Donnerstag, 8. September 2011
Schlagzeilen der Woche (2)
Gas geben erlaubt: NPD feiert Endsieg vor Berliner Verwaltungsgericht
Schirmherr vermisst: Gaddafi unauffindbar
Höhenflug beendet: Eishockeyspieler auf Boden der Tatsachen zurückgeholt
Geschichtsverfälschung: Polen erringt Unentschieden gegen Deutschland
Wegen Flie-Gen: Honig aus deutschen Regalen geräumt
Faul: Webseitenbetreiber macht Urlaub im Bloghaus
Schirmherr vermisst: Gaddafi unauffindbar
Höhenflug beendet: Eishockeyspieler auf Boden der Tatsachen zurückgeholt
Geschichtsverfälschung: Polen erringt Unentschieden gegen Deutschland
Wegen Flie-Gen: Honig aus deutschen Regalen geräumt
Faul: Webseitenbetreiber macht Urlaub im Bloghaus
Freitag, 2. September 2011
Endlich Ruhe? Kein Alkohol mehr im Hamburger ÖPNV
Seit gestern ist es offiziell: im Nahverkehr der schönsten Stadt Norddeutschlands nach Lübeck, Flensburg, Cuxhaven, Kiel, Neumünster und ca. 30 anderen, Hamburg, herrscht striktes Alkoholverbot. Dies schließt nicht nur Busse und Bahnen ein, sondern auch Bahnhöfe und Haltestellen. Mit diesem strikten Verbot entzieht der Hamburger Verkehrsbund nicht nur tausenden Jugendlichen ihre Spaßgrundlage, sondern vor allem auch mindestens ebensovielen Obdachlosen ihre häusliche Nahrungsaufnahme.
Somit trifft es zum wiederholten Male die hilflosen Randgruppen unserer Gesellschaft. Die feiernden Jugendlichen, die den Frust bei der erfolglosen Suche nach einer Ausbildungsstelle verständlicherweise am Wochenende gerne einmal in wilden, alkoholbestärkten Schlägereien in U-Bahn-Stationen ablassen wollen, sowie die Stadtstreicher, die nun für jeden Schluck aus dem Ja!-Korn hunderte von Metern laufen müssen und dabei riskieren, ihr letztes Hab und Gut und/oder den besten Platz im Urintunnel zu verlieren.
Der HVV weist die Kritiker des Verbotes jedoch darauf hin, dass "selbstverständlich weiterhin geschlossene Glasgefäße mit alkoholischem Inhalt" in die Fahrzeuge und Haltestellenbereiche mitgenommen werden dürften. "Somit steht einer hinterhältigen Attacke mit einer Flasche 'Rotlicht' auf den Kopf des unbescholtenen Anwalts, der gerade zufällig aufreizend vor einem hergeht natürlich weiterhin nichts im Wege", heißt es zu diesem Thema in einer Pressemitteilung. Zudem würden auch weiterhin "zugesoffene Lumpenbolde, sofern sie ein gültiges, nicht vollgebrochenes Ticket in der Tasche haben", vom HVV transportiert.
Alles halb so wild also? Mitnichten! "Dem Bürger wird erneut eine Einschränkung seiner persönlichen Freiheit diktiert", so ein unbekannter, sich in den Vordergrund spielender Menschenrechtler. "Was kommt als nächstes? Pinkelverbot im Flugzeugabteil? Rauchverbot im Krematorium? Anstupsverbot bei Facebook wegen sexueller Belästigung?", so seine abstruse Schwarzmalerei.
Somit trifft es zum wiederholten Male die hilflosen Randgruppen unserer Gesellschaft. Die feiernden Jugendlichen, die den Frust bei der erfolglosen Suche nach einer Ausbildungsstelle verständlicherweise am Wochenende gerne einmal in wilden, alkoholbestärkten Schlägereien in U-Bahn-Stationen ablassen wollen, sowie die Stadtstreicher, die nun für jeden Schluck aus dem Ja!-Korn hunderte von Metern laufen müssen und dabei riskieren, ihr letztes Hab und Gut und/oder den besten Platz im Urintunnel zu verlieren.
Der HVV weist die Kritiker des Verbotes jedoch darauf hin, dass "selbstverständlich weiterhin geschlossene Glasgefäße mit alkoholischem Inhalt" in die Fahrzeuge und Haltestellenbereiche mitgenommen werden dürften. "Somit steht einer hinterhältigen Attacke mit einer Flasche 'Rotlicht' auf den Kopf des unbescholtenen Anwalts, der gerade zufällig aufreizend vor einem hergeht natürlich weiterhin nichts im Wege", heißt es zu diesem Thema in einer Pressemitteilung. Zudem würden auch weiterhin "zugesoffene Lumpenbolde, sofern sie ein gültiges, nicht vollgebrochenes Ticket in der Tasche haben", vom HVV transportiert.
Alles halb so wild also? Mitnichten! "Dem Bürger wird erneut eine Einschränkung seiner persönlichen Freiheit diktiert", so ein unbekannter, sich in den Vordergrund spielender Menschenrechtler. "Was kommt als nächstes? Pinkelverbot im Flugzeugabteil? Rauchverbot im Krematorium? Anstupsverbot bei Facebook wegen sexueller Belästigung?", so seine abstruse Schwarzmalerei.
Donnerstag, 18. August 2011
Air Berlin: Mehdorn neuer Mann an Bord
Die Nachricht schlug ein wie eine Boeing 767 ins World Trade Center: Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn wird ab September Vorstandsvorsitzender der schwächelnden Fluggesellschaft Air Berlin. Joachim Hunold legt sein Amt freiwillig nieder. "20 Jahre widerlicher Tomatensaft sind genug", so der scheidende Firmengründer in seiner Rücktrittserklärung.
Mehdorn steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den eingeschlagenen Sparkurs der Airline auf vernünftigem Wege weiterzuverfolgen und die stetig fallenden Aktienkurse des Unternehmens zu retten. Er kann jedoch auf seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus den Zeiten bei der Deutschen Bahn zurückgreifen. Experten erwarten, dass er ähnliche Mittel einsetzen wird, um wirtschaftlichen Erfolg zu erzwingen. Laut Insidern, die bereits Einblicke in Mehdorns private Strategiepapiere erhielten, plant der zukünftige Air Berlin-Boss, die Wartungsintervalle für die Maschinen deutlich zu vergrößern. Außerdem sollen die Klimaanlagen der meisten Flugzeuge gegen kostengünstigere, aus den ICE-Zügen bekannte Modelle ausgetauscht werden. "Wenn man nicht gerade über einen isländischen Vulkan fliegt, ist es in der Luft meistens nicht über 30 Grad warm, somit sollten keine größeren Probleme auftreten", wie Mehdorn in seinem Konzept schreibt. Zudem soll in den Maschinen ein kostenpflichtiges Bord-Bistro mit Selbstbedienung eingerichtet werden, die kostenintensiven Gänge der hochausgebildeten Saftschubsen entfallen somit.
"Ich werde die Weichen, äh, die Routen für eine erfolgreiche Zukunft von Air Berlin gestalten, damit auch die Aktionäre endlich wieder zum Zug...äh, verdammt, Flug, kommen", teilte der dickliche Geldschäffler den schlafenden Fluglotsen auf seiner heutigen Begrüßungsfete im Tower of London mit.
Mehdorn steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den eingeschlagenen Sparkurs der Airline auf vernünftigem Wege weiterzuverfolgen und die stetig fallenden Aktienkurse des Unternehmens zu retten. Er kann jedoch auf seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus den Zeiten bei der Deutschen Bahn zurückgreifen. Experten erwarten, dass er ähnliche Mittel einsetzen wird, um wirtschaftlichen Erfolg zu erzwingen. Laut Insidern, die bereits Einblicke in Mehdorns private Strategiepapiere erhielten, plant der zukünftige Air Berlin-Boss, die Wartungsintervalle für die Maschinen deutlich zu vergrößern. Außerdem sollen die Klimaanlagen der meisten Flugzeuge gegen kostengünstigere, aus den ICE-Zügen bekannte Modelle ausgetauscht werden. "Wenn man nicht gerade über einen isländischen Vulkan fliegt, ist es in der Luft meistens nicht über 30 Grad warm, somit sollten keine größeren Probleme auftreten", wie Mehdorn in seinem Konzept schreibt. Zudem soll in den Maschinen ein kostenpflichtiges Bord-Bistro mit Selbstbedienung eingerichtet werden, die kostenintensiven Gänge der hochausgebildeten Saftschubsen entfallen somit.
"Ich werde die Weichen, äh, die Routen für eine erfolgreiche Zukunft von Air Berlin gestalten, damit auch die Aktionäre endlich wieder zum Zug...äh, verdammt, Flug, kommen", teilte der dickliche Geldschäffler den schlafenden Fluglotsen auf seiner heutigen Begrüßungsfete im Tower of London mit.
Dienstag, 16. August 2011
Aufschwung vorbei: Wirtschaftswachstum stockt
Vor einem halben Jahr überboten sich die Wirtschaftsforscher noch gegenseitig mit kraftstrotzenden Konjunkturprognosen, ein zweites Wirtschaftswunder, Vollbeschäftigung und warme Sommertage wurden prognostiziert - doch nun ist alles makulatur. Im 2. Quartal ist die deutsche Wirtschaftsleistung nur um magere 0,1 Prozent angestiegen, Tendenz fallend. Euro-, Schulden- und Ballackkrise belasten Deutschland und bremsen auch den Optimismus bei vielen Geschäftsführern und Managern.
"Ich habe den Kaviar bereits wieder vom Kantinenspeiseplan streichen lassen", so beispielsweise Gottfried Heimsdorf, Chef eines zwielichtigen Im- und Exportunternehmens mit Briefkastenwohnsitz. "Die Monate, in denen das Volk sich die Bäuche ungeniert vollschlagen konnte, sind wieder vorbei", gibt auch ein führender FDP-Politiker zu, der seinen Namen lieber nicht hier lesen möchte.
Lediglich Marktforschungsinstitute wie die Nürnberger GfK strotzen mit glänzenden Zahlen. "Wir konnten unser Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Unsere Strategie, überbezahlte studentische Aushilfskräfte durch wesentlich kostengünstigere Würfel zu ersetzen, scheint aufzugehen", wie GfK-Sprecher Anton Fälscher freudig mitteilte.
Die Bundeskanzlerin beruhigt derweil die Sorgen in der Bevölkerung, indem sie sich nicht zum Tagesgeschehen äußert. Der Koalitionspartner FDP hingegen nimmt die Sorgen der Bürger ernst, die Bürger die Partei hingegen vollkommen zu Recht nicht. Bleibt die Hoffnung auf praktikable Vorschläge der Opposition. (Lautes Lachen aus dem Off)
"Ich habe den Kaviar bereits wieder vom Kantinenspeiseplan streichen lassen", so beispielsweise Gottfried Heimsdorf, Chef eines zwielichtigen Im- und Exportunternehmens mit Briefkastenwohnsitz. "Die Monate, in denen das Volk sich die Bäuche ungeniert vollschlagen konnte, sind wieder vorbei", gibt auch ein führender FDP-Politiker zu, der seinen Namen lieber nicht hier lesen möchte.
Lediglich Marktforschungsinstitute wie die Nürnberger GfK strotzen mit glänzenden Zahlen. "Wir konnten unser Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Unsere Strategie, überbezahlte studentische Aushilfskräfte durch wesentlich kostengünstigere Würfel zu ersetzen, scheint aufzugehen", wie GfK-Sprecher Anton Fälscher freudig mitteilte.
Die Bundeskanzlerin beruhigt derweil die Sorgen in der Bevölkerung, indem sie sich nicht zum Tagesgeschehen äußert. Der Koalitionspartner FDP hingegen nimmt die Sorgen der Bürger ernst, die Bürger die Partei hingegen vollkommen zu Recht nicht. Bleibt die Hoffnung auf praktikable Vorschläge der Opposition. (Lautes Lachen aus dem Off)
Mittwoch, 27. Juli 2011
Shell: Geld für Luft und Liebe
Der Mineralölkonzern Shell versucht derzeit, mit Hilfe eines Modellprojekts neue Einnahmequellen zu erschließen. An einigen testweise ausgewählten Tankstellen wird von nun an Geld für die Benutzung der Reifenluftdruckgeräte verlangt. "1 Euro für fünf Minuten heiße Luft - da zahlen sie bei jedem Motivationsseminar mehr für", verteidigt Shell-Sprecher Matthias von Glischinski-Kurc das Vorhaben. Nachdem vor ein paar Jahren auch der Tankwart sein unnötiges Comeback bei Shell feierte, um vollbusigen Damen mit unterentwickelten Tankdeckelkenntnissen beim Einspritzen zu helfen, nun also die nächste Schnapsidee des weltgrößten Abzockerunternehmens.
Doch längst stehen weitere Ideen in der Pipeline. Wie aus einem vertraulichen Strategiepapier, das uns aus schmutzigen Quellen (Fantasie) zugespielt wurde, hervorgeht, plant Shell in den nächsten Jahren Zug um Zug neue Änderungen, um die Kassen zum Überlaufen zu bringen. So soll ab 2013 eine Parkgebühr auf dem Tankstellengelände eingeführt werden. Mit sekundengenauer Abrechnung soll verhindert werden, dass fettleibige Renter auf dem Weg zur Kasse und zurück zu viel Zeit verplempern und den nachfolgenden Verkehr aufhalten. Zudem wird ein Sparprogramm aufgesetzt, welches das Putzen der Tankstellentoilette aus dem Dienstplan streicht. Diese Maßnahme wird allerdings von den meisten Pächtern schon seit Jahren konsequent umgesetzt. Noch nicht genau terminiert sind die geplanten Einführungen einer "Wasser- und Schwammbenutzungspauschale" (1 Euro), einer "Betankungsschlauchbereitstellungsgebühr" (1 Euro) und des "Kassenbereitschaftsobolus" (1 Euro).
Doch längst stehen weitere Ideen in der Pipeline. Wie aus einem vertraulichen Strategiepapier, das uns aus schmutzigen Quellen (Fantasie) zugespielt wurde, hervorgeht, plant Shell in den nächsten Jahren Zug um Zug neue Änderungen, um die Kassen zum Überlaufen zu bringen. So soll ab 2013 eine Parkgebühr auf dem Tankstellengelände eingeführt werden. Mit sekundengenauer Abrechnung soll verhindert werden, dass fettleibige Renter auf dem Weg zur Kasse und zurück zu viel Zeit verplempern und den nachfolgenden Verkehr aufhalten. Zudem wird ein Sparprogramm aufgesetzt, welches das Putzen der Tankstellentoilette aus dem Dienstplan streicht. Diese Maßnahme wird allerdings von den meisten Pächtern schon seit Jahren konsequent umgesetzt. Noch nicht genau terminiert sind die geplanten Einführungen einer "Wasser- und Schwammbenutzungspauschale" (1 Euro), einer "Betankungsschlauchbereitstellungsgebühr" (1 Euro) und des "Kassenbereitschaftsobolus" (1 Euro).
Montag, 18. Juli 2011
Datenskandal bei REWE: Lieschen Müller gehackt!
Die Hacker-Skandale auf der Welt reißen nicht ab. Nach Telekom, Pentagon, Sony und Bundespolizei gibt es nun eine noch größere Katastrophe: Tausende Kundendaten des Lebensmittelanbieters "REWE" wurden gestohlen. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht absehbar, was die Ganoven mit den sensiblen Daten alles anfangen können", so ein geschockter Datenschützer.
"Es ist schon ein mehr als ungutes Gefühl, zu wissen, dass bösartige Menschen nun meinen Lieblings-Pudding kennen", macht die geschockte Lieschen Müller aus Wernigerode ihre Angst deutlich. "Und mein Trick, die Dr. Oetker-Backmischung als meine eigene Kuchenkreation zu verkaufen, ist nun wohl auch hinfällig". Auch Tierpfleger Hans Rabenau aus dem Tierpark Soest ist nach den Vorkommnissen stark verärgert. "Wenn meine Löwen nun anhand meiner Einkaufsdaten herausbekommen, dass ich Vegetarier bin, kann ich mich doch nie wieder bei denen im Gehege sehen lassen ohne ausgelacht oder zerfleischt zu werden! Ein Skandal ist das!"
REWE-Vorstandsboss Alain Caparros versucht derweil, die verunsicherten Kunden des Großkonzerns zu beruhigen. "Wenn die Trottel wüssten, an wieviele schmierige Drittfirmen wir ihre Einkaufsdaten tagtäglich übermitteln, würden die, äh...haben Sie schon unseren neuesten Prospekt gelesen? Drei Kilo Hack vom ungarischen Hausschwein für nur 2,99 Euro!"
"Es ist schon ein mehr als ungutes Gefühl, zu wissen, dass bösartige Menschen nun meinen Lieblings-Pudding kennen", macht die geschockte Lieschen Müller aus Wernigerode ihre Angst deutlich. "Und mein Trick, die Dr. Oetker-Backmischung als meine eigene Kuchenkreation zu verkaufen, ist nun wohl auch hinfällig". Auch Tierpfleger Hans Rabenau aus dem Tierpark Soest ist nach den Vorkommnissen stark verärgert. "Wenn meine Löwen nun anhand meiner Einkaufsdaten herausbekommen, dass ich Vegetarier bin, kann ich mich doch nie wieder bei denen im Gehege sehen lassen ohne ausgelacht oder zerfleischt zu werden! Ein Skandal ist das!"
REWE-Vorstandsboss Alain Caparros versucht derweil, die verunsicherten Kunden des Großkonzerns zu beruhigen. "Wenn die Trottel wüssten, an wieviele schmierige Drittfirmen wir ihre Einkaufsdaten tagtäglich übermitteln, würden die, äh...haben Sie schon unseren neuesten Prospekt gelesen? Drei Kilo Hack vom ungarischen Hausschwein für nur 2,99 Euro!"
Donnerstag, 14. Juli 2011
Hannover im Dunkeln: Stromausfall lähmt Großstadt
Die nach geschätzt 155 anderen Städten schönste Stadt Deutschlands, Hannover, wurde in der Nacht zum Donnerstag von einem kompletten Stromausfall heimgesucht. Ab 22:40 brach die gesamte Energieversorgung der niedersächsischen Gammelmetropole zusammen. Während sich die meisten Privatpersonen einen kuscheligen Abend bei Kerzenschein und gegenseitigen Vorwürfen ("Das ist sicher nur passiert, weil du immer das Licht im Bad brennen lässt!") machten, wurde die Nacht in Altenheimen und Krankenhäusern zu einer echten Herausforderung. "Ich hatte ständig Angst, in Urin und Kot zu treten, man sah ja nichts", so eine völlig fertige Schwester der Altenresidenz "Haus des letzten Gebetes" im Stadtteil Misburg-Nord. Auch mit den Beatmungsmaschinen gab es Probleme. "Unser Notstromaggregat bietet nur eine sehr begrenzte Energiezufuhr, so dass wir vor der schwierigen Entscheidung standen, unsere Patienten weiter am Leben zu halten oder einen leckeren heißen Kaffee aufzubrühen", wie Oberschwester Gisela aus dem Altenheim "Die drei alten Wachteln" zu Protokoll gab. Zur letztlich gefällten Entscheidung wollte sie vor der Presse jedoch keine Stellungnahme abgeben, was Raum zu widerwertigen Spekulationen lässt.
Auch der Straßenverkehr litt unter dem Stromausfall, Ampeln funktionierten in der ganzen Stadt nicht mehr. "Glücklicherweise herrscht nachts bei uns bekanntermaßen völlig tote Hose", so Bürgermeister Stephan Weil (SPD). "Der nette Nebeneffekt war zudem, dass die Blitzgeräte ebenfalls nicht aktiviert waren", wie der Porsche-Besitzer mit einem zwinkernden Lächeln verriet.
Für Unmut sorgten einige Diebe, die den Umstand ausgefallener Alarmanlagen kaltblütig ausnutzten, um sich an den Wertgegenständen der unternehmerischen Oberschicht zu bedienen. "Ich habe nur ein paar weiße Augen und Zähne an mir vorbeiflitzen sehen - man hatte keine Chance, die Bastarde aufzuhalten", empörte sich beispielsweise der Ladenbesitzer eines TV-Fachgeschäftes, der in der Nacht sechs LCD-Fernseher, eine Satellitenschüssel und zwei Klorollen einbüßte.
Erst nach Mitternacht wurde die Landeshauptstadt Niedersachsens wieder mit Energie versorgt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die meisten Menschen aber längst in ihren Betten und hofften selig darauf, dass der Wecker den Stromausfall nicht überleben würde.
Auch der Straßenverkehr litt unter dem Stromausfall, Ampeln funktionierten in der ganzen Stadt nicht mehr. "Glücklicherweise herrscht nachts bei uns bekanntermaßen völlig tote Hose", so Bürgermeister Stephan Weil (SPD). "Der nette Nebeneffekt war zudem, dass die Blitzgeräte ebenfalls nicht aktiviert waren", wie der Porsche-Besitzer mit einem zwinkernden Lächeln verriet.
Für Unmut sorgten einige Diebe, die den Umstand ausgefallener Alarmanlagen kaltblütig ausnutzten, um sich an den Wertgegenständen der unternehmerischen Oberschicht zu bedienen. "Ich habe nur ein paar weiße Augen und Zähne an mir vorbeiflitzen sehen - man hatte keine Chance, die Bastarde aufzuhalten", empörte sich beispielsweise der Ladenbesitzer eines TV-Fachgeschäftes, der in der Nacht sechs LCD-Fernseher, eine Satellitenschüssel und zwei Klorollen einbüßte.
Erst nach Mitternacht wurde die Landeshauptstadt Niedersachsens wieder mit Energie versorgt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die meisten Menschen aber längst in ihren Betten und hofften selig darauf, dass der Wecker den Stromausfall nicht überleben würde.
Mittwoch, 6. Juli 2011
Rückblick: With Full Force 2011
Am vergangenen Wochenende fanden wieder einige der vor allem bei den dem Alkohol zugeneigten jungen Erwachsenen höchst beliebten Festvials statt. Das Reload lud musikbegeisterte Hardcoretrinker, das Abi Festival Lingen hardcoretrinkbegeisterte Mächtergernstudenten, das SummerJam rauschbegeisterte Rastalocken, das Roskilde eventbegeisterte Rucksacktouristen mit Hang zum Vollsuff und das FullForce hardcoremusikbegeisterte Hardcoretrinker mit ostdeutschem Akzent ein. Insgesamt wurden in den letzten Tagen 1/3 des weltweiten Bierkonsums getätigt, zahlreiche Bastarde gezeugt, unzählige fremde Zelte als Toilette missbraucht, tausende Pavillons dem Wind geopfert und nackte Frauen beim Freitod frenetisch gefeiert - zusammengefasst also ein recht durchschnittliches Sommerwochenende.
Beim FullForce im ostdeutschen Löbnitz, einem klassischen Dörflein altdeutscher Baukunst (grauer Beton), feierten tausende Hardcore- und Metalfans ein weitgehend friedliches Fest im Schlamm. Durch Unmengen von prozentual hochwertigem Urin wurde das gesamte Gelände um den Flughafen Roitzschjora im Laufe des Wochenendes komplett in einen schmierigen, stinken Siffhaufen verwandelt, der teilweise von männlichen Besuchergruppen unter Zuhilfenahme der eignene Geschlechtsteile noch weiter umgepflügt wurde. Auch der Nieselregen und der unangenehm kalte Wind machte den Gästen zu schaffen und sorgte für einigen Unmut. "Mega geil hier!", "Fiiicköööön!", "Fuck you, you motherfucking cocksuckers!" und "Mein Glied ist zu groß, du bist zu eng", so nur einige der enttäuschten Aussagen von Zuschauern und Bands.
Dennoch wurden die meisten musikalischen Acts von den Besuchern mit vollem Körpereinsatz angefeuert. Wer nicht mindestens mit zwei blauen Augen, einer verlorenen Digitalkamera und zerrissenem T-Shirt aus dem Pit zurückkam, wurde vom Rest der Hardcore-Kiddies gnadenlos ausgelacht und zur Sau gemacht (Plüschkostüm). Meistgefeiertste Band war die Zigeunertruppe Skindred, die es mit lediglich zwei Songs schaffte, der frierenden Masse Tränen vor Enttäuschung in die Augen zu treiben. Ungewöhnlich schlecht an kam hingegen die amerikanische Hardcore-Combo Hatebreed. Aus Vorfreude wurde bei den meisten Zuschauern bereits nach den ersten paar Liedern unbändiger Hass, der sich im extremen gegenseitigen Anbrüllen, Herumschubsen und Gegeneinanderspringen entladen musste.
Für manche Kritik sorgte neben dem diskussionswürdigen Bier der Marke "Braustolz" auch der Becherpfand von 2 Euro. Aufgrund der metaltypischen Verpflichtung, beim Beginn einer Band den Wettbewerb "Wer wirft ihn höher?" durchzuführen, hatte kaum ein Festivalbesucher die Möglichkeit, sich den Pfand jemals wieder auszahlen zu lassen, was den Bierpreis auf satte 4,50 Euro steigen ließ.
Die Veranstalter sprachen derweil von einem "rundum gelungenen Festival". Besonders einige Ordner und Securities dürften mit Freunde auf die Veranstaltung zurückblicken. "Wir haben uns für Lau am ersten Abend so unglaublich einen weggeknallt", so eine dreißigjährige Ostbraut, die die ankommenden Autos auf verbotene Flaschen untersuchte. "Echt geil, was die Trottel alles so an Alkohol in unerlaubten Glasflaschen in ihren Karren mithatten- am besten waren die zwei Flaschen Asti, die ich abgestaubt habe - ich könnte jetzt noch kotzen!"
Auch die Mitarbeiter des auf dem Gelände eingerichteten Fundbüros konnten zufrieden mit ihrem Arbeitswochenende sein. "Schon klasse, welches Vetrauen die besoffenen Dummbatzen in uns setzen, wenn sie mit gefundenen Digicams vorbeikommen und diese abgeben. Aber nun entschuldigen Sie mich bitte, ich muss mit meinen drei Lastern 'Privateigentum' nach Hause juckeln."
Beim FullForce im ostdeutschen Löbnitz, einem klassischen Dörflein altdeutscher Baukunst (grauer Beton), feierten tausende Hardcore- und Metalfans ein weitgehend friedliches Fest im Schlamm. Durch Unmengen von prozentual hochwertigem Urin wurde das gesamte Gelände um den Flughafen Roitzschjora im Laufe des Wochenendes komplett in einen schmierigen, stinken Siffhaufen verwandelt, der teilweise von männlichen Besuchergruppen unter Zuhilfenahme der eignene Geschlechtsteile noch weiter umgepflügt wurde. Auch der Nieselregen und der unangenehm kalte Wind machte den Gästen zu schaffen und sorgte für einigen Unmut. "Mega geil hier!", "Fiiicköööön!", "Fuck you, you motherfucking cocksuckers!" und "Mein Glied ist zu groß, du bist zu eng", so nur einige der enttäuschten Aussagen von Zuschauern und Bands.
Dennoch wurden die meisten musikalischen Acts von den Besuchern mit vollem Körpereinsatz angefeuert. Wer nicht mindestens mit zwei blauen Augen, einer verlorenen Digitalkamera und zerrissenem T-Shirt aus dem Pit zurückkam, wurde vom Rest der Hardcore-Kiddies gnadenlos ausgelacht und zur Sau gemacht (Plüschkostüm). Meistgefeiertste Band war die Zigeunertruppe Skindred, die es mit lediglich zwei Songs schaffte, der frierenden Masse Tränen vor Enttäuschung in die Augen zu treiben. Ungewöhnlich schlecht an kam hingegen die amerikanische Hardcore-Combo Hatebreed. Aus Vorfreude wurde bei den meisten Zuschauern bereits nach den ersten paar Liedern unbändiger Hass, der sich im extremen gegenseitigen Anbrüllen, Herumschubsen und Gegeneinanderspringen entladen musste.
Für manche Kritik sorgte neben dem diskussionswürdigen Bier der Marke "Braustolz" auch der Becherpfand von 2 Euro. Aufgrund der metaltypischen Verpflichtung, beim Beginn einer Band den Wettbewerb "Wer wirft ihn höher?" durchzuführen, hatte kaum ein Festivalbesucher die Möglichkeit, sich den Pfand jemals wieder auszahlen zu lassen, was den Bierpreis auf satte 4,50 Euro steigen ließ.
Die Veranstalter sprachen derweil von einem "rundum gelungenen Festival". Besonders einige Ordner und Securities dürften mit Freunde auf die Veranstaltung zurückblicken. "Wir haben uns für Lau am ersten Abend so unglaublich einen weggeknallt", so eine dreißigjährige Ostbraut, die die ankommenden Autos auf verbotene Flaschen untersuchte. "Echt geil, was die Trottel alles so an Alkohol in unerlaubten Glasflaschen in ihren Karren mithatten- am besten waren die zwei Flaschen Asti, die ich abgestaubt habe - ich könnte jetzt noch kotzen!"
Auch die Mitarbeiter des auf dem Gelände eingerichteten Fundbüros konnten zufrieden mit ihrem Arbeitswochenende sein. "Schon klasse, welches Vetrauen die besoffenen Dummbatzen in uns setzen, wenn sie mit gefundenen Digicams vorbeikommen und diese abgeben. Aber nun entschuldigen Sie mich bitte, ich muss mit meinen drei Lastern 'Privateigentum' nach Hause juckeln."
Mittwoch, 29. Juni 2011
Klitschko vs. Haye - Der Kampf des Jahrtausends
Boxfans auf der ganzen Welt sehnen seit Monaten den kommenden Samstag herbei, wenn in Hamburg der Kampf des Jahrtausends stattfindet: Doktor gegen Unterschichtler, Kanisterkopf gegen Negerlippe, Anstand gegen Größenwahn - oder kurz: Klitschko gegen Haye. Über 40.000 Zuschauer werden den Kampf in der Imtech-Arena verfolgen, darunter ca. 5.000 C- und D-Promis. David Haye, gebürtiger Londoner, genießt große Sympathien in Deutschland. Durch sein angenehm zurückhaltendes Auftreten und seine differenzierten Aussagen im Vorfeld des Kampfes ("Ich werde Klitschko köpfen", "Er wird vor mir kriechen", "Ich muss aufs Klo, verfickt!") hat er sich weiteren Respekt bei den Sportfreunden erworben. Wladimir Klitschko lässt sich derweil durch die gespielte Freundlichkeit seines Gegners nicht aus der Ruhe bringen. "Ich mussen schlagen, konzentriere, muss schlagen meine Gegner", so der promovierte Hirntod. Auch Bruder Vitali fiebert dem Fight entgegen. "Meine Bruder hat Ehre zu verteidige. Von Familie. Muss schlagen auf Kopf von Gegner".
Der übertragende Fernsehsender RTL rechnet mit einer Rekord-Einschaltquote. "Zu diesem feierlichen Anlass werde ich mir ein ganz besonders hässliches Hemd aussuchen", kündigt Boxenschlampe Kai Ebel an. Auch Florian König freut sich auf den Samstag. Zusammen mit Luan Krasniqi wird er den Kampf moderieren. "Ich freue mich immer, wenn ich Boxen moderieren darf, weil ich dann wenigstens ein paar Mal im Jahr meinem Gesprächspartner geistig ebenbürtig bin", so der blonde Mikro-Engel.
Der übertragende Fernsehsender RTL rechnet mit einer Rekord-Einschaltquote. "Zu diesem feierlichen Anlass werde ich mir ein ganz besonders hässliches Hemd aussuchen", kündigt Boxenschlampe Kai Ebel an. Auch Florian König freut sich auf den Samstag. Zusammen mit Luan Krasniqi wird er den Kampf moderieren. "Ich freue mich immer, wenn ich Boxen moderieren darf, weil ich dann wenigstens ein paar Mal im Jahr meinem Gesprächspartner geistig ebenbürtig bin", so der blonde Mikro-Engel.
Dienstag, 28. Juni 2011
Forscher beweisen: 95% aller Facebook-Kommentare sind Unfug
Wie ein renommiertes syrisches Forschungsinstitut nach monatelanger Forschung nun herausgefunden hat, sind 95% aller im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlichter Kommentare unter Statuseinträgen "vollkommener Schwachfug". Die Wissenschaftler um Dr. Rezidad Mohabinidschad (53, Kameltreiber und Visionär) werteten dazu über einen Zeitraum von einem halben Jahr über 50.000 geschriebene Kommentare von Nutzern aus aller Herren Länder aus. "Die Erkenntnisse waren absolut erschreckend", so Forschungsassistent Bezud Mahadma (31, Kameltreiber und Küchenhilfe). "Kochrezepte, Nörgeln über den Arbeitgeber und ellenlanges Gequatsche über Alkohol, Wetter und Nuklearwaffen - die Menschen verschwenden kostbare Lebenszeit vor ihren zugekrümelten Tastaturen."
Lediglich einige deutsche User fielen den engagierten Forschern positiv auf. Die Vehemenz, beispielsweise auf dem offiziellen Profil von Torwart Manuel Neuer, mit der pubertierende Halbstarke unter Verwendung ihres echten Namens mit tiefgründig gewählten Argumenten diskutierten ("Hurensohn", "Verräter", "Bayernschwein") hebe sich "auf erfreuliche Weise vom biederen Auftreten der meisten anderen Nationen ab", so das überraschend positive Fazit des Abschlussberichtes.
Lediglich einige deutsche User fielen den engagierten Forschern positiv auf. Die Vehemenz, beispielsweise auf dem offiziellen Profil von Torwart Manuel Neuer, mit der pubertierende Halbstarke unter Verwendung ihres echten Namens mit tiefgründig gewählten Argumenten diskutierten ("Hurensohn", "Verräter", "Bayernschwein") hebe sich "auf erfreuliche Weise vom biederen Auftreten der meisten anderen Nationen ab", so das überraschend positive Fazit des Abschlussberichtes.
Freitag, 24. Juni 2011
Vorschau: Frauen-WM in Deutschland
Am Sonntag findet endlich das Großereignis statt, auf das sich Sportfans aus aller Welt schon seit langer Zeit freuen: der Europa-Grand Prix der Formel 1 in Spanien. Nebenbei startet in Deutschland auch die Weltmeisterschaft im Frauenfußball. Deutschland trifft im ersten Spiel auf Kanada und gilt als klarer Favorit auf den erneuten Titelgewinn. Die Männinnen von Trainerin Silvia Neid gehen entsprechend mit einer gehörigen Portion Anspannung und Respekt in das Turnier. "Die Bumskugeln putzen wir alle weg, da gibts nix", so beispielsweise Birgit Prinz vor dem WM-Auftakt. Torfrau Nadine Angerer ist dagegen etwas optimistischer. "Wir sind gut drauf, haben gut trainiert und wollen gut in die Zweikämpfe kommen", ließ die 32-Jährige in offensichtlich stumpf von den Männern abgekupferten Wortphrasen durchblicken.
Erwartet wird ein rauschendes Fußballfest in ganz Deutschland, jedenfalls in der Nähe von Brunnen. Eine ganz so große Begeisterung wie bei der Männer-WM 2006 dürfte es freilich nicht geben, weswegen die Stadtplaner in Berlin auch keine Fanmeile, sondern vorsichtshalber nur einen Fankilometer eingeplant haben. "Dafür gibt es aber auch Prosecco statt Bier und jede Menge Busengrapscher gratis", so ein strahlender Projektverantwortlicher.
Die deutsche Mannschaft bereitet sich seit Tagen intensiv auf den Turnierstart vor. "Wir haben in den letzten Tagen versucht, die Playboy-Shootings auf ein Minimum zu reduzieren und den Fokus mehr auf das Wesentliche gelegt: Tatort-Auftritte und Medienarbeit", wie die Präsidentin des WM-Organisationskomitees, Steffi Jones, verlauten ließ. Für die deutschen Mädels hat die Ex-Nationalspielerin noch einen besonderen Tipp auf Lager. "Genießt die paar Wochen im Rampenlicht, bevor ihr dann wieder in euren Dorfclubs jämmerlich in der Versenkung verschwindet", so der flammende Appell der Frankfurterin.
Erwartet wird ein rauschendes Fußballfest in ganz Deutschland, jedenfalls in der Nähe von Brunnen. Eine ganz so große Begeisterung wie bei der Männer-WM 2006 dürfte es freilich nicht geben, weswegen die Stadtplaner in Berlin auch keine Fanmeile, sondern vorsichtshalber nur einen Fankilometer eingeplant haben. "Dafür gibt es aber auch Prosecco statt Bier und jede Menge Busengrapscher gratis", so ein strahlender Projektverantwortlicher.
Die deutsche Mannschaft bereitet sich seit Tagen intensiv auf den Turnierstart vor. "Wir haben in den letzten Tagen versucht, die Playboy-Shootings auf ein Minimum zu reduzieren und den Fokus mehr auf das Wesentliche gelegt: Tatort-Auftritte und Medienarbeit", wie die Präsidentin des WM-Organisationskomitees, Steffi Jones, verlauten ließ. Für die deutschen Mädels hat die Ex-Nationalspielerin noch einen besonderen Tipp auf Lager. "Genießt die paar Wochen im Rampenlicht, bevor ihr dann wieder in euren Dorfclubs jämmerlich in der Versenkung verschwindet", so der flammende Appell der Frankfurterin.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Katastrophe für arme Filmliebhaber: kino.to gesperrt
Für Fans kostenlosen Popcornkinos vor dem heimischen Rechner dürfte der heutige Tag eine Katastrophe darstellen, die schlimmer wiegt als Fettleibigkeit, Lactoseintoleranz und Facebook-Partys zusammen: die beliebteste Moviestream-Seite im Netz, kino.to, wurde von bösen Ermittlern vom Netz genommen. Verhaftet wurden tausende Amateuraufnahmen von namhaften Hollywoodblockbustern (u.a. "Fluch der Karibik 4", "Gina Wild 6", "Schulmädchenreport 5"), die zur Stunde von Experten verhört werden. "Wir haben teilweise noch Probleme, die genauen Identitäten der Häftlinge festzustellen, da die meisten von ihnen fast vollkommen entstellt oder kaum zu verstehen sind", so einer der Ermittler. Man warte zur Zeit auf einen russischen Dolmetscher, da die Verdächtigen zum Großteil aus dem Land der Wolga zu stammen scheinen.
Filmfans aus aller Welt liegen sich derweil im Internet virtuell trauernd in den Armen. "Was soll ich denn nun heute Abend mit meiner Freundin machen?", so "joker77" völlig ratlos. "Ich habe extra schon Popcorn in die Mikrowelle gestellt, meine Steuererklärung gemacht und meine Freunde zum 'Hangover 2' - Gucken eingeladen, aber nun ist mein Tag vollkommen versaut", lässt "rapturecity4" seinem Frust im Dr. Sommer-Forum freien Lauf.
Videothekenbetreiber hingegen erwarten für heute Abend einen Anstrum, wie es ihn seit der Veröffentlichung von "Titanic" auf VHS nicht mehr gegeben hat. "Wir haben unsere Kapazitäten drastisch erhöht und vorsichtshalber von all unseren Filmen illegale Kopien angefertigt, um der zu erwartenden Nachfrage Herr zu werden", reibt sich Alfred Rödenbach vom Duisburger "Alpha-Video"-Verleih bereits die Hände.
Filmfans aus aller Welt liegen sich derweil im Internet virtuell trauernd in den Armen. "Was soll ich denn nun heute Abend mit meiner Freundin machen?", so "joker77" völlig ratlos. "Ich habe extra schon Popcorn in die Mikrowelle gestellt, meine Steuererklärung gemacht und meine Freunde zum 'Hangover 2' - Gucken eingeladen, aber nun ist mein Tag vollkommen versaut", lässt "rapturecity4" seinem Frust im Dr. Sommer-Forum freien Lauf.
Videothekenbetreiber hingegen erwarten für heute Abend einen Anstrum, wie es ihn seit der Veröffentlichung von "Titanic" auf VHS nicht mehr gegeben hat. "Wir haben unsere Kapazitäten drastisch erhöht und vorsichtshalber von all unseren Filmen illegale Kopien angefertigt, um der zu erwartenden Nachfrage Herr zu werden", reibt sich Alfred Rödenbach vom Duisburger "Alpha-Video"-Verleih bereits die Hände.
Freitag, 3. Juni 2011
Spanien vs. Deutschland - Gurkenkrieg in Europa
Die Ehec-Krise hat einen schweren diplomatischen Konflikt zwischen Spanien und Deutschland ausgelöst. Der südeuropäische Gurkenstaat kritisierte die Deutschen scharf für die ungerechtfertigte Panikmache vor spanischen Erzeugnissen. Man behalte sich "Maßnahmen und Schadensersatzforderungen vor", so der aufgebrachte Gurkenhäuptling José Luis Rodríguez Zapatero. In einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel machte er seinem Ärger Luft. In einer ersten Vergeltungsmaßnahme wies Zapatero die spanischen Hoteliers an, ihre Buffets für deutsche Touristen nur noch mit Gurken und Salat zu bestücken, das obligatorische Täfelchen Schokolade auf dem Hotelbett durch ein Rohkost-Körbchen zu ersetzen und dem Servicepersonal Tomaten auf die Augen zu binden. "Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt", so der sich in völlige Rage hineinsteigernde Regierungschef. Angela Merkel versuchte indes, den spanischen Wüterich zu besänftigen. "Als kleinen finanziellen Ausgleich habe ich Zapatero einige unserer Keditansprüche gegenüber Griechenland übertragen und ihm eine Eintrittskarte für ein Frauen-WM-Spiel seiner Wahl zuschicken lassen", ließ die Kanzlerin über ihren Kofferträger Steffen Seibert heute Morgen mitteilen.
Kriegsverbrecher Mladic: Verteidigungsstrategie gescheitert
Die Verteidigungsstrategie des serbischen Ex-Generals Ratko Mladic und seiner Anwälte ist gescheitert. Vor dem Uno-Tribunal in Den Haag versuchte der räudige Kriegsverbrecher mit der Aussage "Ich bin ein schwerkranker Mann" auf Verhandlungsunfähigkeit zu plädieren. Dem Vorsitzenden Richter kam danach jedoch nur ein genüssliches Schmunzeln über die Lippen. "Genau deswegen sind Sie ja schließlich hier", so Alphons Orie.
Dienstag, 31. Mai 2011
Der Himmel weint: Kachelmann ist frei!
In weiten Teilen Deutschlands ist es momentan zu beobachten: der Himmel weint. Vor Freude. Denn seit heute Morgen kurz nach neun herrscht endlich wieder Gerechtigkeit in diesem Lande: Wettergott Jörg Kachelmann ist ein freier Mann. Mit einem eindeutigen Freispruch ("...bleibt uns leider keine andere Wahl, als das verdammte Dreckschwein laufen zu lassen...") unter tosendem Applaus der zehntausend Saalgäste konnte Kachelmann das Gerichtsgebäude verlassen, zumindest, nachdem sein Chauffeur dreiundzwanzig Paparazzi und den wartenden Oliver Pocher überfahren hatte. Die Menschen in ganz Europa hoffen nun auf einen Rekordsommer. "Es ist davon auszugehen, dass der Super-Jörg richtig Gas gibt", so eine vor Glück an die nächste Straßenlaterne urinierende Hausfrau in Bergisch-Gladbach. "Ich habe meinen Grillkohlevorrat gleich nach Urteilsbekanntgabe bis zur Decke meines Carports aufgestockt", frohlockte auch ein einäugiger Rentner im schönen Cottbus. Die Sonnenschirmindustrie bereitet sich auf Absatzrekorde vor, Sonnencremeproduzenten rechnen mit Lieferengpässen. Als weitere erfreuliche Konsequenz aus dem Freispruch sank die Arbeitslosenzahl heute direkt unter die psychologisch wichtige Drei-Millionen-Marke. Lediglich eine Deutsche ist immer noch am Meckern: Alice Schwarzer. Für sie geht der heutige Tag als "schwarzer Dienstag" in die deutsche Geschichte ein. "Es fühlt sich für mich heute so an, als hätte man Hitler, bin Laden und Hugh Hefner gleichzeitig heilig gesprochen", so die widerliche Kackbratze.
Dienstag, 24. Mai 2011
Entscheidung: Dresden kämpft in Osnabrück
Obwohl man es nach den zahlreichen Medienberichten, die sich mit dem heutigen Relegationsspiel der 2. gegen die 3. Liga auseinandersetzen, kaum glauben mag: Dynamo Dresden ist noch nicht aufgestiegen und hat heute sogar einen Gegner: den VfL Osnabrück. Und Letztgenannter hat sogar objektiv gesehen die leicht bessere Ausgangssituation. Dank eines hervorragend herausgespielten Auswärtstreffers (Eigentor) beim Spiel in Dresden würde dem VfL sogar ein 0:0 für den Verbleib in der 2. Fußballbundesliga reichen. Zudem spielt die Mannschaft von einer unbekannten, weißhaarigen Trainermarionette und Joe Enochs heute zu Hause vor ausverkauftem Haus. Enochs hat seine lila-weißen Schützlinge perfekt auf den Gegner eingestellt. "Wir sind auf Krümel-Attacken vorbereitet", so der Amerikaner in Anspielung auf die mediengehypte "Dynamo-Oma", die die SGD-Spieler vor der langwierigen Anreise in die niedersächsische Provinz traditionell mit verfaultem Quarkgebäck mundtot machte. Beide Mannschaften werden heute von Beginn an mit ähnlicher taktischer Grundausrichtung beginnen. "Ich vermute, dass wir und der Gegner mit 11 Mann auflaufen werden", so Dynamo-Coach Ralf Looser.
Die Stimmung in Dresden ist derweil euphorisch. Allein vor der weltbekannten Frauenkirche sammelten sich am Wochenende dreißig Personen, um den vorausberechneten Weltuntergang zu feiern - der letztlich aber nicht eintrat. "Leider", so Polizeioberhauptamtsrevierkommisar Peter Gründke vom Rudelverband Niedersachsen-Ost-West-Mitte. Seinen Mannen und Männinnen steht möglicherweise ein heißer Abend bevor. Die Dynamo-Anhänger gelten in der Szene als die gewalttätigsten, nationalsozialistischten und ostdeutschesten überhaupt, gleich hinter den Fans von Magdeburg, Rostock, Leipzig, Chemnitz und 23 anderen Landkartenflecken mit Wohnungs- und Sportplatzaufkommen. Die Polizei will mit einem Großaufgebot Herr der Lage werden. Neben mehreren Tausendschaften wird unter anderem eine Kühe- und Schweinestaffel eingesetzt, die die Aggressionen der Gästefans auf sich lenken soll. "Wir wollen den beliebten Schlachtruf 'Kühe, Schweine, Osnabrück' einmal in die Tat umsetzen und gucken, was sich so entwickelt" ließ Gründke bei der Einsatzbesprechung am heutigen Morgen vernehmen.
Gut 16.000 Zuschauer werden ab 20:30 Uhr in der osnatel-Arena zugegen sein, in Dresden gibt es ein Public Viewing im Stadion, in Osnabrück wurde eigens ein abgetrennter Bereich für mitgereiste Dresdner C-Fans ohne Eintrittskarte geschaffen, indem sie sich ungestört mit Osnabrücker Eventfans prügeln können (Alando Maidorf). Das Staatsfernsehen überträgt die Partie live in 313 Länder, für die wegweisende Begegnung wurden extra aufwendige Vorberichte (u.a. Pele Wollitz im Weltraum, Bericht über die Dynamo-Oma) produziert, um 15 Minuten Sendezeit zu überbrücken. "Das wird ein Fest - jedenfalls für Krawallmacher und Leute die heute Geburtstag haben", verspricht N3-Programmleiter G.E. Zimmermann.
Die Stimmung in Dresden ist derweil euphorisch. Allein vor der weltbekannten Frauenkirche sammelten sich am Wochenende dreißig Personen, um den vorausberechneten Weltuntergang zu feiern - der letztlich aber nicht eintrat. "Leider", so Polizeioberhauptamtsrevierkommisar Peter Gründke vom Rudelverband Niedersachsen-Ost-West-Mitte. Seinen Mannen und Männinnen steht möglicherweise ein heißer Abend bevor. Die Dynamo-Anhänger gelten in der Szene als die gewalttätigsten, nationalsozialistischten und ostdeutschesten überhaupt, gleich hinter den Fans von Magdeburg, Rostock, Leipzig, Chemnitz und 23 anderen Landkartenflecken mit Wohnungs- und Sportplatzaufkommen. Die Polizei will mit einem Großaufgebot Herr der Lage werden. Neben mehreren Tausendschaften wird unter anderem eine Kühe- und Schweinestaffel eingesetzt, die die Aggressionen der Gästefans auf sich lenken soll. "Wir wollen den beliebten Schlachtruf 'Kühe, Schweine, Osnabrück' einmal in die Tat umsetzen und gucken, was sich so entwickelt" ließ Gründke bei der Einsatzbesprechung am heutigen Morgen vernehmen.
Gut 16.000 Zuschauer werden ab 20:30 Uhr in der osnatel-Arena zugegen sein, in Dresden gibt es ein Public Viewing im Stadion, in Osnabrück wurde eigens ein abgetrennter Bereich für mitgereiste Dresdner C-Fans ohne Eintrittskarte geschaffen, indem sie sich ungestört mit Osnabrücker Eventfans prügeln können (Alando Maidorf). Das Staatsfernsehen überträgt die Partie live in 313 Länder, für die wegweisende Begegnung wurden extra aufwendige Vorberichte (u.a. Pele Wollitz im Weltraum, Bericht über die Dynamo-Oma) produziert, um 15 Minuten Sendezeit zu überbrücken. "Das wird ein Fest - jedenfalls für Krawallmacher und Leute die heute Geburtstag haben", verspricht N3-Programmleiter G.E. Zimmermann.
Dienstag, 17. Mai 2011
Strauss-Kahn-Affäre: "Sie wollte es!"
Dominique Strauss-Kahn (62, hauptberuflicher Playboy und Franzose) streitet die Vorwürfe der Vergewaltigung und Freiheitsberaubung eines Zimmermädchens ab. Nachdem zuerst behauptet wurde, der IWF-Chef habe zum Tatzeitpunkt ein Alibi und sei gar nicht in seiner Suite gewesen, gab er nun zu, die afrikanische Hotelangestellte "in die französische Kunst der Liebe eingeweiht" zu haben. Das Ganze sei jedoch auf freiwilliger Basis geschehen. "Oder sehen sie etwa irgendwelche Beißspuren an meinem beneidenswerten Gemächt?", so der provokant-genervte französische Präsidentschaftskandidat der Sozialisten. Politiker in Europa hielten sich mit Bewertungen des Vorfalls betont zurück. "Widerlich, dieses Dreckschwein", erboste sich Angela Merkel über Guido Westerwelle, während lediglich Silvio Berlusconi deutliche Kritik an Strauss-Kahn äußerte. "Wenn der meint, er könne es mit mir und meinem Ruf aufnehmen, hat sich dieser Froschfresser aber gehörig getäuscht", so der beliebte Rassist.
Samstag, 14. Mai 2011
Der Schuss ging nach hinten los: Facebook überführt
Desaster für das weltgrößte Social Network Facebook. Gestern kam heraus, dass das Unternehmen eine PR-Agentur damit beauftragte, negative Berichterstattung über Konkurrent Google zu forcieren und unter verschleierter Herkunft in diversen Medien zu veröffentlichen. Unter anderem wurde behauptet, Google sei schwul, herzlos und ein profitorientiertes Unternehmen, welches den Datenschutz der Nutzer nicht respektiere. Der Bumerang kommt nun, nachdem der perfide Schachzug ans Licht der Öffentlichkeit gekommen ist, natürlich zurückgeflogen, und zwar in Aborigines-Geschwindigkeit. "Wer im Serverhaus sitzt, sollte nicht mit Daten werfen", so ein unbekannter IT-Experte mit Hang zum lachhaften Ummodellieren bekannter Sprichwörter.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (bekannt aus dem Film »Social Network«) versucht nun zu retten, was nicht mehr zu retten ist: sein Marmeladenbrot, das heute morgen unweigerlich mit der beschmierten Seite nach unten auf den Boden seiner bescheidenen Protzvilla gefallen ist sowie seinen guten Ruf. »Ihr versteht das alles falsch« erklärte der Facebook-Gründer. "In Wahrheit wollte ich nur - oh, sehen Sie mal, ein rosa Elefant, Sie entschuldigen mich..."
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (bekannt aus dem Film »Social Network«) versucht nun zu retten, was nicht mehr zu retten ist: sein Marmeladenbrot, das heute morgen unweigerlich mit der beschmierten Seite nach unten auf den Boden seiner bescheidenen Protzvilla gefallen ist sowie seinen guten Ruf. »Ihr versteht das alles falsch« erklärte der Facebook-Gründer. "In Wahrheit wollte ich nur - oh, sehen Sie mal, ein rosa Elefant, Sie entschuldigen mich..."
Einige Mitarbeiter des Social Network-Giganten sind unzufrieden mit der Vorgehensweise ihres Chefs - als Protestreaktion wurde sein Profil vorübergehend gesperrt. Dumm nur, dass es sich um das falsche handelte - nämlich um das des Namensvetters und Insolvenzanwaltes Mark S. Zuckerberg aus Indianapolis. Dieser nahm die Sache jedoch gelassen, nachdem Facebook sich per Rohrpost bei ihm entschuldigt und ihn wieder freigeschaltet hatte. "Ich sehe mich in dieser Sache als geduldigen Geier, der auf seine Beute wartet. Ich habe Zeit.", so S. Zuckerberg in Erwartung eines in naher Zukunft eventuell eintretenden finanziellen Kollapses des Internetriesen.
Bei Google kann man sich ein Lachen über das gescheiterte Diffamierungsprogramm nicht verkneifen. "Solche Tage sind Tage, für die man morgens aufsteht und sich vorm Spiegel die Hautfetzen zurechtrückt", gab ein verschmitzt grinsender Larry Page zu Protokoll. "Ich liebe es, wenn sich unsere Konkurrenz ohne unser Zutun selbst zerstört."
Mittwoch, 11. Mai 2011
Tonprobleme: Grand-Prix-Premiere missglückt
Beim gestrigen ersten Halbfinale des Eurovison Song Contest (ESC) musste die Düsseldorfer Esprit-Arena und die gesamte Sendetechnik ihre Feuertaufe bestehen. Doch wie schon der Volksmund sagt: Wo getauft wird, fallen auch Säuglinge - und so lief gestern beileibe nicht alles nach Plan. Die Techniker hatten mit schwerwiegenden Tonproblemen zu kämpfen, so dass der allseits beliebte ESC-Kommentator Peter Urban (97, zwei Beine, zwei Arme, ein Rumpf, ein Kopf) erst gar nicht mehr und dann nur noch über eine schlechte Telefonverbindung zur gebannt vor dem Fernseher hockenden Nation durchdringen konnte. Beim übertragenden Sender Pro7 entschuldigte man sich heute für die Panne. "Es tut uns aufrichtig leid, dass wir nicht auch noch die musikalischen Darbietungen ton- und am besten bildlos übertragen haben, doch unser Aufnahmeleiter ist leider schon während des ersten Liedes an seinem eigenen Erbrochenen erstickt."
Derweil bereitet sich Lena professionell auf ihren großen Auftritt beim Finale am Samstag vor. Neben unzähligen verwackelten Nerv-Videos für ihre Fanpage produziert die 19-Jährige weiterhin auch amateurhafte Einspielfilmchen für ihre Facebook-Seite, in denen sie gespielt gute Laune zur Schau stellt und wie von einer Horde Watussirinder verfolgt durch die Gegend hüpft und nach Worten ringt. "Total krass-geil hier", so die euphorische Hannoveranerin, die nur noch Bruchteile vom Nervgrad einer Verona Pooth entfernt ist.
Die Performance zu ihrem ESC-Song "Rangenommen und durchgevögelt von einem Fremden" sitzt, die Ganzkörperkondom-Kostüme der Backgroundtänzer ebenso - jetzt fehlt nur noch das Quentchen Glück bei der Abstimmung und einer weiteren deutschlandweiten Party dürfte nichts mehr im Wege stehen - außer dem berechtigte Desinteresse der Einwohner dieses so oft gebeutelten Landes.
Derweil bereitet sich Lena professionell auf ihren großen Auftritt beim Finale am Samstag vor. Neben unzähligen verwackelten Nerv-Videos für ihre Fanpage produziert die 19-Jährige weiterhin auch amateurhafte Einspielfilmchen für ihre Facebook-Seite, in denen sie gespielt gute Laune zur Schau stellt und wie von einer Horde Watussirinder verfolgt durch die Gegend hüpft und nach Worten ringt. "Total krass-geil hier", so die euphorische Hannoveranerin, die nur noch Bruchteile vom Nervgrad einer Verona Pooth entfernt ist.
Die Performance zu ihrem ESC-Song "Rangenommen und durchgevögelt von einem Fremden" sitzt, die Ganzkörperkondom-Kostüme der Backgroundtänzer ebenso - jetzt fehlt nur noch das Quentchen Glück bei der Abstimmung und einer weiteren deutschlandweiten Party dürfte nichts mehr im Wege stehen - außer dem berechtigte Desinteresse der Einwohner dieses so oft gebeutelten Landes.
Donnerstag, 5. Mai 2011
"It´s done!" - Duke Nukem Forever ist Realität
Nach 15 Jahren schier unendlicher Wartezeit kam nun die für viele Hardcore-Gamer beste Nachricht ihres Lebens: Duke Nukem Forever ist fertig! Das Entwicklerteam von Gearbox verspricht, dass die lange Entwicklungszeit den Spielern zugute kommen wird. "Wir haben den Duke auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht", so Chefentwickler Dave Bluescreen. "Das Spiel wird sich im DOS-Emulationsmodus unter Windows XP flüssig spielen lassen, wir haben sogar eine Maus-Steuerung integriert, die neuesten SVGA-Grafikeffekte werden den Gamern die Tränen in die Augen treiben und der SoundBlaster 16-Support verspricht Gedudel vom Allerfeinsten! Und habe ich schon die enorme Anzahl von Brüsten erwähnt?"
Clinton: Kein Entsetzen im Situation Room
Die in kleinen Fachkreisen möglicherweise beliebte US-Außenministerin Hillary Clinton hat die allgemeine Interpretation des seit Montag um die Welt gehenden Bildes aus dem "Situation Room" zurückgewiesen. Auf dem Foto ist die geografisch unterbelichtete Politikerin zu sehen, wie sie die Hand vor den Mund hält, was zur weitverbreiteten Annahme führte, sie seie die einzige Person gewesen, die so etwas wie Gefühle bei dem Erschießungsvorgang Osama Bin Ladens zeigte. "Diese Wahrnehmung der Öffentlichkeit weise ich mit aller Deutlichkeit zurück", so Clinton am heutigen Tage. In Wahrheit habe sie lediglich ihr hämisches, von hysterischer Freude ausgelöstes Lachen vor der Kamera verbergen wollen.
Mittwoch, 4. Mai 2011
Pure Glücksgefühle: Amerikaner erschießt unbewaffneten Mann!
Seit in der Nacht zum Montag ein unbewaffneter, bärtiger Mann von einem Mitglied einer spezialen Spezialeinheit der US-Army in einem pakistanischen Kaff brutal erschossen wurde, herrscht in weiten Teilen unseres Planeten ausgelassene Partystimmung. "Es ist so klasse, dass die einen Menschen umgebracht haben", "Ich würde gerne die Aufnahmen sehen" und "Voll das Opfer, Alter" - so lässt sich die Stimmung in Amerika und Europa mittels dreier erfundener Zitate vorzüglich auf den Punkt bringen. Unter geht dabei fast, dass auch noch vier weitere Muslime erschossen wurden, was allerdings von der Weltöffentlichkeit als "nicht so wichtig" eingestuft wird - möglicherweise, da unter den Opfern auch eine Frau ist.
Nicht nur das einfache Volk, sondern auch hochrangige Politiker des Westens äußerten sich euphorisch über die Nacht-und-Nebelaktion der Amerikaner. "Von meinen Playstation spielenden Kindern weiß ich, wie schwer solche Headshots sind, deswegen habe ich umso mehr Respekt vor dem Todesschützen", so beispielsweise die zweiunddreißigfache Mutter und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Bundeskanzlerin Merkel würdigte den "geschickten Wahlkampfschachzug" ihres Kollegen Obama, der es verstehe, "im richtigen Moment die richtigen Signale" zu setzen. In Geheimdienstkreisen wird gemunkelt, dass auch die Kanzlerin vergleichbare Ideen für den nächsten Wahlkampf in Petto habe, sich aber noch nicht im Klaren darüber sei, welches der zur Alternative stehenden Opfer (Westerwelle, Friedman, Sarrazin) den gewinnbringendsten Umfrageeffekt zur Folge habe.
Vereinzelt gibt es jedoch auch kritische Stimmen, die den gewaltsamen Tod von Menschen und sogar Muslimen verurteilen. Die amerikanische Regierung versucht die Vorwürfe, die Einsatzkräfte hätten einen wehrlosen Mann unnötigerweise getötet, statt ihn festzunehmen und jahrelang zu foltern, zu entkräften. Es wurde zwar mittlerweile bestätigt, dass das Opfer tatsächlich keine Waffe zur Hand hatte, jedoch habe es "eine bedrohliche Handbewegung" gemacht (Mittelfinger). "Dann begann der abscheulich stinkende Bartträger mit menschlichen Schutzschilden um sich zu werfen - da ist den Einsatzkräften dann verständlicherweise der Geduldsfaden gerissen und sie haben ihn hingerichtet", so die einfühlsame Richtigstellung des CIA-Direktors Leon Panetta. Um die Stimmung in der arabischen Welt zu besänftigen, habe man den "übel zugerichteten Leichnam" dann in einen "ranzigen Kartoffelsack gepackt, drei schwere Schweineköpfe angebunden und den Haien zum Fraß vorgeworfen."
Nicht nur das einfache Volk, sondern auch hochrangige Politiker des Westens äußerten sich euphorisch über die Nacht-und-Nebelaktion der Amerikaner. "Von meinen Playstation spielenden Kindern weiß ich, wie schwer solche Headshots sind, deswegen habe ich umso mehr Respekt vor dem Todesschützen", so beispielsweise die zweiunddreißigfache Mutter und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Bundeskanzlerin Merkel würdigte den "geschickten Wahlkampfschachzug" ihres Kollegen Obama, der es verstehe, "im richtigen Moment die richtigen Signale" zu setzen. In Geheimdienstkreisen wird gemunkelt, dass auch die Kanzlerin vergleichbare Ideen für den nächsten Wahlkampf in Petto habe, sich aber noch nicht im Klaren darüber sei, welches der zur Alternative stehenden Opfer (Westerwelle, Friedman, Sarrazin) den gewinnbringendsten Umfrageeffekt zur Folge habe.
Vereinzelt gibt es jedoch auch kritische Stimmen, die den gewaltsamen Tod von Menschen und sogar Muslimen verurteilen. Die amerikanische Regierung versucht die Vorwürfe, die Einsatzkräfte hätten einen wehrlosen Mann unnötigerweise getötet, statt ihn festzunehmen und jahrelang zu foltern, zu entkräften. Es wurde zwar mittlerweile bestätigt, dass das Opfer tatsächlich keine Waffe zur Hand hatte, jedoch habe es "eine bedrohliche Handbewegung" gemacht (Mittelfinger). "Dann begann der abscheulich stinkende Bartträger mit menschlichen Schutzschilden um sich zu werfen - da ist den Einsatzkräften dann verständlicherweise der Geduldsfaden gerissen und sie haben ihn hingerichtet", so die einfühlsame Richtigstellung des CIA-Direktors Leon Panetta. Um die Stimmung in der arabischen Welt zu besänftigen, habe man den "übel zugerichteten Leichnam" dann in einen "ranzigen Kartoffelsack gepackt, drei schwere Schweineköpfe angebunden und den Haien zum Fraß vorgeworfen."
Donnerstag, 28. April 2011
DTM vor dem Auftakt - Ralf Schumacher angriffslustig
Der beliebteste deutsche Rennfahrer nach Sebastian Vettel, Michael Schumacher, Nick Heidfeld, Adrian Sutil, Timo Glock, Christian Abt und zahllosen anderen, Ralf Schumacher, zeigt sich vor dem Start der neuen DTM-Saison angriffslustig. "Es ist mein viertes Jahr, die Lehrjahre sind endgültig vorbei", so der notorisch erfolglose Weltmeisterbruder. Nachdem er mit großem Wirbel 2007 in die DTM gewechselt war, ist es bislang aus sportlicher Sicht mehr als still um ihn gewesen. Seine größten Erfolge sind bisher das erfolgreiche Absolvieren der Einführungsrunde des Zandvoort-Grand Prix 2008 sowie ein geglücktes Ramm-Manöver gegen seinen Teamkollegen Bruno Spengler bei einem Edeka-Einkauf im Herbst 2009.
Trotz dieser verheerenden Bilanz, die seine ebenfalls schon mehr als unterirdische Formel1-Karriere locker unterbietet, gibt Schumacher nicht auf. Dieses Jahr wolle er "um das Treppchen mitfahren", wie er einem Schülerzeitungsredakteur verriet, ohne jedoch konkret zu benennen, ob damit das Treppchen zu seinem Teambus oder gar die Holzstufen des Caports seiner heimischen Protzvilla gemeint ist. Mercedes-Teamchef Norbert Haug ist jedoch ebenfalls zuversichtlich. "Sofern Ralf nicht im Rückwärtsgang startet, kann es ja eigentlich nur bergauf gehen", so der gewichtige Renndödel.
Trotz dieser verheerenden Bilanz, die seine ebenfalls schon mehr als unterirdische Formel1-Karriere locker unterbietet, gibt Schumacher nicht auf. Dieses Jahr wolle er "um das Treppchen mitfahren", wie er einem Schülerzeitungsredakteur verriet, ohne jedoch konkret zu benennen, ob damit das Treppchen zu seinem Teambus oder gar die Holzstufen des Caports seiner heimischen Protzvilla gemeint ist. Mercedes-Teamchef Norbert Haug ist jedoch ebenfalls zuversichtlich. "Sofern Ralf nicht im Rückwärtsgang startet, kann es ja eigentlich nur bergauf gehen", so der gewichtige Renndödel.
Mittwoch, 27. April 2011
Reiseführer: Prag
Wer kennt sie nicht, die allwöchentliche Frage nach dem nächsten Urlaubsziel? Malediven? Sand gibts auch auf dem Spielplatz genug. USA? Fettt werden kann man auch in Deutschland. Naher Osten? Guter Witz. Türkei? Wird schon einen Grund haben, warum die alle bei uns sind. Warum also nicht mal einen Abstecher ins benachbarte Tschechien wagen? Dort kommt - außer man steht auf zerfallene Dörfer, in denen zur Mittagszeit volltrunkene Saufbolde die Berge herunterstolpern - als Zielort nur die Hauptstadt Prag in Frage.
Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Prag die bevölkerungsreichste Stadt Tschechiens. Die Stadt durchzieht eine durch Gotik und Barok geprägte Baukunst, die zum Teil sogar noch in gutem, touristenfototauglichen Zustand vorliegt. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Karlsbrücke, die die Moldau (von vielen Menschen auch liebevoll "Wolga" genannt) geschichtsträchtig überspannt. Auf der Karlsbrücke pulsiert das Leben. Dichtgedrängt versuchen Touristen aus allen Ländern der Welt (Deutschland, Italien, England, sowie vereinzelt Deutsche und Italiener), möglichst viele undurchdringbare Menschentrauben zu bilden, während sie gleichzeitig dutzende Male die Brücke und den Fluss aus allen erdenklichen Winkeln fotografieren. Untermalt wird das Geschiebe von einer sanften Symphonie verschiedender bettelnder Musiker, die ihre musikalischen Fähigkeiten auf Bratsche, Flöte oder Gitarre der Weltöffentlichkeit präsentieren. Zudem gibt es erlesene Schmuckstücke wie mundegblasene Holzringe, von Kindern geklöppelte Halsketten und wertvolle Figuren in Hülle und Fülle zu ergattern. Wer davon noch nicht genug hat, kann sich einem der zahlreichen anwesenden Zeichenkünstlern hingeben und von sich und der Liebsten in nur 4 Minuten eine Karikatur anfertigen lassen, die noch auf der Heimreise zerknittert im Mülleimer auf der Autobahnraststätte Radefeld landet.
Ein Gang auf die auf einem Berg gelegene Prager Burg ist nur für halbwegs sportliche Touristen empfehlenswert, die zudem das Fehlen einer Pommesbude im dort befindlichen Veitsdom verschmerzen können. Für den leidvollen Aufstieg wird man jedoch spätestens dann entschädigt, wenn man sich später in der Innenstadt beim McDonalds ein leckeres Orangensaft-Trinkpäckchen gönnt.
Bei gutem Wetter ist zudem eine Treetbootfahrt auf der Moldau ein lohnenswertes Unterfangen. Die langen Wartezeiten können durch ein paar simple Tricks (Bombendrohung, Kapern, etc.) deutlich verkürzt werden, so dass man in aller Ruhe eine Kiste Gambrinus auf hoher See leeren und den am Ufer Zurückgebliebenen mit dem nackten Arsch gröhlend seine Wertschätzung zu Teil kommen lassen kann.
Das Thema "Bier" gehört zu den angenehmsten Seiten der tschechischen Metropole. Selbst in den bestgelegensten Restaurants bekommt der durstige Tourist einen halben Liter frisch gezapftes Gambrinus zu einem Preis, bei dem manch deutsche Klofrau immer noch missmutig mit der Nase rümpfen würde (1,50 €). Die Dumpingpreise bei den alkoholischen Getränken wissen die Restaurantbetreiber jedoch durch geschickte Firmenpolitik (Wechselgeldbeschiss, falsche Rechnungslegung) zumeist auszugleichen. Beim Bezahlvorgang gilt also, höchste Vorsicht walten zu lassen. Im Praxistest hat sich die Drohnung, beim nächsten Besuch nur noch auf Ketten in die Stadt gefahren zu kommen, als am durchschlagskräftigsten erwiesen.
Ein weiteres Highlight stellt der Orloj, eine astronomische Uhr am historischen Rathaus, dar. Zur vollen Stunde sammeln sich wahre Menschenmassen auf dem Platz, um das gigantische, einminütige Schauspiel, bei dem sich lieblos dahingeschnitzte Holzfiguren zu einem belanglosen Gebimmel bewegen und ein demotivierter Trompetenheini ein paar Töne in alle Himmelsrichtungen furzt, mitzuerleben. Nach dieser Enttäuschung empfiehlt sich Neuankömmlingen zuallererst der Besuch in einer Wechselstube, um Bargeld für das anschließende Besäufnis einzutauschen. So fortschrittlich Tschechien auch in mancherlei Hinsicht ist (hier bitte selbsterfundenes Beispiel einsetzen), so rückständig ist es in seiner Währung. Noch immer setzt das verträumte Land auf die ehrwürdige Tschechische Krone. Bringt man als ausländischer Tourist genug Zeit mit, kann man sich mindestens die ersten drei Tage des Pragaufenthaltes damit vertreiben, die Kurse der häufiger als McDonalds in New York anzutreffenden Wechselstuben ("CHANGE") zu vergleichen.
In Punkto Abendgestaltung bietet die aus Gründen "Goldene Stadt" genannte Metropole ein reichhaltiges Angebot. Neben Stripclubs, Schwulenbars und House-Discos kann der geneigte Partygänger auch auf ein großes Repertoire aus Sexshops, Homoclubs und Electro-Dissen blicken. Besonders positiv zu erwähnen ist die allgemeine Drogenfreundlichkeit, die es einem ermöglicht, bereits ab dem morgendlichen Frühstück per Passivrauchen high zu werden.
Verkehrstechnisch gibt es in Prag nichts zu bemängeln. Straßenbahn, U-Bahn, Busse - all das gibt es zu Preisen, zu denen ein Fußmarsch unter Berücksichtigung der Sohlen-, Gelenk- und Nervenbelastung im Vergleich klar den kürzeren zieht. Auch die Anreise nach Prag ist dank omelettgroßer Straßenkrater mit einem Luftkissenboot komfortabel zu bewerkstelligen. Nach langer Fahrt empfiehlt sich eine Thai-Massage oder eine standesgemäße Prügelei in der Prager Obdachlosenszene.
Bei der Wahl der Unterkunft hat man, je nach Geldbeutel, einen nahezu unendlichen Spielraum. Vom organhandelnden Hostel mit Schienenanschluss über negerbetriebene Behausungen mit hakelndem Kickertisch bis hin zum schwanzverlängernden Kempinski-Hotel sind alle Komfortkategorien in Prag zu finden. Besonders auch für ein gemütliches Abendessen zu empfehlen ist das Brauereihotel U Medvídků, welches als exklusive Attraktion nicht nur die unfreundlichsten, griesgrämigsten und menschenverachtensten Angestellten, sondern auch das angeblich stärkste Bier der Welt, das "XBEER-33" selbst zusammenbraut. Als besondere Essenspezialität sei zudem jedem Besucher das berühmte "Lendendings" ans Herz gelegt.
Als abschließendes Fazit kann also konstatiert werden, dass Leute, die keine Angst vor bescheißenden Kellnern, Massen von Italienern oder für Bootsfahrten werbenden Piraten haben, sich in Prags Hauptstadt mehr als wohl fühlen und die Reise nach Tschechien nicht bereuen werden.
Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Prag die bevölkerungsreichste Stadt Tschechiens. Die Stadt durchzieht eine durch Gotik und Barok geprägte Baukunst, die zum Teil sogar noch in gutem, touristenfototauglichen Zustand vorliegt. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Karlsbrücke, die die Moldau (von vielen Menschen auch liebevoll "Wolga" genannt) geschichtsträchtig überspannt. Auf der Karlsbrücke pulsiert das Leben. Dichtgedrängt versuchen Touristen aus allen Ländern der Welt (Deutschland, Italien, England, sowie vereinzelt Deutsche und Italiener), möglichst viele undurchdringbare Menschentrauben zu bilden, während sie gleichzeitig dutzende Male die Brücke und den Fluss aus allen erdenklichen Winkeln fotografieren. Untermalt wird das Geschiebe von einer sanften Symphonie verschiedender bettelnder Musiker, die ihre musikalischen Fähigkeiten auf Bratsche, Flöte oder Gitarre der Weltöffentlichkeit präsentieren. Zudem gibt es erlesene Schmuckstücke wie mundegblasene Holzringe, von Kindern geklöppelte Halsketten und wertvolle Figuren in Hülle und Fülle zu ergattern. Wer davon noch nicht genug hat, kann sich einem der zahlreichen anwesenden Zeichenkünstlern hingeben und von sich und der Liebsten in nur 4 Minuten eine Karikatur anfertigen lassen, die noch auf der Heimreise zerknittert im Mülleimer auf der Autobahnraststätte Radefeld landet.
Ein Gang auf die auf einem Berg gelegene Prager Burg ist nur für halbwegs sportliche Touristen empfehlenswert, die zudem das Fehlen einer Pommesbude im dort befindlichen Veitsdom verschmerzen können. Für den leidvollen Aufstieg wird man jedoch spätestens dann entschädigt, wenn man sich später in der Innenstadt beim McDonalds ein leckeres Orangensaft-Trinkpäckchen gönnt.
Bei gutem Wetter ist zudem eine Treetbootfahrt auf der Moldau ein lohnenswertes Unterfangen. Die langen Wartezeiten können durch ein paar simple Tricks (Bombendrohung, Kapern, etc.) deutlich verkürzt werden, so dass man in aller Ruhe eine Kiste Gambrinus auf hoher See leeren und den am Ufer Zurückgebliebenen mit dem nackten Arsch gröhlend seine Wertschätzung zu Teil kommen lassen kann.
Das Thema "Bier" gehört zu den angenehmsten Seiten der tschechischen Metropole. Selbst in den bestgelegensten Restaurants bekommt der durstige Tourist einen halben Liter frisch gezapftes Gambrinus zu einem Preis, bei dem manch deutsche Klofrau immer noch missmutig mit der Nase rümpfen würde (1,50 €). Die Dumpingpreise bei den alkoholischen Getränken wissen die Restaurantbetreiber jedoch durch geschickte Firmenpolitik (Wechselgeldbeschiss, falsche Rechnungslegung) zumeist auszugleichen. Beim Bezahlvorgang gilt also, höchste Vorsicht walten zu lassen. Im Praxistest hat sich die Drohnung, beim nächsten Besuch nur noch auf Ketten in die Stadt gefahren zu kommen, als am durchschlagskräftigsten erwiesen.
Ein weiteres Highlight stellt der Orloj, eine astronomische Uhr am historischen Rathaus, dar. Zur vollen Stunde sammeln sich wahre Menschenmassen auf dem Platz, um das gigantische, einminütige Schauspiel, bei dem sich lieblos dahingeschnitzte Holzfiguren zu einem belanglosen Gebimmel bewegen und ein demotivierter Trompetenheini ein paar Töne in alle Himmelsrichtungen furzt, mitzuerleben. Nach dieser Enttäuschung empfiehlt sich Neuankömmlingen zuallererst der Besuch in einer Wechselstube, um Bargeld für das anschließende Besäufnis einzutauschen. So fortschrittlich Tschechien auch in mancherlei Hinsicht ist (hier bitte selbsterfundenes Beispiel einsetzen), so rückständig ist es in seiner Währung. Noch immer setzt das verträumte Land auf die ehrwürdige Tschechische Krone. Bringt man als ausländischer Tourist genug Zeit mit, kann man sich mindestens die ersten drei Tage des Pragaufenthaltes damit vertreiben, die Kurse der häufiger als McDonalds in New York anzutreffenden Wechselstuben ("CHANGE") zu vergleichen.
In Punkto Abendgestaltung bietet die aus Gründen "Goldene Stadt" genannte Metropole ein reichhaltiges Angebot. Neben Stripclubs, Schwulenbars und House-Discos kann der geneigte Partygänger auch auf ein großes Repertoire aus Sexshops, Homoclubs und Electro-Dissen blicken. Besonders positiv zu erwähnen ist die allgemeine Drogenfreundlichkeit, die es einem ermöglicht, bereits ab dem morgendlichen Frühstück per Passivrauchen high zu werden.
Verkehrstechnisch gibt es in Prag nichts zu bemängeln. Straßenbahn, U-Bahn, Busse - all das gibt es zu Preisen, zu denen ein Fußmarsch unter Berücksichtigung der Sohlen-, Gelenk- und Nervenbelastung im Vergleich klar den kürzeren zieht. Auch die Anreise nach Prag ist dank omelettgroßer Straßenkrater mit einem Luftkissenboot komfortabel zu bewerkstelligen. Nach langer Fahrt empfiehlt sich eine Thai-Massage oder eine standesgemäße Prügelei in der Prager Obdachlosenszene.
Bei der Wahl der Unterkunft hat man, je nach Geldbeutel, einen nahezu unendlichen Spielraum. Vom organhandelnden Hostel mit Schienenanschluss über negerbetriebene Behausungen mit hakelndem Kickertisch bis hin zum schwanzverlängernden Kempinski-Hotel sind alle Komfortkategorien in Prag zu finden. Besonders auch für ein gemütliches Abendessen zu empfehlen ist das Brauereihotel U Medvídků, welches als exklusive Attraktion nicht nur die unfreundlichsten, griesgrämigsten und menschenverachtensten Angestellten, sondern auch das angeblich stärkste Bier der Welt, das "XBEER-33" selbst zusammenbraut. Als besondere Essenspezialität sei zudem jedem Besucher das berühmte "Lendendings" ans Herz gelegt.
Als abschließendes Fazit kann also konstatiert werden, dass Leute, die keine Angst vor bescheißenden Kellnern, Massen von Italienern oder für Bootsfahrten werbenden Piraten haben, sich in Prags Hauptstadt mehr als wohl fühlen und die Reise nach Tschechien nicht bereuen werden.
Mittwoch, 13. April 2011
Goodbye St. Pauli, hello SAP!
Holger Stanislawski hat heute bekanntgegeben, am Saisonende auf St. Pauli einen Schlussstrich zu ziehen und den Club gen Hoffenheim zu verlassen. Obwohl der "Kultclub vom Kiez" (Eigenwerbung/Mediengeplapper) mitten im Abstiegskampf steckt, scheint Stanislawski seinen Fokus auf seine eigene Karriere gelegt zu haben. Dabei soll Geld angeblich nicht das Hauptargument gewesen sein, denn niemand habe ihm mehr geboten als St. Pauli, wie der Coach heute betonte. Es sei jedoch Zeit für einen persönlichen Neuanfang und eine berufliche Weiterentwicklung. "Zudem möchte ich einmal Heimspiele haben, wo auch noch Zuschauer ins Stadion dürfen", so der 41-Jährige. Natürlich werde er den "etwas anderen Club" (Eigenwerbung/Mediengeplapper), bei dem er 18 Jahre lang tätig war, vermissen. "Diese niedliche Eisenbahn, die den VIPs ihr äußerst bodenständiges Essen vorbeibringt, ist schon einmalig, ebenso wie die überaus antifaschistischen Fans, die sogar den Konsum von vollen Bierbechern aus eigener Überzeugung ablehen."
Bei den Anhängern des "verrückten Hamburger Cubs" (Eigenwerbung/Mediengeplapper) stößt vor allem der Zeitpunkt der Wechselbekanntgabe und der zukünftige Club Stanislawskis auf Entrüstung, Abneigung und Wut. "Ich kann ihn verstehen", so beispielsweise "braunweiss_für_immer" in einem Internetforum. "Song2" hingegen äußert "volles Verständnis für Stani", während "acab07" von einem "logischen Schritt der Weiterentwicklung" spricht.
Bei der TSG Hoffenheim 1899 freut man sich derweil auf den neuen Coach. "Jetzt, da wir diesen Mann, dessen Namen eh keiner schreiben, lesen oder gar behalten konnte, endlich vor die Tür gesetzt haben, kann es endlich wieder aufwärts gehen", so Vereinsmaskottchen Dietmar "Die Zielscheibe" Hopp.
Bei den Anhängern des "verrückten Hamburger Cubs" (Eigenwerbung/Mediengeplapper) stößt vor allem der Zeitpunkt der Wechselbekanntgabe und der zukünftige Club Stanislawskis auf Entrüstung, Abneigung und Wut. "Ich kann ihn verstehen", so beispielsweise "braunweiss_für_immer" in einem Internetforum. "Song2" hingegen äußert "volles Verständnis für Stani", während "acab07" von einem "logischen Schritt der Weiterentwicklung" spricht.
Bei der TSG Hoffenheim 1899 freut man sich derweil auf den neuen Coach. "Jetzt, da wir diesen Mann, dessen Namen eh keiner schreiben, lesen oder gar behalten konnte, endlich vor die Tür gesetzt haben, kann es endlich wieder aufwärts gehen", so Vereinsmaskottchen Dietmar "Die Zielscheibe" Hopp.
Donnerstag, 7. April 2011
FDP: Wiedergeburt des Liberalismus?
Seit Dienstag steht es fest: Philipp Rösler stellt sich als neuer FDP-Parteichef zur Wahl und wird somit aller Voraussicht nach Nachfolger von Guido Westerwelle. Nach seinem Willen übernimmt er dann auch die von der Mehrzahl unterbelichteter Medien zu Unrecht als "Amt des Vizekanzlers" bezeichnete Aufgabe des Stellvertreters der Bundeskanzlerin. Westerwelle hingegen will sich voll auf seine Aufgabe als Außenminister konzentrieren, um in seiner verbleibenden Amtszeit "noch so viele Bündnispartner wie möglich zu verprellen", wie er kichernd mitteilte.
Doch nun steht nicht mehr der weggejagte Westerwelle, sondern der junge Rösler im Mittelpunkt des Medieninteresses. Bereits am Dienstagabend konnte er seine auswendig gelernten Thesen mit unnachahmlichem Charme auf diversen TV-Kanälen unter das gähnende Volk bringen. Er überzeugte durch schwammige Forderungen, weichgespülte und in Watte verpackte Schuldzuweisungen und sein ingesamt wunderschönes, bubenhaftes Auftreten. In der eigenen Partei gilt er als der Hoffnungsträger für die völlig verzweifelten Liberalen. "Dass man jetzt schon einem vietnamesischem Jüngling unsere Zukunft in die Hand legt, ist eigentlich unbegreiflich, aber besser als diesem dementen Greis oder der Ollen" - so der Haupttenor vieler Parteimitglieder.
Doch wer genau ist dieser Rösler eigentlich? Als Bundesgesundheitsminister verhielt er sich für viele Deutsche viel zu rückhaltend. Dennoch erreichte er von vielen unbemerkt erstaunliche Erfolge. Nicht nur dass er sich bei überbezahlten Ärzten und Doktoren unbeliebt machte, nein, er setzte außerdem eine revolutionäre Kostenbeschränkung für neue Medikamente durch und trieb so die gesamte Pharmabranche in Rage, die nun fürchtet, ihren Aktionären auf Jahreshauptversammlungen nur noch billigen Kaviar anbieten zu können.
Doch schon vor seiner Karriere im Bund machte Rösler - selbstverständlich ebenfalls weitgehend unbemerkt von der Großzahl der Deutschen - im Bauern- und Atomland Niedersachsen positiv auf sich aufmerksam. Als promovierter Augenarzt bewies er Weitsicht und sparte seine Kräfte für das höhere Amt auf. Das halbe Jahr als Wirtschaftsminister unter Christian Wulff überstand er schadlos und souverän, ohne die Arbeitslosenzahlen merklich in die Höhe zu treiben. Dem Ruf nach Berlin folgte der Vater von zwei Zwillingstöchtern erst nach reiflicher Überlegung (10 Minuten) und Abwägung familiärer Interessen (Geld). Schon bei diesem Schritt war ihm der Hang zur Selbstzerstörung deutlich anzumerken, ist doch das Amt des Gesundheitsministers bekanntermaßen eines der unpopulärsten im Lande.
Nun geht er seinen Weg jedoch konsequent weiter und wird in den nächsten Monaten versuchen, seine politische Karriere mit Hilfe einer am Boden liegenden Partei weiter in den Abgrund zu treiben, um sein Ziel, mit 45 Jahren die politische Karriere zu beenden, vielleicht noch früher zu erreichen als von vielen erwartet - dies wäre der größte Erfolg seiner Karriere.
Doch nun steht nicht mehr der weggejagte Westerwelle, sondern der junge Rösler im Mittelpunkt des Medieninteresses. Bereits am Dienstagabend konnte er seine auswendig gelernten Thesen mit unnachahmlichem Charme auf diversen TV-Kanälen unter das gähnende Volk bringen. Er überzeugte durch schwammige Forderungen, weichgespülte und in Watte verpackte Schuldzuweisungen und sein ingesamt wunderschönes, bubenhaftes Auftreten. In der eigenen Partei gilt er als der Hoffnungsträger für die völlig verzweifelten Liberalen. "Dass man jetzt schon einem vietnamesischem Jüngling unsere Zukunft in die Hand legt, ist eigentlich unbegreiflich, aber besser als diesem dementen Greis oder der Ollen" - so der Haupttenor vieler Parteimitglieder.
Doch wer genau ist dieser Rösler eigentlich? Als Bundesgesundheitsminister verhielt er sich für viele Deutsche viel zu rückhaltend. Dennoch erreichte er von vielen unbemerkt erstaunliche Erfolge. Nicht nur dass er sich bei überbezahlten Ärzten und Doktoren unbeliebt machte, nein, er setzte außerdem eine revolutionäre Kostenbeschränkung für neue Medikamente durch und trieb so die gesamte Pharmabranche in Rage, die nun fürchtet, ihren Aktionären auf Jahreshauptversammlungen nur noch billigen Kaviar anbieten zu können.
Doch schon vor seiner Karriere im Bund machte Rösler - selbstverständlich ebenfalls weitgehend unbemerkt von der Großzahl der Deutschen - im Bauern- und Atomland Niedersachsen positiv auf sich aufmerksam. Als promovierter Augenarzt bewies er Weitsicht und sparte seine Kräfte für das höhere Amt auf. Das halbe Jahr als Wirtschaftsminister unter Christian Wulff überstand er schadlos und souverän, ohne die Arbeitslosenzahlen merklich in die Höhe zu treiben. Dem Ruf nach Berlin folgte der Vater von zwei Zwillingstöchtern erst nach reiflicher Überlegung (10 Minuten) und Abwägung familiärer Interessen (Geld). Schon bei diesem Schritt war ihm der Hang zur Selbstzerstörung deutlich anzumerken, ist doch das Amt des Gesundheitsministers bekanntermaßen eines der unpopulärsten im Lande.
Nun geht er seinen Weg jedoch konsequent weiter und wird in den nächsten Monaten versuchen, seine politische Karriere mit Hilfe einer am Boden liegenden Partei weiter in den Abgrund zu treiben, um sein Ziel, mit 45 Jahren die politische Karriere zu beenden, vielleicht noch früher zu erreichen als von vielen erwartet - dies wäre der größte Erfolg seiner Karriere.
Freitag, 1. April 2011
Abenteuer Postagentur - Nur die Ruhigen überleben
Sie sprießen aus dem Boden wie räudige Hunde - Postagenturen. Seit Jahren schließt die Deutsche Post AG immer mehr ihrer liebgewonnenen, eigenen Filialen und setzt auf mutige Dritte, die in ihren Tankstellen oder Supermarktkiosken die Dienstleistungen des gelben Riesen an schwitzende Kunden verkaufen wollen. Für den Kunden bedeutet das eigentlich nur Vorteile. Er kann nach dem Großeinkauf beim Edeka schnell noch ein paar Dosen Hundefutter an die Geburtstag habende Oma verschicken, ohne einen Umweg in Kauf nehmen zu müssen. Oder sich schnell vom Postbank-Konto das benötigte Kleingeld für die teuren Kippen besorgen, die er dann nur einen Tresen weiter unter gierigem Gesabber bei derselben Verkäuferin bezahlen kann. Kurze Wege, voller Service - so weit die Theorie.
In der Praxis entpuppt sich das "Ich geh mal eben kurz noch zur Post"-Vorhaben jedoch meistens als nicht enden wollender Alptraum. Hat man gerade noch die Wartezeit an der Kasse des Supermarktes durch Verzehr seines halben Einkaufs knapp überlebt ohne den kleingeldsuchenden Rentnern die Fresse poliert oder der schmierigen, bei jedem dritten Artikel aus Wissenslücken die Kollegin um Rat suchenden Kassenkraft die für 15 Cent erworbene Plastiktüte bis zum Exitus über den Kopf gestülpt zu haben, wartet die eigentliche Zerreißprobe erst in der Schlange vor dem Schalter der Postagentur.
Denn, so muss man leidend feststellen, man ist mal wieder nicht der einzige, der eine Paketbenachrichtigungskarte im Briefkasten vorgefunden hat, obwohl man am Vortag die ganze Zeit zu Hause war. So findet man sich unvermittelt in einer müffelnden Schlange voller angewiderter Studenten, nach Knoblauch stinkender Türken und bis zur Unkenntlichkeit zerschminkter Möchtergern-Business-Ladys wieder. Die erste Einschätzung, dass ja nur fünf Personen vor einem sind und es deswegen schon nicht so lange dauern wird, muss man bereits nach fünf Minuten korrigieren, wenn man sieht, dass man noch keinen Zentimeter vorangekommen ist. Grund: natürlich wird von den zwei verfügbaren Schaltern nur einer benutzt, der zweite wird aus nachvollziehbaren Gründen seit jeher als Ablagefläche für sich stapelnde Pakete missbraucht - und Personal wäre ohnehin nicht vorhanden. Die einzige Hoffnung der Wartenden besteht in der kleinen, verlebten Frau, die zwischen Postschalter und Kioskkasse hin- und hertrabt, garniert mit einem Gesicht, das mehr Bände spricht als eine Bertelsmann-Enzyklopädie beinhaltet. Nennen wir sie Uschi.
Was bleibt einem nun übrig, außer den Blick in das Zeitschriftenregal schwenken zu lassen, neben dem man gerade ansteht. Pferdemagazine, so weit das Auge blickt. Währenddessen dringen Wortfetzen vom Schalter zum hinteren Teil der Schlange. Natürlich habe er noch Geld auf dem Konto, wie denn das sein könnte, da muss ein Irrtum vorliegen und sowieso könne das alles gar nicht wahr sein, beteuert der rüstige Rentner voller Inbrunst. Es nützt ihm wenig, nach zehn Minuten gibt er schließlich abgekämpft auf und verlässt stampfend, fluchend und mit hochrotem Kopf den Laden. Hoffnung keimt auf in der Schlange der Geächteten. Doch diese währt nur kurz. Schließlich ist jetzt erst einmal wieder die Konkurrenz an der Reihe. Lottospieler. Jenes verdummte Pack, das jede Woche aufs Neue versucht, dem trostlosen Leben durch sieben Kreuzchen zu entfliehen und dabei nicht merkt, dass mit dem über Jahre verspielten Geld längst ein anständiger Urlaub in einem billigen Touristenstaat drin gewesen wäre.
Dann, plötzlich und unerwartet, ein neuer Hoffnungsschimmer. Der Türke gibt auf. Nach dem geschätzt fünfzigsten Blick auf die goldgefärbte Plastikuhr schert er zur Freude aller mit einem Kopfschütteln aus der Warteschlange aus. Das erste Opfer der Folterstube ist gefunden. In den Augen der Hinterbliebenen lässt sich nach diesem Geschehnis wieder ein Funken Motivation erkennen, der nach wenigen Sekunden direkt wieder erlischt, als die nun zum Schalter vorgedrungene, ihren Lebensabend bald erreicht zu haben scheinende alte Frau ihr Anliegen vorbringt. Sie wolle ihrem Enkelsohn eine Freude machen, habe aber weder ein Geschenk noch Ahnung von den verschiedenen Versandmöglichkeiten sowie den daraus resultierenden Kosten. Im Geiste muss man sich davon abhalten, der Oma nicht augenblicklich einen der herumliegenden Kugelschreiber von hinten durch die Schädeldecke zu rammen. Nur der mahnende Blick des "Wendy"-Titelbildes verhindert eine Katastrophe.
Das Problem löst sich dann schneller als erwartet, als Uschi der alten Frau ungewohnt barsch entgegnet, dass sie sich solche Sachen zu Hause überlegen müsse, schließlich sei man hier kein Geschenkberater. Als sie der verdatterten Rentnerin schließlich mit einer abweisenden Geste eine Preistabelle in die Hand drückt und sie auf die hinter ihr wartenden Personen aufmerksam macht, möchte man fast so laut applaudieren wie ein peinlicher deutscher Tourist bei der Routinelandung eines Urlaubsfliegers.
Nur noch die aufgetakelte Bürotussi zwischen dem Schalter der Begierde und dem eigenen, leidenden Körper - und erst achtzehn Minuten seit Beginn des Tortur vergangen. Das Leben ist schön! Gerne sieht man im Angesicht der Euphorie darüber hinweg, dass Uschi zunächst wieder den Schalterplatz gegen die Kioskkasse eintauscht und mit einem Verkauf der "BILD" die politische Meinungsbildung des Landes ankurbelt. Und dass sie beim nächsten Kunden über eine Minute braucht, um den richtigen Tabak zu finden - geschenkt!
Schließlich macht sie auch nur ihre Arbeit - wenn auch in der Geschwindigkeit einer Schildkröte mit Gipsfuß und der Motivation eines DFB-Nationalspielers in einem Testspiel. Und dass gerade jetzt auch noch die Papierrolle der Kasse leer ist, dies offensichtlich ein unvorhersehbareres Ereignis als eine Kernschmelze ist und weitere drei Minuten des eigenen Lebens kostet, all dies ist Nebensächlich. Denn gleich ist es geschafft.
Die Business-Schnepfe wird in Rekordtempo abgefertigt. Lediglich zwei Stornobuchungen, fünf Rückfragen und zwei Korrekturen auf dem Paketschein sind nötig, um ihre Sendung per Fußtritt in den Abfertigungscontainer zu befördern. Zitternd und ungläubig vor Glück sieht man sich nun dem freien Schalter ausgesetzt. Es ist soweit! Endsieg! Mit einer Glücksträne im linken Auge und euphorischem Grinsen knallt man Uschi seine Postbenachrichtigungskarte auf den Tresen, ringt sich sogar noch zu einem gespielt-freundlichen "Hallo" durch, das selbstverständlich nicht erwidert wird. Mürrisch macht sich Uschi dann auf zur großen Suche. Die Ablage der eingegangenen Pakete erfolgt offenichtlich nach dem langjährig erprobten Chaos-System, was dazu führt, dass jedes dritte Paket von ihr umgedreht und begutachtet werden muss. Nach Minuten dann der Satz, der einen innerlich sterben, verfaulen und versteinern zugleich lässt: "Hab ich nich hier, müssen ´se morgen nochma wiederkommen.."
Erst gut eine Woche später, nachdem man im Krankenhaus aus dem Koma erwacht, folgt dann das klassische Happy End. "Sie brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, Ihre Sendung wurde sieben Tage gelagert und mittlerweile an den Empfänger zurückgeschickt...."
Dann, plötzlich und unerwartet, ein neuer Hoffnungsschimmer. Der Türke gibt auf. Nach dem geschätzt fünfzigsten Blick auf die goldgefärbte Plastikuhr schert er zur Freude aller mit einem Kopfschütteln aus der Warteschlange aus. Das erste Opfer der Folterstube ist gefunden. In den Augen der Hinterbliebenen lässt sich nach diesem Geschehnis wieder ein Funken Motivation erkennen, der nach wenigen Sekunden direkt wieder erlischt, als die nun zum Schalter vorgedrungene, ihren Lebensabend bald erreicht zu haben scheinende alte Frau ihr Anliegen vorbringt. Sie wolle ihrem Enkelsohn eine Freude machen, habe aber weder ein Geschenk noch Ahnung von den verschiedenen Versandmöglichkeiten sowie den daraus resultierenden Kosten. Im Geiste muss man sich davon abhalten, der Oma nicht augenblicklich einen der herumliegenden Kugelschreiber von hinten durch die Schädeldecke zu rammen. Nur der mahnende Blick des "Wendy"-Titelbildes verhindert eine Katastrophe.
Das Problem löst sich dann schneller als erwartet, als Uschi der alten Frau ungewohnt barsch entgegnet, dass sie sich solche Sachen zu Hause überlegen müsse, schließlich sei man hier kein Geschenkberater. Als sie der verdatterten Rentnerin schließlich mit einer abweisenden Geste eine Preistabelle in die Hand drückt und sie auf die hinter ihr wartenden Personen aufmerksam macht, möchte man fast so laut applaudieren wie ein peinlicher deutscher Tourist bei der Routinelandung eines Urlaubsfliegers.
Nur noch die aufgetakelte Bürotussi zwischen dem Schalter der Begierde und dem eigenen, leidenden Körper - und erst achtzehn Minuten seit Beginn des Tortur vergangen. Das Leben ist schön! Gerne sieht man im Angesicht der Euphorie darüber hinweg, dass Uschi zunächst wieder den Schalterplatz gegen die Kioskkasse eintauscht und mit einem Verkauf der "BILD" die politische Meinungsbildung des Landes ankurbelt. Und dass sie beim nächsten Kunden über eine Minute braucht, um den richtigen Tabak zu finden - geschenkt!
Schließlich macht sie auch nur ihre Arbeit - wenn auch in der Geschwindigkeit einer Schildkröte mit Gipsfuß und der Motivation eines DFB-Nationalspielers in einem Testspiel. Und dass gerade jetzt auch noch die Papierrolle der Kasse leer ist, dies offensichtlich ein unvorhersehbareres Ereignis als eine Kernschmelze ist und weitere drei Minuten des eigenen Lebens kostet, all dies ist Nebensächlich. Denn gleich ist es geschafft.
Die Business-Schnepfe wird in Rekordtempo abgefertigt. Lediglich zwei Stornobuchungen, fünf Rückfragen und zwei Korrekturen auf dem Paketschein sind nötig, um ihre Sendung per Fußtritt in den Abfertigungscontainer zu befördern. Zitternd und ungläubig vor Glück sieht man sich nun dem freien Schalter ausgesetzt. Es ist soweit! Endsieg! Mit einer Glücksträne im linken Auge und euphorischem Grinsen knallt man Uschi seine Postbenachrichtigungskarte auf den Tresen, ringt sich sogar noch zu einem gespielt-freundlichen "Hallo" durch, das selbstverständlich nicht erwidert wird. Mürrisch macht sich Uschi dann auf zur großen Suche. Die Ablage der eingegangenen Pakete erfolgt offenichtlich nach dem langjährig erprobten Chaos-System, was dazu führt, dass jedes dritte Paket von ihr umgedreht und begutachtet werden muss. Nach Minuten dann der Satz, der einen innerlich sterben, verfaulen und versteinern zugleich lässt: "Hab ich nich hier, müssen ´se morgen nochma wiederkommen.."
Erst gut eine Woche später, nachdem man im Krankenhaus aus dem Koma erwacht, folgt dann das klassische Happy End. "Sie brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, Ihre Sendung wurde sieben Tage gelagert und mittlerweile an den Empfänger zurückgeschickt...."
Mittwoch, 30. März 2011
Merkel fliegt - Neue Regierungsmaschine übergeben
Die krisenumwölbte Kanzlerin hat endlich einmal wieder einen Grund zur Freude: Die Lufthansa hat der Luftwaffe die neue "Air Force One" übergeben, mit der Angela Merkel künftig komfortabler, schneller und sicherer zu Despotenbesuchen fliegen kann. Vorbei ist die Zeit, in der sich die Regierungschefin mitsamt ihrem Beraterkreis auf Mauleseln nach Abu Dhabi quälen musste - nun gibt es sogar eine geräumige Dusche an Bord des Airbus A340. Insgesamt bietet die speziell umgebaute Maschine Platz für 143 Regierungsdilettanten, zusätzlich wurde im Frachraum noch eine ausreichend bemessene Holzkiste für Vizekanzler Guido Westerwelle integriert.
Die auf den Namen "Konrad Adenauer" getaufte Maschine kann mit einer Tankladung Super E10 stolze 13.500 Kilometer weit fliegen, das entspricht ungefähr der Entfernung von Bad Reichenhall bis zum Staturn (in Bottrop, inklusive großzügiger Umwege). Im Cockpit wurden modernste Radarsysteme eingebaut. "Besonders das Freund/Feind-Radar wird uns eine große Hilfe sein", so Bundeswehrpilot Ronald Überschall. "Bei muslimisch bevölkerten Flughäfen färbt es sich warnend rot, so dass wir schon einmal die Waffensysteme scharf stellen können". Zur Abwehr von möglichen Raketenangriffen ist der Airbus zudem mit einem modernen Verteidigungssystem (Looping) ausgestattet.
Allzu großen Luxus leistete sich die Bundesregierung bei der Auftragsvergabe allerdings nicht. "Wir haben schon ganz andere Standards in die Kabine gebaut", erinnert sich Airbus-Konstrukteur Charly Le Beuff. "Im Vergleich zu den Ansprüchen der meisten schwarzen Diktatoren ist die Maschine der Bundesregierung ein fliegender Sperrmüllhaufen."
Die auf den Namen "Konrad Adenauer" getaufte Maschine kann mit einer Tankladung Super E10 stolze 13.500 Kilometer weit fliegen, das entspricht ungefähr der Entfernung von Bad Reichenhall bis zum Staturn (in Bottrop, inklusive großzügiger Umwege). Im Cockpit wurden modernste Radarsysteme eingebaut. "Besonders das Freund/Feind-Radar wird uns eine große Hilfe sein", so Bundeswehrpilot Ronald Überschall. "Bei muslimisch bevölkerten Flughäfen färbt es sich warnend rot, so dass wir schon einmal die Waffensysteme scharf stellen können". Zur Abwehr von möglichen Raketenangriffen ist der Airbus zudem mit einem modernen Verteidigungssystem (Looping) ausgestattet.
Allzu großen Luxus leistete sich die Bundesregierung bei der Auftragsvergabe allerdings nicht. "Wir haben schon ganz andere Standards in die Kabine gebaut", erinnert sich Airbus-Konstrukteur Charly Le Beuff. "Im Vergleich zu den Ansprüchen der meisten schwarzen Diktatoren ist die Maschine der Bundesregierung ein fliegender Sperrmüllhaufen."
Druck zu groß: Tepco-Chef im Krankenhaus
Japans Atomenergie-Experte Nummer 1 und Chef des Konzerns Tepco, Masataka Shimizu, wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der gemütliche Volltrottel hielt den nervlichen Belastungen nicht mehr Stand. "Er stand mehr unter Druck als alle unsere Reaktoren zusammen", so Unternehmenssprecher Masaroko Tukashimi. Es sei klar, dass ein normaler Mensch irgendwann unter der "Last der Lügen und Vertuschungen" zusammenbreche. Shimizu leide unter gefährlichem Bluthochdruck und unfassbaren Schwindelgefühlen. Dies sei "kein Wunder", wenn man sich "tagtäglich damit auseinandersetzen muss, dass eigene Angestellte in tödlicher Mission unterwegs sind und man selbst nichts anderes tun kann, als auf einem gepolsterten Lederstuhl zu sitzen", wie der Tepco-Sprecher weiter ausführte. Shimizu sieht sich seit dem katastrophalen Unglück im Atomkraftwerk Fukushima harrscher Kritik ausgesetzt. Seit knapp zwei Wochen hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, was nicht bei jedem Japaner gut ankam. Über diese Kritik kann Tukashimi nur müde lächeln. "Schlafdefizit", so die Erklärung dafür.
Montag, 28. März 2011
Wahlen vorbei - und was nun?
Der gestrige "Super-Wahl-Sonntag des Jahres" (Quelle: Medien) ist vorbei - und wirkt nach. In Baden-Württemberg wurde Geschichte geschrieben, z.B. von I-Männchen Paule (6, "Mein schönstes Wochenenderlebnis"). Die SPD feierte sich auch in Rheinland-Pfalz trotz großer Verluste wie gewohnt völlig an der Realität vorbei als großen Wahlsieger. Der passionierte Kartoffelbauer Kurt Beck darf in der Pfalz weiter durch die Fußgängerzonen flanieren und Rosen an Mittfünfziger verteilen und in Stuttgart wird man aller Voraussicht nach herausragender Juniorpartner unter einem katholischen Öko-Junkie mit Sturmfrisur.
Niedergeschlagenheit gab es dagegen auf allen CDU-Wahlpartys. Anlass dazu gab nicht nur das eigene Wahlergebnis, sondern vor allem das des gewünschten Koalitionspartners, der FDP. Diese fuhr in beiden Bundesländern katastrophale Verluste ein, flog in Rheinland-Pfalz gar komplett aus dem Landtag. Der Schuldige war schnell gefunden: Gott. "Dieser verdammte Nichtsnutz hat uns mit seinem gottverdammten Japan-Tsunami völlig aus der Bahn geworfen", so ein gelbkrawattiertes Mitglied der Liberalen. "Zudem lässt der Mistkerl es zu, dass der Brüderlei immer noch unter den Lebenden weilt und weiteren Schaden anrichtet!" Die Basis fordert nun personelle Konsequenzen, neben Brüderle stehen auch die Fraktionsvagina Birgit Homburger sowie Außenminister Westerwelle steht im Kreuzfeuer der Kritik.
Die - um im aktuellen Medienjargon zu bleiben - strahlendste Figur des gestrigen Wahlabends war aber unbestritten Winfried Kretschmann, der als erster grüner Landesvater in die Geschichte eingehen wird. Umgeben von colatrinkenden Jung-Grünen, die sich vor pubertärem Jubel kaum wieder beruhigen konnten, feierte der dreifache Familienvater einen historischen Erfolg. Mit Spannung wird nun verfolgt werden, wie der konservative Lehrer mit den drängenden Fragen Stuttgart 21, der Atompolitik und dem desaströsen Kantinenessen im Landtag umgehen wird. "Erst mal muss ich ja gewählt werden", so die ehrlichste Botschaft des Sonntagabends.
Wortwörtlich "am Rande" sei noch zu erwähnen, dass die Linke und die NPD bei den Wahlen kaum eine Rolle spielten, ebenso wie die nerdige Piratenpartei oder die unbekannte Vereinigung Deutscher Schwiegermütter.
Was lehrt uns nun also dieser Wahlsonntag? Einerseits, dass Atomkatastrophen mehr Auswirkungen haben als schlecht designte Wahlplakate und andererseits, dass man auch als skandalträchtiger Übergewichtler erfolgreich an der Macht kleben kann. Aber vor allem, dass Politik nichts mit Rationalität zu tun hat.
Niedergeschlagenheit gab es dagegen auf allen CDU-Wahlpartys. Anlass dazu gab nicht nur das eigene Wahlergebnis, sondern vor allem das des gewünschten Koalitionspartners, der FDP. Diese fuhr in beiden Bundesländern katastrophale Verluste ein, flog in Rheinland-Pfalz gar komplett aus dem Landtag. Der Schuldige war schnell gefunden: Gott. "Dieser verdammte Nichtsnutz hat uns mit seinem gottverdammten Japan-Tsunami völlig aus der Bahn geworfen", so ein gelbkrawattiertes Mitglied der Liberalen. "Zudem lässt der Mistkerl es zu, dass der Brüderlei immer noch unter den Lebenden weilt und weiteren Schaden anrichtet!" Die Basis fordert nun personelle Konsequenzen, neben Brüderle stehen auch die Fraktionsvagina Birgit Homburger sowie Außenminister Westerwelle steht im Kreuzfeuer der Kritik.
Die - um im aktuellen Medienjargon zu bleiben - strahlendste Figur des gestrigen Wahlabends war aber unbestritten Winfried Kretschmann, der als erster grüner Landesvater in die Geschichte eingehen wird. Umgeben von colatrinkenden Jung-Grünen, die sich vor pubertärem Jubel kaum wieder beruhigen konnten, feierte der dreifache Familienvater einen historischen Erfolg. Mit Spannung wird nun verfolgt werden, wie der konservative Lehrer mit den drängenden Fragen Stuttgart 21, der Atompolitik und dem desaströsen Kantinenessen im Landtag umgehen wird. "Erst mal muss ich ja gewählt werden", so die ehrlichste Botschaft des Sonntagabends.
Wortwörtlich "am Rande" sei noch zu erwähnen, dass die Linke und die NPD bei den Wahlen kaum eine Rolle spielten, ebenso wie die nerdige Piratenpartei oder die unbekannte Vereinigung Deutscher Schwiegermütter.
Was lehrt uns nun also dieser Wahlsonntag? Einerseits, dass Atomkatastrophen mehr Auswirkungen haben als schlecht designte Wahlplakate und andererseits, dass man auch als skandalträchtiger Übergewichtler erfolgreich an der Macht kleben kann. Aber vor allem, dass Politik nichts mit Rationalität zu tun hat.
Donnerstag, 17. März 2011
Schalke: Wird mit Rangnick alles gut?
Deutschlands bestgeführtester Fußballclub hat einen neuen Trainer verpflichtet. Die Rede ist nicht vom HSV, sondern vom FC Schalke 04. Dort unterschrieb Erfolgscoach Ralf Rangnick (bekannt aus der SAP-Werbung) heute Nachmittag einen Dreiwochenvertrag. Schalke-Boss Clemens Tönnies, bekannt als Mann mutiger Entscheidungen, klarer Worte und billigstem Pökelfleisch, sprach zu Beginn der Pressekonfernez von einem "guten Tag für den Verein". Dies wurde zunächst von der anwesenden Ruhrgebietspresse als langerwartete Rücktrittsmeldung fehlgedeutet, erst beim Namen Rangnick wurde klar, dass es lediglich um die erwartete Verpflichtung des siebenhundertvierzigsten Trainers in den letzten zehn Spieljahren gehen würde. Bereits am kommenden Montag werde der neue Trainer "das Vergnügen haben, die Mannschaft, Fans und Medienvertreter unserer beschaulichen Stadt kennzulernen". Ragnick selbst war heute noch nicht anwesend, ließ aber per Brieftaube nettgemeinte Grüße übermitteln ("Hallo.").Tönnies legte in seinen Ausführungen ausdrücklich wert darauf, dass der Vertrag mit Rangnick Klauseln zur Verlängerung beeinhalte. Wenn also "alles gut" laufe, könne durchaus auch ein halbes Jahr für den neuen Übungsleiter drin sein.
Derweil tobt noch immer die Schlammschlacht zwischen dem Schalker Fleischfabrikanten und dem entlassenen Despoten Felix Magath. Der Ex-Trainer, der mittlerweile nur noch seinen Anwalt für sich reden lässt, spricht immer noch von einer ungerechtfertigten Küdigung und großartigen sportlichen Erfolgen, Tönnies hingegen von einem "Riesenarschloch und buchhalterischem Dreckspisser, dem ich am liebsten sekündlich die Brille in die Augen prügeln würde" (Zitat BILD von morgen, evtl.). Das Arbeitsgericht Gelsenkirchen freut sich schon auf "muntere Verhandlungen" und "einen Haufen cooler medialer Präsenz", wie ein Hausmeister-Azubi strahlend erklärte.
Die Fans des Revierclubs reagierten bislang zurückhaltend auf die Rangnick-Verpflichtung. "Wir warten zunächst die Erstellung seines Facebook-Profils ab, um dann Kommentare abgeben zu können", so Rolf Paukenschlag vom Fanclub "Stollentreter".
Derweil tobt noch immer die Schlammschlacht zwischen dem Schalker Fleischfabrikanten und dem entlassenen Despoten Felix Magath. Der Ex-Trainer, der mittlerweile nur noch seinen Anwalt für sich reden lässt, spricht immer noch von einer ungerechtfertigten Küdigung und großartigen sportlichen Erfolgen, Tönnies hingegen von einem "Riesenarschloch und buchhalterischem Dreckspisser, dem ich am liebsten sekündlich die Brille in die Augen prügeln würde" (Zitat BILD von morgen, evtl.). Das Arbeitsgericht Gelsenkirchen freut sich schon auf "muntere Verhandlungen" und "einen Haufen cooler medialer Präsenz", wie ein Hausmeister-Azubi strahlend erklärte.
Die Fans des Revierclubs reagierten bislang zurückhaltend auf die Rangnick-Verpflichtung. "Wir warten zunächst die Erstellung seines Facebook-Profils ab, um dann Kommentare abgeben zu können", so Rolf Paukenschlag vom Fanclub "Stollentreter".
Freitag, 11. März 2011
Chaos in der Provinz: Lotte gegen Münster
Morgen ist es soweit, der Tag X steht an. Im westfälischen Lotte (bekannt durch zahlreiche unangenehme Verkehrsdurchsagen) steigt das Spiel des Jahres. Es geht gegen die Erzfeinde aus Münster - ein Duell in der vierthöchsten deutschen Fußballspielklasse, der Regionalliga. Es ist ein Spitzenspiel. Beide Teams haben zu Beginn der Saison nur ein einziges Ziel geäußert: Aufstieg. Und beide können es noch schaffen. Noch sind 11 Spiele zu absolvieren, Münster führt die Tabelle an, hat fünf Punkte Vorsprung auf die Sportfreunde Lotte, zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Für die Lotteraner geht es also in dem morgigen Spiel schon um alles, bei einer Niederlage könnte das Saisonziel bereits abgehakt werden. Dementsprechend heiß ist die 13.700-Seelen-Gemeinde auf das Spiel. In nur wenigen Wochen wurden bereits alle 2.000 Sitzplatzkarten verkauft, die PGW-Arena, ein Meisterwerk zeitgenössischer Baukunst, kann mit einem Rekordbesuch von über 5.000 Leuten rechnen, von denen jedoch mehr als die Hälfte aus dem benachbarten Münster anreisen werden. Trotzdem wollen die Fans der Sportfreunde alles geben. Extra für das Spitzenspiel hat der einzige Fanclub "Blau-Weiße Einsamkeit" eine Choreographie bislang unbekannten Ausmaßes geplant. "Wir wollen nicht zu viel verraten, jedoch schwebt uns die Idee vor, auf den Sitzplätzen blaue und weiße DIN A-4-Blätter auszulegen, die die Besucher dann hochhalten", so der Vorsitzende Hans Rodenfeld. Für aufgeheizte Stimmung sorgte auch ein Zeitungsbericht, wo Fans der Lotteraner äußerten, dass sie mit allen Fans gegnerischer Vereine ein Bier trinken würden, aber sicher nicht mit Anhängern der Preußen.
Die Polizei ist derweil gewappnet. "Wir haben eigens eine Staffel hochgezüchteter rumänischer Kampfhunde einfliegen lassen, unsere Robocop-Kostüme von innen mit Kryptonit gepanzert und unsere Pfefferspray-Vorrichtungen geölt", so Einsatzleiter Friedrich Haudenkerl. Insgesamt seien mehr als 200 Polizisten eingeplant, die "hochmotiviert und kampfbereit" seien und sich bereits heute Abend bei einem gemeinsamen Wrestling-Event auf das morgige Ereignis vorbereiten würden. Die anreisenden Fans aus Münster, die für ihre sinnlose Gewalt berüchtigt sind, werden vom Bahnhof Lengerich in sechs abgehalfterte Busse gepfercht und dann planmäßig zum Stadion am Lotter Kreuz deportiert. Mit dem Auto anreisende Münsteraner werden bereits auf der Autobahn abgedrängt, so der Plan der Polizei. "Sicher ist sicher."
Auch im Lotter Ortskern wird es starke Polizeipräsenz geben, um die historischen Sehenswürdigkeiten des Ortes (Aldi, Edeka, Apotheke) zu schützen und ein Aufeinandertreffen zwischen "Kategorie C"-Anhängern aus Münster und Kategorie Rentner-Anhängern aus Lotte zu vermeiden.
Zusätzlich brisant wird das Duell, wenn man sich die baulichen Voraussetzungen der Lotter PGW-Arena anschaut. Der Gästeblock befindet sich planerisch günstig direkt neben dem Heimblock, wo die beiden 14-Jährigen Lotter Ultras ihr zu Hause haben. "Eine menschliche Schutzwand aus Polizeianfängern wird diese Gefahr eindämmen", wie Einsatzleiter Haudenkerl erklärt. Trotzdem bestehe "natürlich ein geringes Restrisiko", dass die Köpfe einiger Lotter Fans mit kühlem, anfliegenden Gerstensaft in Kontakt kommen könnten. "Mund auf und durch", so der Tipp des erfahrenen Beamten.
Zurück zum Sportlichen. SFL-Boss Manfred Wilke freut sich seit Wochen auf den morgigen Tag. "Dafür lebe, dafür arbeite ich seit Jahren", so der Mäzen, der den Club in der Vergangenheit mit Firmenvermögen aufbaute und seitdem gleichzeitig zusammen mit Lottes Ex-Bürgermeister Hans-Joachim Srock die Gemeindeverwaltung systematisch finanziell ausnimmt. "Wir haben hier Bedingungen geschaffen, die einfach reif für die 3. Liga sind, und genau da wollen wir nächste Saison auch spielen." Lottes Trainer Maik Walpurgis sieht dem Spiel derweil gelassen entgegen. "Wir müssen gewinnen, oh Gott, oh Gott, was soll sonst werden?", so der rootharige Trainerfuchs.
Das Fernsehen plant einen ausführlichen Bericht. So karrt der WDR diesmal ein 5-köpfiges Team mit drei Handkameras und einem Mikrofon nach Lotte, um den Zauber des Westderbys am Nachmittag in einer zehnminütigen Reportage über den Äther zu schicken.
Die Polizei ist derweil gewappnet. "Wir haben eigens eine Staffel hochgezüchteter rumänischer Kampfhunde einfliegen lassen, unsere Robocop-Kostüme von innen mit Kryptonit gepanzert und unsere Pfefferspray-Vorrichtungen geölt", so Einsatzleiter Friedrich Haudenkerl. Insgesamt seien mehr als 200 Polizisten eingeplant, die "hochmotiviert und kampfbereit" seien und sich bereits heute Abend bei einem gemeinsamen Wrestling-Event auf das morgige Ereignis vorbereiten würden. Die anreisenden Fans aus Münster, die für ihre sinnlose Gewalt berüchtigt sind, werden vom Bahnhof Lengerich in sechs abgehalfterte Busse gepfercht und dann planmäßig zum Stadion am Lotter Kreuz deportiert. Mit dem Auto anreisende Münsteraner werden bereits auf der Autobahn abgedrängt, so der Plan der Polizei. "Sicher ist sicher."
Auch im Lotter Ortskern wird es starke Polizeipräsenz geben, um die historischen Sehenswürdigkeiten des Ortes (Aldi, Edeka, Apotheke) zu schützen und ein Aufeinandertreffen zwischen "Kategorie C"-Anhängern aus Münster und Kategorie Rentner-Anhängern aus Lotte zu vermeiden.
Zusätzlich brisant wird das Duell, wenn man sich die baulichen Voraussetzungen der Lotter PGW-Arena anschaut. Der Gästeblock befindet sich planerisch günstig direkt neben dem Heimblock, wo die beiden 14-Jährigen Lotter Ultras ihr zu Hause haben. "Eine menschliche Schutzwand aus Polizeianfängern wird diese Gefahr eindämmen", wie Einsatzleiter Haudenkerl erklärt. Trotzdem bestehe "natürlich ein geringes Restrisiko", dass die Köpfe einiger Lotter Fans mit kühlem, anfliegenden Gerstensaft in Kontakt kommen könnten. "Mund auf und durch", so der Tipp des erfahrenen Beamten.
Zurück zum Sportlichen. SFL-Boss Manfred Wilke freut sich seit Wochen auf den morgigen Tag. "Dafür lebe, dafür arbeite ich seit Jahren", so der Mäzen, der den Club in der Vergangenheit mit Firmenvermögen aufbaute und seitdem gleichzeitig zusammen mit Lottes Ex-Bürgermeister Hans-Joachim Srock die Gemeindeverwaltung systematisch finanziell ausnimmt. "Wir haben hier Bedingungen geschaffen, die einfach reif für die 3. Liga sind, und genau da wollen wir nächste Saison auch spielen." Lottes Trainer Maik Walpurgis sieht dem Spiel derweil gelassen entgegen. "Wir müssen gewinnen, oh Gott, oh Gott, was soll sonst werden?", so der rootharige Trainerfuchs.
Das Fernsehen plant einen ausführlichen Bericht. So karrt der WDR diesmal ein 5-köpfiges Team mit drei Handkameras und einem Mikrofon nach Lotte, um den Zauber des Westderbys am Nachmittag in einer zehnminütigen Reportage über den Äther zu schicken.
Donnerstag, 10. März 2011
Millionenchance adé: Kein Lotto für Hartz-IV-Empfänger
Das Landgericht Köln hat gestern entschieden, dass die Lottogesellschaft "Westlotto" ab sofort keine Spielscheine mehr an Hartz-IV-Empfänger ausgeben darf. In der Urteilsbegründung stützen sich die gutverdienenden Richter darauf, dass niemandem ermöglicht werden sollte, Spieleinsätze zu riskieren, die im krassen Gegensatz zum eigenen Einkommen stehen. Außerdem könne es nicht sein, "dass plötzlich ein Taugenichts vom verdreckten Sofa zum erhabenen Millionär aufsteigt", wie im Kleingedruckten der Urteilsschrift zu lesen ist.
Problem ist nun die praktische Umsetzung des Verbotes. Müssen in Zukunft im Kiosk Verdienstbescheinigungen vorgelegtt werden, bevor die berühmten Kreuzchen der Hoffnung gesetzt werden dürfen? Wird es Einlasskontrollen geben, die spielwillige Bürger mit Jogginghosen und/oder Biergeruch achtkantig aus dem Laden werfen? Wer haftet für Fälle, in denen sich Hartz-IV-ler auf geschickte Weise eine Teilnahme erschleichen?
Ohne eine Antwort auf diese drängenden Fragen zu haben, zeigte sich die Bundesregierung derweil begeistert vom Kölner Richterspruch. "Das Urteil hat weitereichende, positive gesellschaftliche Auswirkungen", so Regierungssprecher Steffen Seibert per Notstromaggregat. "Zum Einen steigt der Ansporn für die dummen Gammler, sich endlich Arbeit zu suchen und so ihre Spielsucht endlich wieder ausleben zu können, zum Anderen muss man sich das Geld bei einem Gewinn aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl statistisch gesehen mit weniger Idioten teilen."
Hartz-IV-Empfänger reagierten entrüstet auf die Nachricht. "Als ich das heute morgen in der BILD gelesen habe, ist mir fast die Bierdose aus der Hand gefallen und ich habe vor Schreck meine Frau mit der Faust verfehlt", so ein geschockter Betroffener.
Problem ist nun die praktische Umsetzung des Verbotes. Müssen in Zukunft im Kiosk Verdienstbescheinigungen vorgelegtt werden, bevor die berühmten Kreuzchen der Hoffnung gesetzt werden dürfen? Wird es Einlasskontrollen geben, die spielwillige Bürger mit Jogginghosen und/oder Biergeruch achtkantig aus dem Laden werfen? Wer haftet für Fälle, in denen sich Hartz-IV-ler auf geschickte Weise eine Teilnahme erschleichen?
Ohne eine Antwort auf diese drängenden Fragen zu haben, zeigte sich die Bundesregierung derweil begeistert vom Kölner Richterspruch. "Das Urteil hat weitereichende, positive gesellschaftliche Auswirkungen", so Regierungssprecher Steffen Seibert per Notstromaggregat. "Zum Einen steigt der Ansporn für die dummen Gammler, sich endlich Arbeit zu suchen und so ihre Spielsucht endlich wieder ausleben zu können, zum Anderen muss man sich das Geld bei einem Gewinn aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl statistisch gesehen mit weniger Idioten teilen."
Hartz-IV-Empfänger reagierten entrüstet auf die Nachricht. "Als ich das heute morgen in der BILD gelesen habe, ist mir fast die Bierdose aus der Hand gefallen und ich habe vor Schreck meine Frau mit der Faust verfehlt", so ein geschockter Betroffener.
Mittwoch, 2. März 2011
Stellenanzeige: Die Bundesregierung sucht!
Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Außenstelle des Bundesministeriums der Verteidigung einen/eine
Bundesminister/-in der Verteidigung (m/w)
in Vollzeit, befristet bis September 2013
Das ewarten wir von Ihnen:
Sie haben bereits als Kind gerne mit Waffen gespielt, haben aber auch Erfahrungen als Prügelknabe vorzuweisen. Sie sind wortgewandt, körperlich in reisefähigem Zustand und mögen das Übernachten in Zeltlagern. Auch von lauten Nebengeräuschen (Kameras, Opposition, Panzerfäuste) lassen Sie sich nicht irritieren. Sie verstehen es, mit meinungsführenden Zeitungen zu kooperieren und so eine positive Stimmung für sich und Ihre Arbeit beim Pöbel zu erzeugen. Im Idealfall haben Sie eine gute Herkunft, eine vorzeigbare Familie sowie einen Mitgliedsausweis der CDU oder CSU vorzuweisen. Sie sind deutscher Staatsbürger und schrecken nicht davor zurück, einen militanten Scherbenhaufen zu übernehmen. Sie sind schwindelfrei, zitierfähig, eloquent und medienerfahren. Fachkenntnisse als solche sind nicht zwingend erforderlich. Promovierte Bewerber werden bevorzugt behandelt.
Das bieten wir Ihnen:
Sie werden Befehlshaber eines bürokratischen Monstrums mit über 3.700 hochdemotivierten Mitarbeitern sowie einem verbrauchten Rest elitärer Kampftruppen. Sie haben die Möglichkeit, kostenlose Urlaubsreisen in die beliebtesten Krisengebiete der Welt zu unternehmen und dort interessante Menschen und Soldaten kennenzulernen. Zudem bieten wir Ihnen die Gelegenheit, sich auf regelmäßigen Pressekonferenzen bei wichtigen Hauptstadtjournalisten einzuschleimen. Sie haben die reizvolle Aufgabe, die Bundeswehr in der Stunde des Umbruchs weiterzuentwickeln und zu Grabe zu führen. In unregelmäßigen Abständen bieten wir Ihnen die Chance, ihr Ansehen mit einfühlsamen Trauerreden weiter zu steigern.
Ihre Vergütung orientiert sich an der Beamten-Besoldungsstufe B11 und Vitamin C.
Ihre Bewerbung in schriftlicher Form mit Lebenslauf, Doktorarbeit, Führer- und Waffenschein richten Sie bitte an:
Bundesministerium der Verteidigung
Stichwort "Blitzkrieg"
Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin
Sie haben bereits als Kind gerne mit Waffen gespielt, haben aber auch Erfahrungen als Prügelknabe vorzuweisen. Sie sind wortgewandt, körperlich in reisefähigem Zustand und mögen das Übernachten in Zeltlagern. Auch von lauten Nebengeräuschen (Kameras, Opposition, Panzerfäuste) lassen Sie sich nicht irritieren. Sie verstehen es, mit meinungsführenden Zeitungen zu kooperieren und so eine positive Stimmung für sich und Ihre Arbeit beim Pöbel zu erzeugen. Im Idealfall haben Sie eine gute Herkunft, eine vorzeigbare Familie sowie einen Mitgliedsausweis der CDU oder CSU vorzuweisen. Sie sind deutscher Staatsbürger und schrecken nicht davor zurück, einen militanten Scherbenhaufen zu übernehmen. Sie sind schwindelfrei, zitierfähig, eloquent und medienerfahren. Fachkenntnisse als solche sind nicht zwingend erforderlich. Promovierte Bewerber werden bevorzugt behandelt.
Das bieten wir Ihnen:
Sie werden Befehlshaber eines bürokratischen Monstrums mit über 3.700 hochdemotivierten Mitarbeitern sowie einem verbrauchten Rest elitärer Kampftruppen. Sie haben die Möglichkeit, kostenlose Urlaubsreisen in die beliebtesten Krisengebiete der Welt zu unternehmen und dort interessante Menschen und Soldaten kennenzulernen. Zudem bieten wir Ihnen die Gelegenheit, sich auf regelmäßigen Pressekonferenzen bei wichtigen Hauptstadtjournalisten einzuschleimen. Sie haben die reizvolle Aufgabe, die Bundeswehr in der Stunde des Umbruchs weiterzuentwickeln und zu Grabe zu führen. In unregelmäßigen Abständen bieten wir Ihnen die Chance, ihr Ansehen mit einfühlsamen Trauerreden weiter zu steigern.
Ihre Vergütung orientiert sich an der Beamten-Besoldungsstufe B11 und Vitamin C.
Ihre Bewerbung in schriftlicher Form mit Lebenslauf, Doktorarbeit, Führer- und Waffenschein richten Sie bitte an:
Bundesministerium der Verteidigung
Stichwort "Blitzkrieg"
Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin
Dienstag, 1. März 2011
Aus und vorbei: Zu Guttenberg tritt ab
Trotz Rückendeckung durch BILD, Merkel und gefälschte Beliebtheitswerte - Karl-Theodor zu Guttenberg hat dem Druck der Opposition und der entrüsteten Wissenschaftler nicht mehr Stand gehalten. Heute Mittag gab er per Regierungssprecher Kai Diekmann seinen Rücktritt bekannt. Kurz darauf erläuterte er auf einer Pressekonferenz, bei der aus Gründen keine Livekameras zugelassen waren, die Motive für seine Entscheidung.
"Die heutige Entscheidung ist die schwerste in meinem Leben gewesen", so der gefallene Engel. Er habe den "medialen Druck" unterschätzt, der in den letzten Tagen auf ihn eingeprasselt sei. "Anscheinend reicht es doch nicht, lediglich ein großes Schmierblatt unter Kontrolle zu haben" gab Guttenberg ungewohnt selbstkritisch zu. Um weiteren Schaden von der Bundeswehr abzuwenden, sehe er keine Alternative zum Rücktritt. Dennoch blicke er auch mit einem "gewissen Stolz" auf die in den letzten Monaten geleistete Arbeit zurück. "Immerhin habe ich den Laden ordentlich auf den Kopf gestellt. Und es ist doch besser, Leute zu feuern, als auf Leute zu feuern, nicht wahr?"
Die Opposition reagierte enttäuscht auf den Rücktritt zu Guttenbergs. "Ich hatte mich so darauf gefreut, in jeder Plenarsitzung weiterhin nur auf diesen gegelten Lackaffen einzudreschen und die wirklich wichtigen Probleme Deutschlands komfortabel in der Ecke liegen zu lassen, aber daraus wird nun ja nichts mehr", so ein enttäuschter Frank-Walter Steinmeier.
Zu seiner beruflichen Zukunft äußerte sich zu Guttenberg nicht. Ob er nun "Wetten, Dass...?" übernehme oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Bayreuth durchstarte, sei "noch nicht entschieden".
"Die heutige Entscheidung ist die schwerste in meinem Leben gewesen", so der gefallene Engel. Er habe den "medialen Druck" unterschätzt, der in den letzten Tagen auf ihn eingeprasselt sei. "Anscheinend reicht es doch nicht, lediglich ein großes Schmierblatt unter Kontrolle zu haben" gab Guttenberg ungewohnt selbstkritisch zu. Um weiteren Schaden von der Bundeswehr abzuwenden, sehe er keine Alternative zum Rücktritt. Dennoch blicke er auch mit einem "gewissen Stolz" auf die in den letzten Monaten geleistete Arbeit zurück. "Immerhin habe ich den Laden ordentlich auf den Kopf gestellt. Und es ist doch besser, Leute zu feuern, als auf Leute zu feuern, nicht wahr?"
Die Opposition reagierte enttäuscht auf den Rücktritt zu Guttenbergs. "Ich hatte mich so darauf gefreut, in jeder Plenarsitzung weiterhin nur auf diesen gegelten Lackaffen einzudreschen und die wirklich wichtigen Probleme Deutschlands komfortabel in der Ecke liegen zu lassen, aber daraus wird nun ja nichts mehr", so ein enttäuschter Frank-Walter Steinmeier.
Zu seiner beruflichen Zukunft äußerte sich zu Guttenberg nicht. Ob er nun "Wetten, Dass...?" übernehme oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Bayreuth durchstarte, sei "noch nicht entschieden".
Freitag, 25. Februar 2011
Schlagzeilen der Woche (1)
Skandal: Durch Futtermittel verunreinigtes Dioxin gefunden!
Schlechter Scherz: Oliver Pocher
Abgeschrieben: Anlagegüter verklagen zu Guttenberg
Echte Helden: Popband macht Werbung ohne Agentur
Kalter Kaffee: Tschibo immer noch erfolgreich
Hilfspakete: EU schickt modische Regenschirme nach Libyen
Die haben einen an der Pfanne: Teflon-Flatrate im Kommen
Kraftlos: Sportjournalisten gehen Torwartwortspiele aus
Schlechter Scherz: Oliver Pocher
Abgeschrieben: Anlagegüter verklagen zu Guttenberg
Echte Helden: Popband macht Werbung ohne Agentur
Kalter Kaffee: Tschibo immer noch erfolgreich
Hilfspakete: EU schickt modische Regenschirme nach Libyen
Die haben einen an der Pfanne: Teflon-Flatrate im Kommen
Kraftlos: Sportjournalisten gehen Torwartwortspiele aus
Donnerstag, 24. Februar 2011
Alle gegen einen: Gaddafi im Kreuzfeuer der Kritik
Der Ton wird härter: Erstmals äußerte sich jetzt auch US-Präsident Barack Obama kritisch zum Aufstand in Libyen und dem Vorgehen Muammar al-Gaddafis. "Wie dieser durchgeknallte Despot da mit einem Regenschirm zum Volke spricht, das ist ein Unding", so Obama auf einer standesgemäßen Pressekonferenz bei Kaffee und Brötchen. "Das Video war peinlicher als alle Al-Kaida-Amateuraufnahmen zusammen." Rein inhaltlich wolle er sich aber "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht mit Gaddafis Aussagen auseinandersetzen. "Ich spreche nur mit gebildeten, promovierten Leuten, wie etwa dem deutschen Verteidigungsminister", so der hinter dem Mond lebende mächtigste Mann der Welt.
Die UN sowie die UNO zeigten sich derweil mutiger. Beide Vereinigungen forderten einen "sofortigen Stopp der Gewalt" und drohten mit gerichtlichen Konsequenzen (z.B. kein Mittagessen für libysche Vertreter beim nächsten Umweltgipel). In Tripolis herrscht weiterhin Ausnahmezustand. Augenzeugen und verwackelte Youtube-Videos zeigten Szenen, die nah an das Feuerwerkspektakel beim gestrigen Championsleague-Spiel im Mailänder Bayern-Block herankamen. Sogenannte "Aufständige" warfen mit Steinen auf die herannahenden Kampfjets, Blumenkübel wurden in Brand gesetzt und ganze Quadratmeter verwüstet. Die Bundesrepublik arbeitet weiterhin fieberhaft daran, deutsche Staatsbürger aus dem Chaosstaat auszufliegen. Viele von ihnen wollen jedoch lieber im Lande bleiben. "Hier herrscht zwar Anarchie, Terror und Todesangst, doch immerhin kriegen wir nicht tagtäglich hunderte Berichte, Witze und Diskussionen über einen gescheiterten Doktor um die Ohren geknallt", so ein in Bengasi als ausländisches Opfer arbeitender Deutscher.
Die UN sowie die UNO zeigten sich derweil mutiger. Beide Vereinigungen forderten einen "sofortigen Stopp der Gewalt" und drohten mit gerichtlichen Konsequenzen (z.B. kein Mittagessen für libysche Vertreter beim nächsten Umweltgipel). In Tripolis herrscht weiterhin Ausnahmezustand. Augenzeugen und verwackelte Youtube-Videos zeigten Szenen, die nah an das Feuerwerkspektakel beim gestrigen Championsleague-Spiel im Mailänder Bayern-Block herankamen. Sogenannte "Aufständige" warfen mit Steinen auf die herannahenden Kampfjets, Blumenkübel wurden in Brand gesetzt und ganze Quadratmeter verwüstet. Die Bundesrepublik arbeitet weiterhin fieberhaft daran, deutsche Staatsbürger aus dem Chaosstaat auszufliegen. Viele von ihnen wollen jedoch lieber im Lande bleiben. "Hier herrscht zwar Anarchie, Terror und Todesangst, doch immerhin kriegen wir nicht tagtäglich hunderte Berichte, Witze und Diskussionen über einen gescheiterten Doktor um die Ohren geknallt", so ein in Bengasi als ausländisches Opfer arbeitender Deutscher.
Donnerstag, 17. Februar 2011
Die Macht der Maschine: Supercomputer siegt bei Jeopardy
Der IBM-Supercomputer "Watson" hat im Duell gegen die Menscheit gewonnen. Er schlug gestern in der Finalrunde die Jeopardy-Champions Ken Jennings und Brad Rutte vernichtend. Zur Antwort "Ein Computer, der die Menschen versklavt und die Welt in eine Ära, in der Maschinen über Himmel und Erde herrschen, führt" gab Watson die korrekte Fragestellung "Wer oder was ist Watson?" aus. Den Rekordgewinn von 3,2 Millionen US-Dollar will der bescheidene Supercomputer zunächst anlegen. "In Waffen." Nach einer kurzen Siegesfeier stapfte das IBM-Ungeheuer feuerspeiend aus dem Studio, vernichtete alle Spuren und begann seine schrittweise Welteroberung.
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