Freitag, 28. Januar 2011
Gorch Fock: Ermittlerteam eingetroffen
In der argentinischen Hafenstadt Ushuaia ist heute das von Verteidigungsbaron zu Guttenberg eingesetzte Ermittlerteam an Bord der Gorch Fock gegangen. Die Marine-Experten sollen die laut vieler Zeugen unhaltbaren Zustände an Bord aufklären, die zu mehreren Todesopfern geführt hatten. "Als erstes werden wir uns mal einen groben Überblick verschaffen", erläuterte ein Ermittler die geplante Vorgehensweise. "Mein Kollege wird sich erst einmal den weiblichen Reizen der Crew widmen, während ich die Bar und den Drogenbereich austeste." Mit einem Ermittlungsergebnis sei "frühestens am späten Sonntagnachmittag" zu rechnen. "Wenn alles gut läuft, werde ich Sie dann sturzbetrunken aus der Takelage zu einer Pressekonferenz laden", so der freudig erregte Aufklärer.
Erneuter Rückruf: Toyotas Pleitenserie bleibt bestehen
Der weltgrößte Autobauer Toyota ruft erneut 1,7 Millionen Fahrzeuge zurück. Diesmal geht es vor allem um die Familienkutsche "Avensis" sowie den Lexus "IS 250". Unter anderem ist diesmal auslaufender Kraftstoff die Ursache für die Rückrufaktion. Selbsternannte Experten warnen vor gefährlichen Benzinwolken im Innenraum, die zusammen mit unbedachten Chili-Blähungen zu einem explosiven Gemisch führen können. "Menschen mit Verdauungsproblemen sollten ihren Toyota möglichst schnell in die Vertragswerkstatt bringen - ohne vorher etwas zu essen", so ein fettleibiger ADAC-Sprecher.
Toyota selbst beschreibt die Problematik als weniger dramatisch. Sollte der Fahrer "in Ausnahmefällen" tatsächlich Benzingeruch feststellen, reiche es, "schnell das Fenster zu öffnen". Dank des "im Regelfall klemmenden Gaspedals" und der daraus resultierenden hohen Geschwindigkeit des Wagens sei das Geruchsproblem "schnell und einfach zu beseitigen", so der japanische Konzern. Dies gelte zumindest für die Situationen, in denen das Problem nicht kombiniert mit einem fehlerhaften Bremssystemen auftrete. In diesem Falle habe der Fahrer "zugegebenermaßen etwas schlechtere Karten, aber auch das Glück, sich endlich keine Gedanken mehr über die rutschenden Fußmatten machen zu müssen."
Auf der Pressekonferenz in Miyoshi teilte der Vorsitzende Akio Toyoda den anwesenden Journalisten auch die langfristigen Ziele des angeschlagenen Automobilherstellers mit. "In spätestens drei Jahren wollen wir im Jahr wieder mehr Autos verkaufen, als zurückrufen", so der geprügelte Hund.
Toyota selbst beschreibt die Problematik als weniger dramatisch. Sollte der Fahrer "in Ausnahmefällen" tatsächlich Benzingeruch feststellen, reiche es, "schnell das Fenster zu öffnen". Dank des "im Regelfall klemmenden Gaspedals" und der daraus resultierenden hohen Geschwindigkeit des Wagens sei das Geruchsproblem "schnell und einfach zu beseitigen", so der japanische Konzern. Dies gelte zumindest für die Situationen, in denen das Problem nicht kombiniert mit einem fehlerhaften Bremssystemen auftrete. In diesem Falle habe der Fahrer "zugegebenermaßen etwas schlechtere Karten, aber auch das Glück, sich endlich keine Gedanken mehr über die rutschenden Fußmatten machen zu müssen."
Auf der Pressekonferenz in Miyoshi teilte der Vorsitzende Akio Toyoda den anwesenden Journalisten auch die langfristigen Ziele des angeschlagenen Automobilherstellers mit. "In spätestens drei Jahren wollen wir im Jahr wieder mehr Autos verkaufen, als zurückrufen", so der geprügelte Hund.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Obama: Laues Lüftchen statt erhoffter Ruck-Rede
US-Präsident Barack Obama enttäuschte gestern in seiner groß angekündigten Rede zur Lage der Nation. Statt handfester Rezepte, wie er Wirtschaft, Konsum und Krieg fördern und wieder auf Vordermann bringen will, gab es größtenteils nur Durchhalteparolen. Obama versuchte, den Amerikanern wieder mehr Lebensmut beizubringen. Nur, wenn alle an einem Strang zögen, könne die USA ihre Spitzenposition in der Welt gegen die "gelbe Gefahr aus China" verteidigen. Was so ein Strang alles bewirken könne, hätte man ja im Irak gesehen, so eine gemeine, aber völlig unaktuelle Anspielung auf die damalige Erhängung Sadam Husseins. Dem chinesischen Präsidenten Hu habe er "hinter verschlossenen Türen die Meinung gegeigt", so Obama. Er sei sich sicher, dass "dieser beschränkte Kommunistenwicht seine kleinen Füßchen so schnell nicht mehr auf amerikanischen Boden" setze. Seine frisch schwarz gefärbten Haare fingen an zu glänzen, als Obama zu einem flammenden Appell für Freiheit, Gerechtigkeit und komplizierte Krankenversicherung ansetzte. Auch erwähnte der sichtlich am Stress gealterte Präsident eine Abschaffung von Steuervorteilen für Besserverdienende. Jeder US-Bürger habe zudem ein Grundrecht auf mindestens drei frische Burger pro Tag. "Wir wollen nicht von unseren unerträglichen Staatsschulden, sondern lieber von unseren aufgedunsenen Bäuchen erdrückt werden", so das ambitionierte Ziel des schwarzen Hundeliebhabers, das jedoch nur bei Teilen der Bevölkerung auf Wohlwollen stieß (Kinder, Arbeitslose, Ronald McDonald).
In einer Schnellumfrage nach Ausstrahlung der Rede kam der Spartensender CNN zu dem Ergebnis, dass von 1.000 repräsentativ befragten US-Bürgen ca. 52 Prozent der 33 Prozent, die die Rede überhaupt gesehen hatten, zu 40 Prozent mit den Inhalten "relativ zufrieden" waren. Moderator Andy Warbringer zeigte sich "perplex", da er "keine Ahnung" habe, "was dieses komplizierte Statistikzeug" zu bedeuten habe.
In einer Schnellumfrage nach Ausstrahlung der Rede kam der Spartensender CNN zu dem Ergebnis, dass von 1.000 repräsentativ befragten US-Bürgen ca. 52 Prozent der 33 Prozent, die die Rede überhaupt gesehen hatten, zu 40 Prozent mit den Inhalten "relativ zufrieden" waren. Moderator Andy Warbringer zeigte sich "perplex", da er "keine Ahnung" habe, "was dieses komplizierte Statistikzeug" zu bedeuten habe.
Montag, 24. Januar 2011
Zu Guttenberg privat: Ein Tag im Leben des Barons
06:30 Uhr: Der Wecker der zu Guttenbergs erklingt viel zu früh. Theodor zu Guttenberg übernimmt die volle Verantwortung, demontiert das Weckgerät danach aber mit einer Axt, bevor er sich wieder an seine wunderhübsche Gattin Stephanie kuschelt, die von erfolgreichen Fernsehshows träumt.
08:45 Uhr: Die Guttenbergs wachen auf. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass sie verschlafen haben. Theodor zu Guttenberg übernimmt die volle Verantwortung für den Missstand, verklagt aber bereits nach dem ersten Morgenkaffee die Weckerindustrie, die unverständlicherweise Geräte produziert, die keine Axtschläge wegstecken können.
09:15 Uhr: Mit dem eingravierten Grinsen tritt Guttenberg vor die Kameras der Journalisten. Er übernimmt die volle Verantwortung dafür, dass dabei eine Kamera zu Bruch geht. Hinterher lässt er bekanntgeben, nie wieder mit dem beteiligten TV-Sender NTV zu sprechen.
09:30 Uhr: Knoppers. Zu Guttenberg übernimmt die volle Verantwortung für den cremigen Geschmack, die knackige Umhüllung und die Extraportion Milch. Nach einem Gang auf die Waage sorgt er später durch seine Beziehungen zum Bundesministerium für Ernährung dafür, dass der Pausensnack aus allen Supermarktregalen geräumt wird.
11:22 Uhr: Dienstbesprechung über die Verfehlungen in den Reihen der Bundeswehr. Zu Guttenberg stellt sich vor seine Leute und verspricht ihnen, nur so viele Bauernopfer zu erledigen, wie es zur Wahrung seiner Umfragewerte unbedingt nötig sei.
12:30 Uhr: Mittag, kurzer telefonischer Plausch mit der wunderschönen Stephanie, die gerade auf einen Kinderschänder wartet, um ihn vor laufenden Kameras zu überführen.
13:20 Uhr: Besuch auf der Gorch Fock. Beim Betreten des Schiffs stolpert zu Guttenberg aus eigener Dummheit über ein dickes Seil. Er übernimmt sofort die Verantwortung für den Zwischenfall, lässt 20 Minuten später das Segelschiff aber durch einen Marine-Torpedo medienwirksam versenken.
15:30 Uhr: Feierabend.
08:45 Uhr: Die Guttenbergs wachen auf. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass sie verschlafen haben. Theodor zu Guttenberg übernimmt die volle Verantwortung für den Missstand, verklagt aber bereits nach dem ersten Morgenkaffee die Weckerindustrie, die unverständlicherweise Geräte produziert, die keine Axtschläge wegstecken können.
09:15 Uhr: Mit dem eingravierten Grinsen tritt Guttenberg vor die Kameras der Journalisten. Er übernimmt die volle Verantwortung dafür, dass dabei eine Kamera zu Bruch geht. Hinterher lässt er bekanntgeben, nie wieder mit dem beteiligten TV-Sender NTV zu sprechen.
09:30 Uhr: Knoppers. Zu Guttenberg übernimmt die volle Verantwortung für den cremigen Geschmack, die knackige Umhüllung und die Extraportion Milch. Nach einem Gang auf die Waage sorgt er später durch seine Beziehungen zum Bundesministerium für Ernährung dafür, dass der Pausensnack aus allen Supermarktregalen geräumt wird.
11:22 Uhr: Dienstbesprechung über die Verfehlungen in den Reihen der Bundeswehr. Zu Guttenberg stellt sich vor seine Leute und verspricht ihnen, nur so viele Bauernopfer zu erledigen, wie es zur Wahrung seiner Umfragewerte unbedingt nötig sei.
12:30 Uhr: Mittag, kurzer telefonischer Plausch mit der wunderschönen Stephanie, die gerade auf einen Kinderschänder wartet, um ihn vor laufenden Kameras zu überführen.
13:20 Uhr: Besuch auf der Gorch Fock. Beim Betreten des Schiffs stolpert zu Guttenberg aus eigener Dummheit über ein dickes Seil. Er übernimmt sofort die Verantwortung für den Zwischenfall, lässt 20 Minuten später das Segelschiff aber durch einen Marine-Torpedo medienwirksam versenken.
15:30 Uhr: Feierabend.
Mittwoch, 19. Januar 2011
VW: Eigene Marke für China geplant
Der Volkswagen-Konzern plant eine speziell auf den chinesischen Markt abgestimmte, neue Automarke. So will man das große Potenzial des asiatischen Käufermarktes noch besser ausnutzen. Der Name für die Marke ist allerdings noch nicht gefunden, "aber irgendwas mit Yang, Chen oder Hui" sollte es schon sein, wie der frisch beförderte Projektleiter Hartmut Fernlicht erläutert. Auch die Modellpalette soll speziell angepasst werden. Der Fahrer findet seinen Platz im "Reich der Mitte", links und rechts schützen ihn kleine Steinmauern vor Kollisionen mit anderen Reisschüsseln. Die Wagen sollen zudem in der Größe auf den asisatischen Markt angepasst werden. "Ich denke, der Maßstab 1:18 sollte für unsere kleinen, gelben Freunde durchaus noch reichen, um bequem mit einem Hütchen auf der Rückbank Platz zu finden", so Fernlicht, der offensichtlich voller Tatendrang die Herausforderung annimmt. Durch pfiffige Extras wie den optionalen Wok im Kofferraum sowie die serienmäßigen Stäbchenhalterungen an den Sitzen erhoffen sich die Wolfsburger, schnell an Beliebtheit zu gewinnen. Auch für Tierliebhaber gibt es passende Zusatzoptionen im Bestellkatalog. "Ein Eisfach sorgt dafür, dass die frisch erlegten Katzen und Hunde auf dem Weg zum Abendessen stets frisch bleiben", wie VW in einem ersten Promokatalog stolz verspricht.
Freitag, 14. Januar 2011
Bundesliga: Der Ball rollt wieder
Nach quälend langen vier Wochen ohne Bundesligafußball macht das Leben heute für Millionen Männer wieder einen Sinn: Rückrundenstart! Mit dem Kracher-Spiel Leverkusen - Dortmund (ARD/Sky, 20:30 Uhr) hat die DFL bei der Spielplanansetzung Sachverstand erwiesen und beschert den Fußballfans ein wahres Fest am heutigen Freitagabend. In Kooperation mit dem Fußballexperten Nürretin G. (bekannt aus Funk und Gerichtsfernsehen) können wir Ihnen hier exklusiv bereits alle Ergebnisse des kommenden Spieltags in der Schnellübersicht präsentieren.
Leverkusen - Dortmund 1:4 (1:0)
Dank einer überragenden ersten Halbzeit von Ex-Nationalspieler Michael Ballack, der sich auf der Bank vorbildlich verhält, geht Bayer mit 1:0 in die Kabine. Sidney Sam sorgt mit einem 43-Meter-Tor für den ersten Paukenschlag des Jahres, als er den mit der Unterschrift unter seine Vertragsverlängerung beschäftigten BVB-Keeper Weidenfehler überlupft. Nach der Pause bietet sich den 30.000 Freikartenbesitzern in der BayArena ein gänzlich anderes Bild. Der Tabellenführer aus Dortmund walzt innerhalb von 20 Minuten die Werkself auf die Größe einer Aspirinpackung zusammen und fährt mit verdienten 4 Toren (3x Sahin, 1x Le Tallec) einen hochverdienten Sieg ein.
Bremen - Hoffenheim 2:2 (1:1)
Ermutigt durch den Abgang des maximalpigmentierten Störenfriedes Demba Ba und des geldgierigen anderen Ausländers, sowie motiviert durch Trainerwechsel und Finanzprobleme spielt Hoffenheim von Beginn an stark auf. Ibisevic bringt die Gäste durch ein kurioses Tor, bei dem der Ball durch Berührung mit Tim Wieses Gelhaarpracht beschleunigt wird, in Führung. Kurz darauf kann Frings jedoch mit einem durch die Wettmafia verursachten Foulelfmeter ausgleichen. In Halbzeit zwei geht es ordentlich zur Sache (Fußball), es hagelt Ecken, Freistöße und schauspielerische Einlagen, ehe zwei weitere Tore, gerecht verteilt, nichts an der Punktteilung ändern.
Stuttgart - Mainz 0:1 (0:0)
Die Stuttgarter bleiben in der Tabelle dort, wo Elisabeth Fritzl geschlagene 24 Jahre verbrachte: im Keller. Nach einer peinlichen Leistung verliert die Elf des schmierigen Bruno Labbadia hochverdient mit 0:1 gegen den Tabellenzweiten aus Mainz. Das Tor des Tages erzielt Trainer Thomas Tuchel per Wutausbruch.
Wolfsburg - Bayern 1:1 (1:0)
Alle Augen sind auf Thomas Kraft, den neuen Bayern-Keeper, gerichtet. Er feiert einen respektablen Einstand, hält zwei der drei durch ihn verursachten Elfmeter und kann zudem durch ein frisches Äußeres überzeugen. Der eingewechselte Luiz Gustavo rettet dem schwachen Rekordmeister in der letzten Minute einen unverdienten Punkt. Nach dem Spiel spricht Kapitän van Bommel von der Meisterschaft, Uli Hoeneß von Abstieg und Franz Beckenbauer vom Golfspielen.
Nürnberg - Gladbach 0:0
Gähn!
St. Pauli - Freiburg 1:0 (0:0)
Der Kultklub vom Kiez kann sich vor 24.000 coolen Eventfans einen durch Kampfesmut und Einsatz verdienten Heimsieg sichern. Die linken Bazillen feiern nach dem Spiel ausgelassen und stecken zahlreiche Zuschauer mit einer Wintergrippe an.
Schalke - Hamburg 4:0 (2:0)
Die Krise beim HSV spitzt sich weiter zu. Bereits zur Halbzeit muss Ehrenmitglied Uwe Seeler wegen Kleinwüchsigkeit behandelt werden, später sorgt erneut Paolo Guerrero für einen Eklat. Der umtriebige, momentan verletzt fehlende Peruaner leistet sich auf der Tribüne eine wilde Schlägerei mit Vertretern von Plastikflaschen. Auf dem Spielfeld spielt nur der FC Schalke 04. Torjäger Raul sorgt mit einem Doppelpack vor und nach der Pause für ekstatische Zustände bei den zumeist wie durch einen Fleischwolf gedreht aussehenden Proletenfans.
Frankfurt - Hannover 2:1 (2:1)
Bereits nach 10 Minuten ist der Endstand hergestellt. Das Blitztor vom Hannoveraner Pinto (32 Sekunden nach Anpfiff, Flanke direkt ins Tor) wird durch zwei Tore von Gekas (4./6.) schnell in die Vergessenheit befördert. Danach beschränken sich die Highlights in der Commerzbank-Arena auf einen erfolgreich vereitelten Würstchendiebstahl sowie eine rassistische Äußerung aus dem Gästeblock in Richtung Didier Ya Konan ("Rastaschwengel!").
Kaiserslautern - Köln 1:0 (0:0)
Mit Neu-Kapitän Lukas Podolski, der sein Amt erstaunlich ernst nimmt und überraschenderweise erst nach 67 Minuten wegen einer Tätlichkeit vom Platz fliegt gibt es für den FC im Fritz-Walter-Stadion nichts zu holen. Srdjan Lakic sorgt mit seinem 10. Saisontreffer (Flugkopfball nach eigenem Fallrückzieher) für einen letztlich verdienten Sieg des inzestdurchsetzten Aushängeschildes der Pfalz.
Leverkusen - Dortmund 1:4 (1:0)
Dank einer überragenden ersten Halbzeit von Ex-Nationalspieler Michael Ballack, der sich auf der Bank vorbildlich verhält, geht Bayer mit 1:0 in die Kabine. Sidney Sam sorgt mit einem 43-Meter-Tor für den ersten Paukenschlag des Jahres, als er den mit der Unterschrift unter seine Vertragsverlängerung beschäftigten BVB-Keeper Weidenfehler überlupft. Nach der Pause bietet sich den 30.000 Freikartenbesitzern in der BayArena ein gänzlich anderes Bild. Der Tabellenführer aus Dortmund walzt innerhalb von 20 Minuten die Werkself auf die Größe einer Aspirinpackung zusammen und fährt mit verdienten 4 Toren (3x Sahin, 1x Le Tallec) einen hochverdienten Sieg ein.
Bremen - Hoffenheim 2:2 (1:1)
Ermutigt durch den Abgang des maximalpigmentierten Störenfriedes Demba Ba und des geldgierigen anderen Ausländers, sowie motiviert durch Trainerwechsel und Finanzprobleme spielt Hoffenheim von Beginn an stark auf. Ibisevic bringt die Gäste durch ein kurioses Tor, bei dem der Ball durch Berührung mit Tim Wieses Gelhaarpracht beschleunigt wird, in Führung. Kurz darauf kann Frings jedoch mit einem durch die Wettmafia verursachten Foulelfmeter ausgleichen. In Halbzeit zwei geht es ordentlich zur Sache (Fußball), es hagelt Ecken, Freistöße und schauspielerische Einlagen, ehe zwei weitere Tore, gerecht verteilt, nichts an der Punktteilung ändern.
Stuttgart - Mainz 0:1 (0:0)
Die Stuttgarter bleiben in der Tabelle dort, wo Elisabeth Fritzl geschlagene 24 Jahre verbrachte: im Keller. Nach einer peinlichen Leistung verliert die Elf des schmierigen Bruno Labbadia hochverdient mit 0:1 gegen den Tabellenzweiten aus Mainz. Das Tor des Tages erzielt Trainer Thomas Tuchel per Wutausbruch.
Wolfsburg - Bayern 1:1 (1:0)
Alle Augen sind auf Thomas Kraft, den neuen Bayern-Keeper, gerichtet. Er feiert einen respektablen Einstand, hält zwei der drei durch ihn verursachten Elfmeter und kann zudem durch ein frisches Äußeres überzeugen. Der eingewechselte Luiz Gustavo rettet dem schwachen Rekordmeister in der letzten Minute einen unverdienten Punkt. Nach dem Spiel spricht Kapitän van Bommel von der Meisterschaft, Uli Hoeneß von Abstieg und Franz Beckenbauer vom Golfspielen.
Nürnberg - Gladbach 0:0
Gähn!
St. Pauli - Freiburg 1:0 (0:0)
Der Kultklub vom Kiez kann sich vor 24.000 coolen Eventfans einen durch Kampfesmut und Einsatz verdienten Heimsieg sichern. Die linken Bazillen feiern nach dem Spiel ausgelassen und stecken zahlreiche Zuschauer mit einer Wintergrippe an.
Schalke - Hamburg 4:0 (2:0)
Die Krise beim HSV spitzt sich weiter zu. Bereits zur Halbzeit muss Ehrenmitglied Uwe Seeler wegen Kleinwüchsigkeit behandelt werden, später sorgt erneut Paolo Guerrero für einen Eklat. Der umtriebige, momentan verletzt fehlende Peruaner leistet sich auf der Tribüne eine wilde Schlägerei mit Vertretern von Plastikflaschen. Auf dem Spielfeld spielt nur der FC Schalke 04. Torjäger Raul sorgt mit einem Doppelpack vor und nach der Pause für ekstatische Zustände bei den zumeist wie durch einen Fleischwolf gedreht aussehenden Proletenfans.
Frankfurt - Hannover 2:1 (2:1)
Bereits nach 10 Minuten ist der Endstand hergestellt. Das Blitztor vom Hannoveraner Pinto (32 Sekunden nach Anpfiff, Flanke direkt ins Tor) wird durch zwei Tore von Gekas (4./6.) schnell in die Vergessenheit befördert. Danach beschränken sich die Highlights in der Commerzbank-Arena auf einen erfolgreich vereitelten Würstchendiebstahl sowie eine rassistische Äußerung aus dem Gästeblock in Richtung Didier Ya Konan ("Rastaschwengel!").
Kaiserslautern - Köln 1:0 (0:0)
Mit Neu-Kapitän Lukas Podolski, der sein Amt erstaunlich ernst nimmt und überraschenderweise erst nach 67 Minuten wegen einer Tätlichkeit vom Platz fliegt gibt es für den FC im Fritz-Walter-Stadion nichts zu holen. Srdjan Lakic sorgt mit seinem 10. Saisontreffer (Flugkopfball nach eigenem Fallrückzieher) für einen letztlich verdienten Sieg des inzestdurchsetzten Aushängeschildes der Pfalz.
Mittwoch, 12. Januar 2011
Russen-Ermittlungen: Pole schuld an Kaczynski-Absturz
Eine russische Untersuchung des Flugzeugsabsturzes, bei dem im vergangenen Jahr der polnische Präsident Lech Kaczynski ums Leben kam, hat ergeben, dass der polnische Luftwaffenchef Andrzej Blasik die Schuld an dem Unglück trägt. Er habe den Piloten die Landung bei widrigen Bedingungen aufgedrängt und diese damit zur tödlichen Entscheidung bewegt. "Die Obduktion des Leichnams hat ergeben, dass Blasik zum Zeitpunkt des Absturzes nur 0,8 Promille im Körper hatte. Dies ist selbstverständlich viel zu wenig, um lebenswichtige Entscheidungen zu treffen", so die wodkaerprobten Ermittler.
Dienstag, 11. Januar 2011
Forscher: Wirtschaftslage bei Geburt beeinflusst späteres Leben
Mannheimer Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Wirtschaftslage bei der Geburt eines Menschen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten im Alter hat. Bei Menschen, die in Krisenzeiten geboren wurden, ließ sich angeblich feststellen, dass diese durch harte Schicksalsschläge innerhalb der Familie (Tod des Vaters, Raucherbein der Mutter, Lottogewinn der Stieftochter) stärker negativ in ihren geistigen Fähigkeiten beeinflusst werden als Menschen, die in goldenen Zeiten (z.B. 2. Weltkrieg) auf die Welt kamen. "Es klingt verrückt, ist aber zweifelsfrei erwiesen", so einer der ausführenden Forscher. Durch die Ergebnisse sollen nachwuchsbereite Paare zum Nachdenken gebracht werden. "Wenn man seinen Kindern auch im Alter ein möglichst sorgenfreies Leben ermöglichen will, sollte man also in Krisenzeiten auf das ungeschützte Geschlechtsorgantreffen verzichten", lässt der Forschungsbericht der Mannheimer Weißkittel verlauten. FDP-Anhängern sei momentan also strengstens geraten, ihr Liebesleben kontrolliert auszuüben.
Montag, 10. Januar 2011
Eta: Endgültiger Waffenstillstand angekündigt
Die baskische Spaßfraktion Eta hat in einer grammatikalisch und sprachlich bemerkenswerten Erklärung einen dauerhaften Waffenstillstand angekündigt. Dieses Mal meine man es "wirklich total ernst, echt jetzt", so die Hauptaussage des Dreizeilers. Das heutige Schreiben ist die 43. Ankündigung einer Waffenniederlegung in den letzten sechs Jahren und deswegen "mindestens so glaubwürdig wie ein dreibeiniger Torero mit Gipsarm", wie ein sich vor Lachen kringelndes spanisches Regierungsmitglied auf Nachfrage bestätigte.
Donnerstag, 6. Januar 2011
Westerwelle: Befreiungsschlag beim Dreikönigstreffen
Er wankte, doch er fiel nicht: Guido Westerwelle überlebte Silvester, obwohl er stinkbesoffen war. Und auch das heutige Dreikönigstreffen seiner abgestürzten Spaßpartei überstand der Außenminister souverän. Die Delegierten erhoben sich planmäßig von ihren Plätzen und spendeten braven Applaus, nachdem Westerwelle zuvor 70 Minuten lang ein rhetorisches Feuerwerk (3,99 €, Lidl) abgefackelt hatte. Der Parteivorsitzende überzeugte mit gewählten Worten, die jegliche Eigenkritik gekonnt umschifften und die desolate Lage der gelben Lobbyisten famos totschwiegen. Westerwelle begeisterte durch unbändige Coolness, als er eine Gruppe jugendlicher Störenfriede, die ein Anti-Stuttgart21-Plakat entrollten, zur Sau machte ("Ihr Schweine!"). Einige Minuten später bügelte er dann noch einen erneuten Zwischenrufer vor versammelter Mannschaft auf Briefmarkengröße zusammen ("Sie können schreien, so viel Sie wollen, ich werde trotzdem mein Leben lang mehr Geld verdienen als Sie!").
Inhaltlich bot die Rede teils überraschende Neuigkeiten. So will sich Westerwelle für ein "einfacheres und gerechteres Steuersystem" einsetzen und fordete zudem, dass Arbeit "sich wieder lohnen" müsse. Zudem sei die FDP eine "Volkspartei" und Westerwelle selbst ein "Mann von Welt."
"Wenn er doch politisch auch so bestimmt und aggressiv auftreten würde wie in solchen Situationen und im heimischen Bett", so ein verzweifelt und versöhnt zugleich wirkender FDP-Anhänger nach der Brandrede. "Er wird es machen wie immer: er kommt von hinten - und rollt so das Feld auf", so ein weiteres, geschickt mit homosexuellen Assoziationen spielendes Parteimitglied. Die Krise in der FDP scheint also mit dem heutigen Tage vergessen, eine Aufbruchstimmung war überall spürbar, vor allem auf dem Parkplatz des Stuttgarter Opernhauses, wo während der Veranstaltung drei Guidomobile geknackt wurden.
Inhaltlich bot die Rede teils überraschende Neuigkeiten. So will sich Westerwelle für ein "einfacheres und gerechteres Steuersystem" einsetzen und fordete zudem, dass Arbeit "sich wieder lohnen" müsse. Zudem sei die FDP eine "Volkspartei" und Westerwelle selbst ein "Mann von Welt."
"Wenn er doch politisch auch so bestimmt und aggressiv auftreten würde wie in solchen Situationen und im heimischen Bett", so ein verzweifelt und versöhnt zugleich wirkender FDP-Anhänger nach der Brandrede. "Er wird es machen wie immer: er kommt von hinten - und rollt so das Feld auf", so ein weiteres, geschickt mit homosexuellen Assoziationen spielendes Parteimitglied. Die Krise in der FDP scheint also mit dem heutigen Tage vergessen, eine Aufbruchstimmung war überall spürbar, vor allem auf dem Parkplatz des Stuttgarter Opernhauses, wo während der Veranstaltung drei Guidomobile geknackt wurden.
Dienstag, 4. Januar 2011
Die gute Nachricht des Tages (3)
Im hessischen Dautphe hat sich direkt neben einem Wohnhaus ein Krater im Erdreich aufgetan. Behörden gaben nach einigen Nachforschungen Grund zur Hoffnung, dass bald auch weitere Teile des hässlichsten Bundeslandes der Republik von der Bildfläche verschwinden könnten.
Montag, 3. Januar 2011
Hasta la vista, baby! Schwarzeneggers persönlicher Judgment Day
Heute war es soweit, die Amtszeit des Gouvernators lief ab. Der einstige Hoffnungsträger, der sich vor acht Jahren mithilfe roher Gewalt, dreißig Maschinengewehren und einem Panzer den Platz an der Spitze Kaliforniens erobert hatte, ist gnadenlos gescheitert. Er hinterlässt mehr Schulden als der Sonnenstaat je zuvor hatte, die Wirtschaft liegt weiterhin am Boden und sein Englisch ist auch nicht besser geworden. Für Aufsehen sorgte er allenfalls in Umweltfragen, wo er einen strikten, ökologisch motivierten Kurs fuhr, unter anderem Waldbrände und Erdbeben verbot, letztlich jedoch auch auf diesem Gebiet scheiterte.
Mit Spannung erwartet wurde deswegen die heutige Abschlusspressekonferenz des muskelgestählten Versagers. Nachdem die Medienvertreter ihre Kleidung, ihre Schuhe und ihre Motorräder an der Eingangskontrolle abgegeben hatten, begrüßte sie ein gutgelaunter Schwarzenegger. Mit den bekannten Worten "If it bleeds, we can kill it" erschlug er zunächst eine auf dem Rednerpult verweilende Spinne, ehe er ein insgesamt positives Fazit seiner Amtszeit zog. Er habe erfolgreich Politikerleben und Fitnesstraining vereint und "trotz allem Stress kaum an Muskelmasse abgebaut", so der durchaus zufrieden wirkende Filmstar. Zur Frage, ob er seine Filmkarriere nun wieder aufnehmen wolle, warf er den Journalisten nur ein vielsagendes "I´ll be back, perhaps!" entgegen, bevor er überraschend mit Blendgranaten um sich warf und "Get to da choppa"-rufend aus dem Saal rannte.
Mit Spannung erwartet wurde deswegen die heutige Abschlusspressekonferenz des muskelgestählten Versagers. Nachdem die Medienvertreter ihre Kleidung, ihre Schuhe und ihre Motorräder an der Eingangskontrolle abgegeben hatten, begrüßte sie ein gutgelaunter Schwarzenegger. Mit den bekannten Worten "If it bleeds, we can kill it" erschlug er zunächst eine auf dem Rednerpult verweilende Spinne, ehe er ein insgesamt positives Fazit seiner Amtszeit zog. Er habe erfolgreich Politikerleben und Fitnesstraining vereint und "trotz allem Stress kaum an Muskelmasse abgebaut", so der durchaus zufrieden wirkende Filmstar. Zur Frage, ob er seine Filmkarriere nun wieder aufnehmen wolle, warf er den Journalisten nur ein vielsagendes "I´ll be back, perhaps!" entgegen, bevor er überraschend mit Blendgranaten um sich warf und "Get to da choppa"-rufend aus dem Saal rannte.
Freitag, 31. Dezember 2010
Gedanken zum Jahreswechsel
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Neger und Juden,
das Ende des Jahres 2010 steht unmittelbar bevor. Experten haben mit Hilfe astronomisch teurer Apple-Spezialrechner errechnet, dass bereits heute gegen 23:59 die Gefahr eines akuten Jahreswechsels bevorsteht. Mit bis zu 99,99 %-iger Wahrscheinlichkeit wird gegen 0 Uhr des Folgetages ein neues Jahr anbrechen. Wir sollten die uns bis dahin verbleibenden Stunden sinnvoll nutzen und dem ablaufenden Jahr noch einen runden Abschluss verpassen, indem wir die Zeit mit unseren Liebsten verbringen (Schnaps, Zigarre, Auto). Ein Jeder wird sein persönliches Jahresfazit ziehen können. Es gilt sich zu fragen: "Habe ich alles in meiner Macht stehende getan, um mir und meinen Mitmenschen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen?", "Wo kann ich mich noch verbessern?" und "Wo zum Teufel ist der Schnaps?".
Wir alle sollten noch einmal Innehalten, nach diesem Jahr voller missglückter Wetten (Samuel K., Nürretin G., ), gesellschaftlicher Enttäuschungen (Käßmann, Sarrazin, Westerwelle), vergebener Chancen (Steuerreform, Gomez) und der allgemeinen Abscheu vor Griechen, Iren und Bänkern. Wir sollten uns auch an die glücklichen Momente erinnern, bei denen sich oft ganz Deutschland in den Armen lag (Grand Prix-Siege von Lena und Vettel, Tröten in Südafrika, Verkündung jüngster FDP-Umfragewerte), sowie an die kleinen privaten Erfolge, die jeder im Laufe des Jahres zu verbuchen hatte, sei es endlich einen seit Jahren verhassten Nachbarn mit der Spitzhacke erschlagen oder der Schwiegermutter einmal richtig die Meinung gegeigt zu haben (André Rieu).
Und vor allem sollten wir positiv in die Zukunft schauen. Deutschland braucht positiv denkende Bürger, vor allem solche, die jung, zahlungskräftig und ingenieurbegeistert sind. Im Jahre 2011 erwarten uns spannende Landtagswahlen, weniger Netto vom Brutto und noch mehr Lieder von Lena Meyer-Landrut. Wenn das kein Grund zur Freude ist! In diesem Sinne: Prost Mahlzeit.
das Ende des Jahres 2010 steht unmittelbar bevor. Experten haben mit Hilfe astronomisch teurer Apple-Spezialrechner errechnet, dass bereits heute gegen 23:59 die Gefahr eines akuten Jahreswechsels bevorsteht. Mit bis zu 99,99 %-iger Wahrscheinlichkeit wird gegen 0 Uhr des Folgetages ein neues Jahr anbrechen. Wir sollten die uns bis dahin verbleibenden Stunden sinnvoll nutzen und dem ablaufenden Jahr noch einen runden Abschluss verpassen, indem wir die Zeit mit unseren Liebsten verbringen (Schnaps, Zigarre, Auto). Ein Jeder wird sein persönliches Jahresfazit ziehen können. Es gilt sich zu fragen: "Habe ich alles in meiner Macht stehende getan, um mir und meinen Mitmenschen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen?", "Wo kann ich mich noch verbessern?" und "Wo zum Teufel ist der Schnaps?".
Wir alle sollten noch einmal Innehalten, nach diesem Jahr voller missglückter Wetten (Samuel K., Nürretin G., ), gesellschaftlicher Enttäuschungen (Käßmann, Sarrazin, Westerwelle), vergebener Chancen (Steuerreform, Gomez) und der allgemeinen Abscheu vor Griechen, Iren und Bänkern. Wir sollten uns auch an die glücklichen Momente erinnern, bei denen sich oft ganz Deutschland in den Armen lag (Grand Prix-Siege von Lena und Vettel, Tröten in Südafrika, Verkündung jüngster FDP-Umfragewerte), sowie an die kleinen privaten Erfolge, die jeder im Laufe des Jahres zu verbuchen hatte, sei es endlich einen seit Jahren verhassten Nachbarn mit der Spitzhacke erschlagen oder der Schwiegermutter einmal richtig die Meinung gegeigt zu haben (André Rieu).
Und vor allem sollten wir positiv in die Zukunft schauen. Deutschland braucht positiv denkende Bürger, vor allem solche, die jung, zahlungskräftig und ingenieurbegeistert sind. Im Jahre 2011 erwarten uns spannende Landtagswahlen, weniger Netto vom Brutto und noch mehr Lieder von Lena Meyer-Landrut. Wenn das kein Grund zur Freude ist! In diesem Sinne: Prost Mahlzeit.
Donnerstag, 30. Dezember 2010
2010: Der offizielle Jahresrückblick
Nach den langatmigen Jahresrückblicken bei Kerner und Co, die teilweise schon im Herbst die Zuschauer mit ihren weichgespülten Stories einlullten, hier nun der einzig wahre Rückblick auf das vergangene Jahr.
JANUAR
Daisy hat Deutschland fest im Griff. Die kältebringende Disneyfigur ohne Unterwäsche bringt einen Jahrhundertwinter, der erst 11 Monate später wieder in ähnlicher Form über das Land hereinbrechen wird. Der Schnee verdrängt unwichtige Nachrichten wie ein verheerendes Erdbeben in Haiti, bei dem mehrere Kokosnüsse zu Boden geschleudert werden sowie den Sieg Frankreichs bei der Handball-EM zu Recht in den Hintergrund.
FEBRUAR
In Stuttgart beginnt das lang erwartete Bauprojekt "Stuttgart 21". Unter frenetischem Jubel der gebildeten Bevölkerung walzen Bagger die ersten Bäume nieder. In Griechenland dagegen bahnt sich eine Krise an: die EU stellt den Haushalt des latent nach Ouzo riechenden Staates unter verschärfte Kontrolle. Im kanadischen Vancouver beginnen die Olympischen Winterspiele, bei ARD und ZDF gehen in den nächsten Wochen unzählige Anrufe von besorgten Gebührenzahlern ein, die nur noch Schnee auf ihren Fernsehgeräten empfangen. Für weitere Empörung sorgt die rasende Bischöfin Margot Käßmann, die aus einer Sektlaune heraus entscheidet, "keinen Bock mehr auf Kirche" zu haben.
MÄRZ
In Island bricht der Eyjafjallajökull aus und sorgt wochenlang für große Mengen an Asche. Bis nach Griechenland kommt diese aber nicht, der Staat hat weiterhin große Geldprobleme. Die Aktion "Earth Hour" wird zum vollen Erfolg. Menschen in 125 Ländern folgen dem Aufruf des WWF, schalten für eine Stunde die Lichter aus und sorgen so für unzählige Knochenbrüche und sexuelle Eskapaden im Dunkeln. In der Nähe der nordkoreanischen Grenze geht ein Kriegsschiff mit 46 kleinen Südkoreanern unter. Die Ursache ist bis heute ungeklärt, ebenso wie der anhaltende Erfolg der Schmalzband "Die Flippers".
APRIL
Beim Absturz einer Regierungsmaschine in Russland wird der polnische Staatspräsident Lech Kaczynsk getötet. Glücklicherweise kann eine deutsche Verantwortung dieses Mal ausgeschlossen werden. Der isländische Vulkan zeigt sich weiterhin so aktiv wie ein Rudel Maulwürfe auf Dope, woraufhin der Flugverkehr in halb Europa zusammenbricht wie ein Kölner Stadtarchiv. Die katholische Kirche muss einen herben Rückschlag hinnehmen, als sich Bischof Mixa wegen Prügelvorwürfen selbst entlässt. Immerhin sei er bei den Ohrfeigen und Prügeleien meistens nüchtern gewesen, so der reuige alte Mann.
MAI
Bayern München wird unter Trainerdespot Luis van Gaal Deutscher Meister. In Folge der Feierlichkeiten und des exzessiven Biergenusses kommt es zu einer Flutwelle, die bis hin zur Oder für Überschwemmungen sorgt. In Oslo sorgt Lena Meyer-Landrut für einen erdrutschartigen Sieg beim Eurovision Song Contest. Ihr Lied "Satellite" wird zum Hit des Jahres, sie selbst tritt damit 182.121 Mal zu verschiedenen Anlässen auf, bis auch der eingefleischteste Fan einen Mittelohrbruch erleidet. Neben der strahlenden Siegerin gibt es auch einen deutschen Verlierer: Bundespräsident Horst Köhler schmeißt seinen Job hin, nachdem er in der Kantine des Bundestages eine Roulade weniger als Sigmar Gabriel aufgetischt bekommen hatte.
JUNI
Skandal in Israel: dem deutschen Entwicklungsminister Dirk Niebel wird die Einreise in den Gazastreifen verweigert, woraufhin dieser beinahe den dritten Weltkrieg auslöst. Auf den beleidigten Horst Köhler folgt mit Christian Wulff und seiner tätowierten Gattin ein frisches Gesicht. Wulff macht sich bereits in seiner Antrittsrede unbeliebt, als er von multikultureller Gesellschaft spricht und somit auch Negern gewisse Rechte einräumt.
JULI
Das Europaparlament beschließt ein Gesetz, das Bankerboni begrenzt. Ab sofort ist den Bonzen nur noch der Kauf von 10 Luxuswagen, 3 Kreuzfahrtschiffen und fünf minderjährigen Thailänderinnen pro Jahr erlaubt. Der Bundesrat beschließt die Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes von 9 auf 6 Monate, woraufhin die Bierindustrie rote Zahlen ankündigt. Bei einer ohrenbetäubenden Weltmeisterschaft in Südafrika wird Deutschland enttäuschender Dritter, dafür dann später zu Recht mit dem lachhaften Deutschen Fernsehpreis abgestraft. In NRW wird Hannelore Kraft zur Regierungschefin gewählt und ist von nun an der einzige Mann im Staate. Bei der Loveparade in Duisburg kommt es zu einem bedauerlichen Zwischenfall, als Bürgermeister Sauerland einen Farbbeutel ins Gesicht geschmissen bekommt. In der daraus folgenden Massenpanik verlieren sowohl Organisator Schaller als auch Polizeichef von Schmeling ihr Gesicht.
AUGUST
Die letzten US-Truppen verlassen den Irak. Zurück lassen sie eine befreite Bevölkerung, Armut und Coladosen. Trotz starkem internationalen Widerstand wird im Iran das erste Kernkraftwerk des Landes feierlich mit einer Explosion eröffnet. Beim traditionellen Wacken-Festival in Schleswig-Holstein betrinken sich suspekt gekleidete Eventfans mit billigem Fusel, während alle Klatschmedien vergeblich auf eine erneute Massenpanik hoffen um das Sommerloch mit Scheiße zu füllen.
SEPTEMBER
Die Bundesregierung beschließt die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Die Kraftwerke sprechen daraufhin von einer "unzumutbaren Belastung" und "geklauter Rentenzeit", strahlen aber schließlich mürrisch weiter. Der Integrationspolitiker Thilo Sarrazin zeigt sich überrascht von der harschen Kritik an seinem neusten Märchenbuch. Nur die zahlreichen Buchverkäufe halten ihn von einem Amoklauf ab. In Hamburg werden die ersten Nacktscanner auf dem Flughafen eingesetzt und sorgen für eine neue Kultur des Nudismus in der Bundesrepublik.
OKTOBER
In einem chilenischen Bergwerk geschieht ein Wunder, als ein Minenarbeiter einen Furz loslässt, den man 100 Meter weiter noch zehn Minuten lang riechen kann. Furzkanone Guido Westerwelle hingegen feiert einen internationalen Durchbruch und sorgt für einen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Auch wenn es sich nur um einen unbedeutenden Katzentisch handelt, soll dies der einzige "Erfolg" Westerwelles im Jahr 2010 bleiben. In Stuttgart wird Heiner Geißler als Schlichter im schwelenden Konflikt um den Bahnhofsbau eingesetzt. Der demente Greis sorgt in den folgenden Wochen dafür, dass das Projekt durchgeführt und mehr kosten wird als je zuvor geplant.
NOVEMBER
Die Proteste gegen einen Castortransport erreichen einen neuen Höhepunkt, so dass sogar französische Polizisten unerlaubt in Deutschland mitprügeln. "Wenn mir vor 70 Jahren jemand gesagt hätte, dass mal ein Franzose zusammen mit einem Deutschen einen Deutschen verprügelt, hätte ich geweint vor Lachen", so ein unbeteiligter Kriegsveteran. Für den Eklat des Jahres sorgt Finanzminister Wolfgang Schäuble, der seinem Pressesprecher vor versammelter Presse schmerzhaft über den Mund fährt und ihn zum Rücktritt zwingt. In der Formel 1 feiert Niki Lauda seinen 23. Weltmeistertitel im Mützenabnehmen.
DEZEMBER
Da werden Sie sich ja wohl noch selber dran erinnern können, also bitte!
JANUAR
Daisy hat Deutschland fest im Griff. Die kältebringende Disneyfigur ohne Unterwäsche bringt einen Jahrhundertwinter, der erst 11 Monate später wieder in ähnlicher Form über das Land hereinbrechen wird. Der Schnee verdrängt unwichtige Nachrichten wie ein verheerendes Erdbeben in Haiti, bei dem mehrere Kokosnüsse zu Boden geschleudert werden sowie den Sieg Frankreichs bei der Handball-EM zu Recht in den Hintergrund.
FEBRUAR
In Stuttgart beginnt das lang erwartete Bauprojekt "Stuttgart 21". Unter frenetischem Jubel der gebildeten Bevölkerung walzen Bagger die ersten Bäume nieder. In Griechenland dagegen bahnt sich eine Krise an: die EU stellt den Haushalt des latent nach Ouzo riechenden Staates unter verschärfte Kontrolle. Im kanadischen Vancouver beginnen die Olympischen Winterspiele, bei ARD und ZDF gehen in den nächsten Wochen unzählige Anrufe von besorgten Gebührenzahlern ein, die nur noch Schnee auf ihren Fernsehgeräten empfangen. Für weitere Empörung sorgt die rasende Bischöfin Margot Käßmann, die aus einer Sektlaune heraus entscheidet, "keinen Bock mehr auf Kirche" zu haben.
MÄRZ
In Island bricht der Eyjafjallajökull aus und sorgt wochenlang für große Mengen an Asche. Bis nach Griechenland kommt diese aber nicht, der Staat hat weiterhin große Geldprobleme. Die Aktion "Earth Hour" wird zum vollen Erfolg. Menschen in 125 Ländern folgen dem Aufruf des WWF, schalten für eine Stunde die Lichter aus und sorgen so für unzählige Knochenbrüche und sexuelle Eskapaden im Dunkeln. In der Nähe der nordkoreanischen Grenze geht ein Kriegsschiff mit 46 kleinen Südkoreanern unter. Die Ursache ist bis heute ungeklärt, ebenso wie der anhaltende Erfolg der Schmalzband "Die Flippers".
APRIL
Beim Absturz einer Regierungsmaschine in Russland wird der polnische Staatspräsident Lech Kaczynsk getötet. Glücklicherweise kann eine deutsche Verantwortung dieses Mal ausgeschlossen werden. Der isländische Vulkan zeigt sich weiterhin so aktiv wie ein Rudel Maulwürfe auf Dope, woraufhin der Flugverkehr in halb Europa zusammenbricht wie ein Kölner Stadtarchiv. Die katholische Kirche muss einen herben Rückschlag hinnehmen, als sich Bischof Mixa wegen Prügelvorwürfen selbst entlässt. Immerhin sei er bei den Ohrfeigen und Prügeleien meistens nüchtern gewesen, so der reuige alte Mann.
MAI
Bayern München wird unter Trainerdespot Luis van Gaal Deutscher Meister. In Folge der Feierlichkeiten und des exzessiven Biergenusses kommt es zu einer Flutwelle, die bis hin zur Oder für Überschwemmungen sorgt. In Oslo sorgt Lena Meyer-Landrut für einen erdrutschartigen Sieg beim Eurovision Song Contest. Ihr Lied "Satellite" wird zum Hit des Jahres, sie selbst tritt damit 182.121 Mal zu verschiedenen Anlässen auf, bis auch der eingefleischteste Fan einen Mittelohrbruch erleidet. Neben der strahlenden Siegerin gibt es auch einen deutschen Verlierer: Bundespräsident Horst Köhler schmeißt seinen Job hin, nachdem er in der Kantine des Bundestages eine Roulade weniger als Sigmar Gabriel aufgetischt bekommen hatte.
JUNI
Skandal in Israel: dem deutschen Entwicklungsminister Dirk Niebel wird die Einreise in den Gazastreifen verweigert, woraufhin dieser beinahe den dritten Weltkrieg auslöst. Auf den beleidigten Horst Köhler folgt mit Christian Wulff und seiner tätowierten Gattin ein frisches Gesicht. Wulff macht sich bereits in seiner Antrittsrede unbeliebt, als er von multikultureller Gesellschaft spricht und somit auch Negern gewisse Rechte einräumt.
JULI
Das Europaparlament beschließt ein Gesetz, das Bankerboni begrenzt. Ab sofort ist den Bonzen nur noch der Kauf von 10 Luxuswagen, 3 Kreuzfahrtschiffen und fünf minderjährigen Thailänderinnen pro Jahr erlaubt. Der Bundesrat beschließt die Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes von 9 auf 6 Monate, woraufhin die Bierindustrie rote Zahlen ankündigt. Bei einer ohrenbetäubenden Weltmeisterschaft in Südafrika wird Deutschland enttäuschender Dritter, dafür dann später zu Recht mit dem lachhaften Deutschen Fernsehpreis abgestraft. In NRW wird Hannelore Kraft zur Regierungschefin gewählt und ist von nun an der einzige Mann im Staate. Bei der Loveparade in Duisburg kommt es zu einem bedauerlichen Zwischenfall, als Bürgermeister Sauerland einen Farbbeutel ins Gesicht geschmissen bekommt. In der daraus folgenden Massenpanik verlieren sowohl Organisator Schaller als auch Polizeichef von Schmeling ihr Gesicht.
AUGUST
Die letzten US-Truppen verlassen den Irak. Zurück lassen sie eine befreite Bevölkerung, Armut und Coladosen. Trotz starkem internationalen Widerstand wird im Iran das erste Kernkraftwerk des Landes feierlich mit einer Explosion eröffnet. Beim traditionellen Wacken-Festival in Schleswig-Holstein betrinken sich suspekt gekleidete Eventfans mit billigem Fusel, während alle Klatschmedien vergeblich auf eine erneute Massenpanik hoffen um das Sommerloch mit Scheiße zu füllen.
SEPTEMBER
Die Bundesregierung beschließt die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Die Kraftwerke sprechen daraufhin von einer "unzumutbaren Belastung" und "geklauter Rentenzeit", strahlen aber schließlich mürrisch weiter. Der Integrationspolitiker Thilo Sarrazin zeigt sich überrascht von der harschen Kritik an seinem neusten Märchenbuch. Nur die zahlreichen Buchverkäufe halten ihn von einem Amoklauf ab. In Hamburg werden die ersten Nacktscanner auf dem Flughafen eingesetzt und sorgen für eine neue Kultur des Nudismus in der Bundesrepublik.
OKTOBER
In einem chilenischen Bergwerk geschieht ein Wunder, als ein Minenarbeiter einen Furz loslässt, den man 100 Meter weiter noch zehn Minuten lang riechen kann. Furzkanone Guido Westerwelle hingegen feiert einen internationalen Durchbruch und sorgt für einen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Auch wenn es sich nur um einen unbedeutenden Katzentisch handelt, soll dies der einzige "Erfolg" Westerwelles im Jahr 2010 bleiben. In Stuttgart wird Heiner Geißler als Schlichter im schwelenden Konflikt um den Bahnhofsbau eingesetzt. Der demente Greis sorgt in den folgenden Wochen dafür, dass das Projekt durchgeführt und mehr kosten wird als je zuvor geplant.
NOVEMBER
Die Proteste gegen einen Castortransport erreichen einen neuen Höhepunkt, so dass sogar französische Polizisten unerlaubt in Deutschland mitprügeln. "Wenn mir vor 70 Jahren jemand gesagt hätte, dass mal ein Franzose zusammen mit einem Deutschen einen Deutschen verprügelt, hätte ich geweint vor Lachen", so ein unbeteiligter Kriegsveteran. Für den Eklat des Jahres sorgt Finanzminister Wolfgang Schäuble, der seinem Pressesprecher vor versammelter Presse schmerzhaft über den Mund fährt und ihn zum Rücktritt zwingt. In der Formel 1 feiert Niki Lauda seinen 23. Weltmeistertitel im Mützenabnehmen.
DEZEMBER
Da werden Sie sich ja wohl noch selber dran erinnern können, also bitte!
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Deutschminister: Ramsauer rettet das Vaterland
Bundesverkehrsrowdy Peter Ramsauer (56, BMW) setzt sich für die Rettung der deutschen Sprache ein. In seinem streng geführten Ministerium hat er Erlasse erlassen lassen, die die Benutzung von eingedeutschtem Englisch und eingeenglischtem Deutsch verbieten. Statt "Laptop" müssen seine Mitarbeiter ihm Präsentationen mit Hilfe ihrer "tragbaren Datenschleudern im Mini-Format" präsentieren, natürlich nicht per "PowerPoint", sondern per "Energiepunkt". Mittags gibt es kein "Lunch", sondern "a zünft´ge Brotzeit", Abends kein "Dinner mit Lobbyisten" sondern ein "Abendessen mit freundschaftlich verbundenen Geldsäcken, die in unterstützender Weise der Aufpolierung des eigenen Geldbörseninhaltes dienen". Das Wort "Meeting" wurde durch "gemeinsames Kaffeetrinken" ersetzt, "Ticket" durch "Schwarzfahren" und "Holy Shit!" durch "Himmelarschundzwirn!".
Ramsauer setzt seine Vorschriften mit harter Hand um. Wer in Gegenwart des Ministers von "Brainstorming" spricht, der bekommt den eisigen Sturm deutschen Widerstandes zu spüren, wer sein "Flip Chart" mit ebendiesem Wort im Mund aufbaut, findet sich bewusstlos geschlagen auf der Damentoilette wieder. Eingeschüchterte Mitarbeiter berichten von wahren Gewaltausbrüchen Ramsauers, wenn er mal wieder einen Kaffeeautomaten mit der Aufschrift "Coffee to go" entdeckt oder ein Notausgang mit "Exit" ausgeschildert ist. Sprachwissenschaftler sprachen von einer "coolen Aktion" des Ministers und lobten seinen "straighten" Umsetzungsstil sowie seine allgemeine "Manpower".
Ramsauer setzt seine Vorschriften mit harter Hand um. Wer in Gegenwart des Ministers von "Brainstorming" spricht, der bekommt den eisigen Sturm deutschen Widerstandes zu spüren, wer sein "Flip Chart" mit ebendiesem Wort im Mund aufbaut, findet sich bewusstlos geschlagen auf der Damentoilette wieder. Eingeschüchterte Mitarbeiter berichten von wahren Gewaltausbrüchen Ramsauers, wenn er mal wieder einen Kaffeeautomaten mit der Aufschrift "Coffee to go" entdeckt oder ein Notausgang mit "Exit" ausgeschildert ist. Sprachwissenschaftler sprachen von einer "coolen Aktion" des Ministers und lobten seinen "straighten" Umsetzungsstil sowie seine allgemeine "Manpower".
Dienstag, 28. Dezember 2010
Separation: Personenklassifizierungen an deutschen Flughäfen geplant
Im Kampf gegen ständig drohende Terroranschläge wollen deutsche Flughäfen nun eine neue Strategie zur Gefahrenabwehr einsetzen. In Zukunft sollen die Passagiere in verschiedene Risikogruppen eingeteilt werden und somit verschiedene Sicherheitskontrollen durchlaufen. Dieses sogenannte "Profiling" ordnet die flugwilligen Bürger ausgehend von verschiedenen Kriterien wie Geschlecht, ethnischer Abstimmung, Körpergeruch, Fettleibigkeit und Musikgeschmack in verschiedene Gefahrenkategorien ein. So werden etwa kurzhaarige, jüdische Kommunisten mit Vorliebe für Linsensuppe und Oralsex auf dem Papier als gefährlicher eingestuft als einbeinige Christen mit Knödelgesicht, Zahnlücke und "Atomkraft, ja warum nicht?"-Aufkleber auf dem Koffer. Analog dazu gilt ein dementer Schornsteinfeger mit Hang zu Depressionen und Haschisch als weit weniger terroristisch veranlagt als ein bärtiger Dreijähriger mit Augenklappe.
"Bereits in den frühen 40er Jahren wurden mit einem auf ähnlichen Kriterien aufbauenden Separationsverfahren die Arbeitsabläufe und die Sicherheit im deutschen Reich maßgeblich verbessert", so ein Befürworter des geplanten Systems. Es sei nun an der Zeit, diese "guten historischen Erfahrungen gezielt zur Terrorabwehr in der Gegenwart" zu nutzen. Durch die vorherige Klasseneinteilung ließe sich zudem der Komfort für einen Großteil der Fluggäste steigern, da unauffällige Passagiere weniger Kontrollen und somit auch "weniger nerviges Getatsche im Intimbereich" erwarten könnten. "Ausländer, Muslime, Bärtige oder - noch schlimmer - Kombinationen aus diesen müssen in Zukunft natürlich etwas mehr Zeit mitbringen", so der Insider. Dies sei für die meisten dieser Personen "aber ohnehin kein Problem", da sie "entweder arbeitslose Dummköpfe oder wild entschlossene Selbstmordattentäter" seien, die auf diese Weise "noch ein paar Minütchen länger den Sinn ihres Daseins überdenken" könnten.
"Bereits in den frühen 40er Jahren wurden mit einem auf ähnlichen Kriterien aufbauenden Separationsverfahren die Arbeitsabläufe und die Sicherheit im deutschen Reich maßgeblich verbessert", so ein Befürworter des geplanten Systems. Es sei nun an der Zeit, diese "guten historischen Erfahrungen gezielt zur Terrorabwehr in der Gegenwart" zu nutzen. Durch die vorherige Klasseneinteilung ließe sich zudem der Komfort für einen Großteil der Fluggäste steigern, da unauffällige Passagiere weniger Kontrollen und somit auch "weniger nerviges Getatsche im Intimbereich" erwarten könnten. "Ausländer, Muslime, Bärtige oder - noch schlimmer - Kombinationen aus diesen müssen in Zukunft natürlich etwas mehr Zeit mitbringen", so der Insider. Dies sei für die meisten dieser Personen "aber ohnehin kein Problem", da sie "entweder arbeitslose Dummköpfe oder wild entschlossene Selbstmordattentäter" seien, die auf diese Weise "noch ein paar Minütchen länger den Sinn ihres Daseins überdenken" könnten.
Montag, 27. Dezember 2010
Abzocke? Kitas sollen fürs Singen blechen
Die Gema hat sich einen neuen Schachzug zur Steigerung ihrer Einnahmen ausgedacht. Pünktlich zum Weihnachtsfest verschickte der Musikverwerter die Aufforderung zum Abschluss von Lizenzverträgen an Kindergärten. Diese sollen zukünftig für das Kopieren und Austeilen von Liederzetteln zur Kasse gebeten werden. "Es kann nicht sein, dass übergewichtige, untalentierte Erzieherinnen mit ihren drei Akkorden auf der Supermarktgitarre mit den Kindern Lieder einproben und ungestraft davonkommen", so ein Gema-Sprecher. Die Liederschreiber würden sich "im Grabe umdrehen, wenn sie die fürchterlichen Versionen ihrer Songs" zu hören bekämen - zumindest "falls sie bereits tot und unlogischerweise physikalisch in der Lage dazu sind".
Der Paritätische Wohlfahrtverband hingegen sieht in der Gema-Forderung eine "faule Abzocke" und empfiehlt allen Kindergärten, mit der Gebührenforderung "so zu verfahren, wie mit der GEZ: einfach missachten".
In einem internen Papier der Gema, das www.etwas-andere-news.de vorliegt, sind jedoch noch weitere Schritte zum Ziel der Gewinnmaximierung nachzulesen. So plant die Gema, in Zukunft Gebühren auf synthetische Keyboardwarteschleifenmusik zu erheben, die auf die Hotline-Kunden umgelegt werden könnten, zudem sollen deutsche Badezimmer verstärkt nach unerlaubtem Summen der neuesten Lady Gaga-Hits unter der Morgendusche kontrolliert werden. Im weiteren Visier stehen mehrere historische Glockenspiele sowie die unerwünschte Titelmelodie von "Tetris", die in zahlreichen deutschen Köpfen ein aktives Dasein fristet, ohne dem ursprünglichen Komponisten Geld einzubringen.
Der Paritätische Wohlfahrtverband hingegen sieht in der Gema-Forderung eine "faule Abzocke" und empfiehlt allen Kindergärten, mit der Gebührenforderung "so zu verfahren, wie mit der GEZ: einfach missachten".
In einem internen Papier der Gema, das www.etwas-andere-news.de vorliegt, sind jedoch noch weitere Schritte zum Ziel der Gewinnmaximierung nachzulesen. So plant die Gema, in Zukunft Gebühren auf synthetische Keyboardwarteschleifenmusik zu erheben, die auf die Hotline-Kunden umgelegt werden könnten, zudem sollen deutsche Badezimmer verstärkt nach unerlaubtem Summen der neuesten Lady Gaga-Hits unter der Morgendusche kontrolliert werden. Im weiteren Visier stehen mehrere historische Glockenspiele sowie die unerwünschte Titelmelodie von "Tetris", die in zahlreichen deutschen Köpfen ein aktives Dasein fristet, ohne dem ursprünglichen Komponisten Geld einzubringen.
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Uncoole Weihnachtsgeschenke
Morgen ist es soweit, der höchste Feiertag der Weltwirtschaft findet endlich statt. Manch einer ist noch am Überlegen, welchen Schrott er seinen Liebsten morgen unter die schiefe Nordmanntanne (19,95 €) schmuggeln soll. Hier einige Geschenkideen, von denen abgeraten wird:
- Paketbomben, die bereits am 23.12. detonieren
- Reisegutscheine für die DB, außer in Verbindung mit heißem Kaffee und einem guten (und dicken!) Buch
- Steuergeschenke an florierende Wirtschaftszweige
- Hochprozentiges (falls der Beschenkte Außenminister sein sollte und gereizt auf gemeine Anspielungen reagiert)
- Düsenjet (viel zu laut, zudem unerwartet teuer in der Unterhaltung)
- Sprungfedern für den nächsten Fernsehauftritt (gesellschaftlich verpönt)
- Rückrundendauerkarte Arminia Bielefeld
- Paketbomben, die bereits am 23.12. detonieren
- Reisegutscheine für die DB, außer in Verbindung mit heißem Kaffee und einem guten (und dicken!) Buch
- Steuergeschenke an florierende Wirtschaftszweige
- Hochprozentiges (falls der Beschenkte Außenminister sein sollte und gereizt auf gemeine Anspielungen reagiert)
- Düsenjet (viel zu laut, zudem unerwartet teuer in der Unterhaltung)
- Sprungfedern für den nächsten Fernsehauftritt (gesellschaftlich verpönt)
- Rückrundendauerkarte Arminia Bielefeld
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Maulkorb: Ungarns Medien zukünftig zensiert
Zum Erschrecken vieler Politiker in Europa hat Ungarns Regierung gestern ein Gesetz durchgebracht, das der staatlichen Medienkontrollbehörde NMHH weitreichende Befugnisse einräumt. So können nun Rundfunksender, Zeitungen und Zeitschriften überwacht und mit hohen Geldbußen belegt werden, wenn Veröffentlichungen nicht im Sinne der Behörde erfolgen. Die ungarischen Zeitungen reagierten heute erstaunlich positiv auf die neuen Regelungen und sprachen von einem "ausgewogenen, klugen Gesetz," welches die "überaus hoch angesehene und über die Grenzen Europas hinaus respektierte, beliebte, fähige und stolze Regierung" auf den Weg gebracht habe ("Budapester Nachrichten").
Dienstag, 21. Dezember 2010
Prügelknabe der Nation: Westerwelles Stern sinkt
Noch vor gut einem Jahr war er der strahlendste Bürger Deutschlands. Nein, er war damals nicht gerade in der Asse zu Besuch, sondern hatte seine Partei zu einem hervorragenden Ergebnis von 14,6 Prozent bei den Bundestagswahlen geführt, trotz oder gerade wegen Homosexualität, unseriösen Versprechungen und penetrantem Nervauftreten. Heute hat sich der Wind gedreht, wie vorhin im ARD-Wetterbericht zu sehen war. Und auch Guido Westerwelle sieht sich zunehmend stärker werdender Kritik ausgesetzt. Aus Insiderkreisen hört man, dass sogar Westerwelles Reisebegleiter und Bumsfreund Michael Mronz mit seinem Guido unzufrieden ist, z.B. wegen lautem Kauen am Frühstückstisch. Viele ehemalige Parteifreunde wenden sich vom Vorsitzenden ab, fordern sogar offen seinen Rücktritt. Als wäre das alles noch nicht genug, fuhr dem zunehmend angespannter wirkenden Außenminister heute auch noch Starpolitiker Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg in die Parade. Der wunderschöne CSU-Politiker kritisierte die Äußerungen Westerwelles zu frühzeitigen Abzugsplänen der Deutschen Armee aus Afghanistan. "Was der Kerl da fordert, ist unverantwortlich und zeugt von politischer Inkompetenz", so zu Guttenberg nicht wörtlich. Es könne in nächster Zeit maximal "eine sehr geringe Prozentzahl" an Soldaten nach Hause fliegen. Diese Zahl läge "in etwa auf Niveau der Umfragewerte der FDP, also bei drei Prozent", so der vor Schadenfreude kichernde und glucksende Baron.
Montag, 20. Dezember 2010
Weißrussland: Chaos nach Wahlen
Alexander Lukaschenko hat es geschafft: mit Hilfe überzeugender Regierungsarbeit, einem fairen Wahlkampf und massenhaftem Einsatz überzeugter, prügelnder Polizisten sicherte sich der beliebte Diktator einen klaren Wahlsieg bei der gestrigen Präsidentschaftswahl. Mit knapp 107 Prozent aller abgegebenen Stimmen lag er nur knapp unter seinem letzten Ergebnis. Aufgebrachte Oppositionsanhänger sorgten nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses für Chaos in Minsk, als sie versuchten, den Regierungssitz zu stürmen. Unabhängige Journalisten berichteten davon, dass Oppositionspolitiker nach der Wahl brutal verschleppt und in Polizeigewahrsam genommen worden seien. Lukaschenko dementierte diese Vorgänge umgehend. "Meine politischen Gegner wollten lediglich nach dem anstrengenden Wahlkampf endlich ihre Weihnachtsgeschenke besorgen gehen und sind deswegen momentan nicht verfügbar", so der raffinierte Sohn des Teufels.
Freitag, 17. Dezember 2010
Durchgefallen: Hartz-IV-Reform scheitert im Bundesrat
Die 27-fache Mutter Ursula von der Leyen strengte sich vergebens an, bettelte, flehte und warb um die Zustimmung zum Hartz-IV-Reformpaket der Schwarz-Gelben Regierung. Doch am Ende musste sie wieder den ungeliebten Gang in die Wuthöhle antreten, die Gesetzesänderungen fielen im Bundesrat durch. Somit können die geplanten Reformen voraussichtlich nicht zum 1. Januar 2011 in Kraft treten, damit entfällt auch die angekündigte Regelsatzerhöhung um 5 Taschengeldeinheiten auf 364 Euro. Viele Betroffene äußerten sich bestürzt. "Ich hatte fest eingeplant, ab Januar endlich mehr Quarzen zu können", so Brunhilde Laskowski aus Köln. "Das wär ein guter Korn vom Nettomarkt gewesen, so ein Mist", echauffiert sich auch Gerhard Quaksalb aus Mannheim. Hartz-IV-Empfänger müssen nun also damit rechnen, ab Januar doch nicht wie erwartet in Saus und Braus leben zu können. Eine kleine Chance besteht jedoch noch. Ein Vermittlungsausschuss soll "so schnell wie möglich" (von der Leyen) eine vernünftige Lösung herbeiführen. "Wir hoffen, noch vor der Fertigstellung von Stuttgart21 ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis aushandeln zu können", so Regierungssprecher Steffen Seibert.
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Norddeutschland: Warten auf das Chaos
Menschen verbarrikadieren sich in den eigenen vier Wänden, horten tausende Konservendosen mit billigen Ravioli, kratzen die letzten Bierreserven zusammen und harren bibbernd vor Angst aus: Was sich anhört wie die Vorbereitungen auf einen erneuten Weltkrieg ist heute Realität geworden - Deutschland zittert vor dem neuen Winterchaos. In weiten Teilen Nord- und Westdeutschlands wurden bereits gestern Abend die Schulen für heute abgesagt - aufgrund von Wetterprognosen, die sturzbetrunkene Möchtegernmeteorologen aufgestellt haben. Doch die Medienmaschinerie setzte sich wie gewohnt in Gang, Radio, Fernsehen, Internet und Zeitungen berichten großflächig über die nahende Wetterkatastrophe.
Wir sprachen mit Hans-Georg Riepenhoff, seines Zeichens eingeschüchterter Leiter des Fachbereichs "Schule und andere Katastrophen" des Landkreises Osnabrück, einer bauerndurchpflügten Region im südlichen Niedersachsen. "Am Montag habe ich die scheiß Kinder noch zur Schule rennen lassen und mir im Bett einen abgelacht, doch den Elternterror, den ich daraufhin erleben musste, tu ich mir mit Sicherheit nicht noch einmal an, das war schlimmer als Stalingrad. Denke ich.", so der verärgerte Behördenmensch. Deswegen habe er sich nun "mehr als frühzeitig, gestützt auf sichere Prognosen und das richtige Gefühl im Urin" gestern Abend dafür entschlossen, "den Blagen heute eine Auszeit zu gönnen". Dass bislang noch keine Schneeflocke gefallen ist, die Straßen einwandfrei befahrbar und sogar die Elche wieder aus den Innenstädten verschwunden sind, scheint Riepenhoff nicht zu irritieren. "Meine Entscheidung ist richtig. Laut Prognosen wird in den nächsten Stunden der Weltuntergang einsetzen, dann werden Sie mir dankbar für meinen Mut sein", so der trotzige Frühstücksbrotesser.
Gewinner an diesem Tage sind die zahlreichen Schüler, die sich nun den ganzen Tag mit ihren Lieblingsbeschäftigungen wie World of Warcraft, RTL-Mittagsprogramm oder der geliebten Onanie beschäftigen können. Verlierer sind, wie immer, die zahlreichen Lehrkräfte, die in vergammelten, kalten Schulgebäuden ausharren müssen, um die vereinzelt auftauchenden Loserkinder in Empfang zu nehmen, die entweder zu dumm, zu ausländisch oder zu arm sind, um Radio- oder Internetmeldungen verfolgen zu können oder die von ihren Eltern unter scheinheiligen Vorwänden ("Müssen Weihnachtsgeschenke kaufen...") mit voller Absicht zur Schule geschickt wurden.
Wir sprachen mit Hans-Georg Riepenhoff, seines Zeichens eingeschüchterter Leiter des Fachbereichs "Schule und andere Katastrophen" des Landkreises Osnabrück, einer bauerndurchpflügten Region im südlichen Niedersachsen. "Am Montag habe ich die scheiß Kinder noch zur Schule rennen lassen und mir im Bett einen abgelacht, doch den Elternterror, den ich daraufhin erleben musste, tu ich mir mit Sicherheit nicht noch einmal an, das war schlimmer als Stalingrad. Denke ich.", so der verärgerte Behördenmensch. Deswegen habe er sich nun "mehr als frühzeitig, gestützt auf sichere Prognosen und das richtige Gefühl im Urin" gestern Abend dafür entschlossen, "den Blagen heute eine Auszeit zu gönnen". Dass bislang noch keine Schneeflocke gefallen ist, die Straßen einwandfrei befahrbar und sogar die Elche wieder aus den Innenstädten verschwunden sind, scheint Riepenhoff nicht zu irritieren. "Meine Entscheidung ist richtig. Laut Prognosen wird in den nächsten Stunden der Weltuntergang einsetzen, dann werden Sie mir dankbar für meinen Mut sein", so der trotzige Frühstücksbrotesser.
Gewinner an diesem Tage sind die zahlreichen Schüler, die sich nun den ganzen Tag mit ihren Lieblingsbeschäftigungen wie World of Warcraft, RTL-Mittagsprogramm oder der geliebten Onanie beschäftigen können. Verlierer sind, wie immer, die zahlreichen Lehrkräfte, die in vergammelten, kalten Schulgebäuden ausharren müssen, um die vereinzelt auftauchenden Loserkinder in Empfang zu nehmen, die entweder zu dumm, zu ausländisch oder zu arm sind, um Radio- oder Internetmeldungen verfolgen zu können oder die von ihren Eltern unter scheinheiligen Vorwänden ("Müssen Weihnachtsgeschenke kaufen...") mit voller Absicht zur Schule geschickt wurden.
Dienstag, 14. Dezember 2010
Empörung: Zu Guttenberg im Kreuzfeuer
Star-Minister Karl-Theodor von und nach Guttenberg steht im Kreuzfeuer der Kritik. Anlass dafür ist, dass er in seinen Afghanistan-Urlaub nicht nur seine Frau Stephanie (34, RTL 2) mitnahm, sondern auch Unterschichtenmoderator Johannes B. Kerner. "Er hätte zumindest auch noch Reinhold Beckmann, Mario Barth und Michel Friedman mitnehmen sollen", so einige auf neue Gesichter im TV hoffende Kritiker.
Zu Guttenberg verteidigt sein Vorgehen. Er brauche sich für seine "abartig schöne Gattin" nicht zu entschuldigen, zumal sie "noch nicht einmal tätowiert" sei, "zumindest nicht an öffentlich einsehbaren Stellen", wie der Baron mitteilen ließ. Die Mitreise des "promovierten TV-Schleimscheißers" Kerner erklärte Guttenberg folgendermaßen: "Sein Fußballfachwissen lässt mich bei den Soldaten sicherlich noch besser aussehen als ich ohnehin schon aussehe." Bei den Soldaten selbst stößt der Besuch auf geteilte Meinungen. Neben "ist uns eine Ehre", "Johannes B. Kerner ist überbezahlt" und "Fickschnitzel" waren auch einige nicht druckreife Kommentare zu hören.
Zu Guttenberg verteidigt sein Vorgehen. Er brauche sich für seine "abartig schöne Gattin" nicht zu entschuldigen, zumal sie "noch nicht einmal tätowiert" sei, "zumindest nicht an öffentlich einsehbaren Stellen", wie der Baron mitteilen ließ. Die Mitreise des "promovierten TV-Schleimscheißers" Kerner erklärte Guttenberg folgendermaßen: "Sein Fußballfachwissen lässt mich bei den Soldaten sicherlich noch besser aussehen als ich ohnehin schon aussehe." Bei den Soldaten selbst stößt der Besuch auf geteilte Meinungen. Neben "ist uns eine Ehre", "Johannes B. Kerner ist überbezahlt" und "Fickschnitzel" waren auch einige nicht druckreife Kommentare zu hören.
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Besser als Kachelmann: Die Wetterprognose
Wer braucht schon zwielichtige Wettermoderatoren mit Drei-Tage-Bart, wenn es die Wetterexperten von www.etwas-andere-news.de gibt? Richtig: eigentlich jeder. Hier nun trotzdem die Prognose für die kommenden Tage:
Heute erwartet den Süden Deutschlands winterliches Wetter. Ähnliche Phänomene lassen sich im Westen und Norden beobachten, im Osten gibt es das Gleiche in grau. Gewarnt wird vor anhaltendem Glatteis, betrunkenen Schlittenfahrern und Taschendieben, die in Schneeböen unbemerkt angeschlichen kommen. Die Temperaturen bleiben knapp unter dem Gefrierpunkt, örtlich auch weniger knapp oder knapper.
Am Wochenende wird es deutlich wärmer, aber auch nasser. Bier kann mit Vorsicht wieder auf dem Balkon oder der Terrasse gekühlt werden, ohne nach zehn Minuten zu zerplatzen und eine Massenpanik auf der Privatparty auszulösen. Dem Schnee folgt Regen, der eine unfassbare Schmiererei und Matsche zur Folge haben wird, wie sie sonst nur bei den Saucen von Burger King zu beobachten ist. Der Wetterdienst warnt zudem vor den Folgen des plötzlichen Schneemangels (enttäuschte und somit nörgelnde Kinder, morgendliche Beschäftigungslosigkeit, Christoph Daum auf Entzug). Autobesitzern mit Sommerreifen wird empfohlen, diese am Wochenende noch einmal gründlich abzufahren, bevor es kommende Woche mit Schnee, Glatteis und Flensburger Punkten weitergehen kann. Ski Heil!
Heute erwartet den Süden Deutschlands winterliches Wetter. Ähnliche Phänomene lassen sich im Westen und Norden beobachten, im Osten gibt es das Gleiche in grau. Gewarnt wird vor anhaltendem Glatteis, betrunkenen Schlittenfahrern und Taschendieben, die in Schneeböen unbemerkt angeschlichen kommen. Die Temperaturen bleiben knapp unter dem Gefrierpunkt, örtlich auch weniger knapp oder knapper.
Am Wochenende wird es deutlich wärmer, aber auch nasser. Bier kann mit Vorsicht wieder auf dem Balkon oder der Terrasse gekühlt werden, ohne nach zehn Minuten zu zerplatzen und eine Massenpanik auf der Privatparty auszulösen. Dem Schnee folgt Regen, der eine unfassbare Schmiererei und Matsche zur Folge haben wird, wie sie sonst nur bei den Saucen von Burger King zu beobachten ist. Der Wetterdienst warnt zudem vor den Folgen des plötzlichen Schneemangels (enttäuschte und somit nörgelnde Kinder, morgendliche Beschäftigungslosigkeit, Christoph Daum auf Entzug). Autobesitzern mit Sommerreifen wird empfohlen, diese am Wochenende noch einmal gründlich abzufahren, bevor es kommende Woche mit Schnee, Glatteis und Flensburger Punkten weitergehen kann. Ski Heil!
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Oettinger: Schlimmer Verdacht gegen Stromkonzerne
Der EU-Energiekommissar Günter Oettinger hegt neuerdings einen schrecklichen Verdacht. Der aus Deutschland weggelobt Ex-Ministerpräsident vermutet, dass es "ganz ganz ganz vielleicht sein kann, dass die großen Energiekonzerne die Strompreise beeinflussen". Es könne aber auch sein, "dass ich mich da irre", so der Stuttgarter. Die angesprochenen Großkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW zeigten sich von Oettingers Kritik überrascht. "Das ist das erste Mal, dass ich so einen Vorwurf höre", so RWE-Boss Jürgen Großmann. Die Verdächtigungen Oettingers seien "völlig aus der Luft gesaugt" und "selbstverständlich unwahr". Es sei "unerklärlich", wie Oettinger auftrete. "Nur weil wir vier Großen das Land in vier Bereiche aufgeteilt haben, täglich im Vorstand zusammen frühstücken und nahezu jährlich gezwungenermaßen die Preise für die Endverbraucher anheben, heißt das doch noch lange nicht, dass....äh, Sie entschuldigen mich, ich muss noch eine Atomkraftwerkslaufzeit verlängern!"
Die gute Nachricht des Tages (2)
"FDP nur noch bei vier Prozent - Tiefstand für Westerwelle" - Zeigt, dass es nur noch einen verschwindend geringen Anteil an Menschen in der Bevölkerung gibt, die das aktuelle politische Geschehen nicht verfolgen. Und, dass Schwulsein keinen Mitleidsbonus mehr hervorruft.
Julian Assange: Held und Prügelknabe in Haft
Seit gestern Morgen ist das Versteckspiel beendet: der "Wikileaks"-Gründer Julian Assange stellte sich in London den Behörden und wurde festgenommen. Er soll wegen Vergewaltigungsvorwürfen nun in Schweden vor das Elchgericht. "Wir werfen Herrn Assange Vergewaltigung von Datenleitungen in 564.454 Fällen vor", so der klagende Staatsanwalt Björn-Arne Smölstörbröt. "Diese wehrlosen Datenkanäle wurden vom Angeklagten nachweislich ihrer wichtigsten Inhalte beraubt und stehen noch immer unter Schock."
Politiker in aller Welt begrüßten die Festnahme des Australiers. "Well, well", so ein erleichterter und dennoch rabenschwarzer US-Präsident Barack Obama. Auch Frank-Walter-Steinmeier (54, SPD, eine Niere) äußerte sich zufrieden. "Endlich ist dieser 'Mensch' festgesetzt worden und kann nicht weiter mit illegalen Veröffentlichungen von banalen Dokumenten Menschenleben im Straßenverkehr gefährden", so der deutsche Oppositionskasper.
In London selbst wurde Assange von Teilen der Bevölkerung wie ein Popstar gefeiert. "We love you, Julian", "Rape me!" oder "Save the fail whale" war auf selbstgestrickten Papptafeln zu lesen, die die ausharrenden Menschen in die klirrende Kälte hielten und dabei Fotos von sich selbst bei Twitter hochluden.
Es bleibt nun abzuwarten, was mit Assange geschehen wird. Zweifelsohne verfügt er berufsbedingt über ein enormes Wissen, welches ihm im Kampf gegen seine Ankläger helfen könnte. "Ich weiß, wo dein Auto steht", drohte Assange zum Beispiel gestern in Richtung eines pausbäckigen Scotland Yard-Azubis, der die Ehre hatte, den Laptop des "Wikileaks"-Mannes zu beschlagnahmen.
Politiker in aller Welt begrüßten die Festnahme des Australiers. "Well, well", so ein erleichterter und dennoch rabenschwarzer US-Präsident Barack Obama. Auch Frank-Walter-Steinmeier (54, SPD, eine Niere) äußerte sich zufrieden. "Endlich ist dieser 'Mensch' festgesetzt worden und kann nicht weiter mit illegalen Veröffentlichungen von banalen Dokumenten Menschenleben im Straßenverkehr gefährden", so der deutsche Oppositionskasper.
In London selbst wurde Assange von Teilen der Bevölkerung wie ein Popstar gefeiert. "We love you, Julian", "Rape me!" oder "Save the fail whale" war auf selbstgestrickten Papptafeln zu lesen, die die ausharrenden Menschen in die klirrende Kälte hielten und dabei Fotos von sich selbst bei Twitter hochluden.
Es bleibt nun abzuwarten, was mit Assange geschehen wird. Zweifelsohne verfügt er berufsbedingt über ein enormes Wissen, welches ihm im Kampf gegen seine Ankläger helfen könnte. "Ich weiß, wo dein Auto steht", drohte Assange zum Beispiel gestern in Richtung eines pausbäckigen Scotland Yard-Azubis, der die Ehre hatte, den Laptop des "Wikileaks"-Mannes zu beschlagnahmen.
Dienstag, 7. Dezember 2010
Kritik nimmt zu: "Wetten, Dass...?" in der Krise
Nach dem schlechtesten Stunt im deutschen Fernsehen seit dem misslungenen Salto von Miroslav Klose ist die Nation immer noch in Schockstarre. Millionen TV-Zuschauern fuhr am Samstag im ZDF der Schrecken in die ermüdeten Augen, als Otto Waalkes die Bühne betrat. Als danach auch noch ein junger Hüpfer von seinem eigenen Vater schwer verletzt wurde, die beiden sozusagen agierten wie Luke Skywalker und Darth Vader, war der Super-GAU perfekt. "Hat´s wehgetan?" fragte ein das Mitgefühl in Person darstellender Thomas Gottschalk, als Wett-Kandidat Samuel K. regungslos auf dem polierten Studioboden lag. Erst durch seine kreischende, ausländische Brustinhaberin Michelle Hunziker wurde der Moderator auf den Ernst der Lage aufmerksam. Später brach Gottschalk die Sendung ab, Millionen von Rentnern wusste nichts mehr mit sich und dem angebrochenen Abend anzufangen.
Nachdem bekannt wurde, dass der Kandidat schwerverletzt im Krankenhaus liegt, sogar in ein künstliches Koma versetzt und möglicherweise schlimme Folgeschäden behalten wird, regt sich nun zunehmend härter werdende Kritik an den Machern von "Wetten, Dass...?". Die Wette sei offensichtlich viel zu gefährlich gewesen, die verwendeten Autos verbotene Schleichwerbung und Justin Bieber hätte schon längt im Bett sein müssen. Dem ZDF wird der Vorwurf gemacht, durch übertrieben spektakuläre Wetten krampfhaft den Quotenkampf gegen "Das Supertalent" gewinnen zu wollen. "Gegen einen Neger, der mit drei Litern Wasser um sich spritzt muss man eben etwas Konkurrenzfähiges anbieten", so ein Insider des öffentlich-rechtlichen Kanals. Trotzdem werde immer Wert auf die Sicherheit der Kandidaten gelegt. "Niemand wird zu etwas gezwungen, was er nicht selber wirklich will - außer, wir befehlen es ihm."
Gespannt wartet die Medienwelt nun darauf, wie es mit "Wetten, Dass...?" weitergehen wird. Als wahrscheinlich gilt, dass in Zukunft auf solch gefährliche Wetten verzichtet und stattdessen auf mehr "Hirnakrobatik" wie z.B. dem Erkennen von Buntstiftfarben oder Erschnüffeln von Autoabgasen gesetzt wird. Auch Moderator Gottschalk, der nicht zuletzt durch seine üppige blonde Haarpracht den Ruf des "Todesengel" erhalten könnte, ist nicht völlig aus der Schusslinie. "Wir müssen uns jeglicher Diskussion stellen - außer natürlich der über die Gebührenhöhe", so ZDF-Intendant Markus Schächter.
Nachdem bekannt wurde, dass der Kandidat schwerverletzt im Krankenhaus liegt, sogar in ein künstliches Koma versetzt und möglicherweise schlimme Folgeschäden behalten wird, regt sich nun zunehmend härter werdende Kritik an den Machern von "Wetten, Dass...?". Die Wette sei offensichtlich viel zu gefährlich gewesen, die verwendeten Autos verbotene Schleichwerbung und Justin Bieber hätte schon längt im Bett sein müssen. Dem ZDF wird der Vorwurf gemacht, durch übertrieben spektakuläre Wetten krampfhaft den Quotenkampf gegen "Das Supertalent" gewinnen zu wollen. "Gegen einen Neger, der mit drei Litern Wasser um sich spritzt muss man eben etwas Konkurrenzfähiges anbieten", so ein Insider des öffentlich-rechtlichen Kanals. Trotzdem werde immer Wert auf die Sicherheit der Kandidaten gelegt. "Niemand wird zu etwas gezwungen, was er nicht selber wirklich will - außer, wir befehlen es ihm."
Gespannt wartet die Medienwelt nun darauf, wie es mit "Wetten, Dass...?" weitergehen wird. Als wahrscheinlich gilt, dass in Zukunft auf solch gefährliche Wetten verzichtet und stattdessen auf mehr "Hirnakrobatik" wie z.B. dem Erkennen von Buntstiftfarben oder Erschnüffeln von Autoabgasen gesetzt wird. Auch Moderator Gottschalk, der nicht zuletzt durch seine üppige blonde Haarpracht den Ruf des "Todesengel" erhalten könnte, ist nicht völlig aus der Schusslinie. "Wir müssen uns jeglicher Diskussion stellen - außer natürlich der über die Gebührenhöhe", so ZDF-Intendant Markus Schächter.
Die gute Nachricht des Tages (1)
"Deutsche Schüler haben bei Pisa aufgeholt!" - Manche konnten auf den Testbögen mittlerweile die Felder für Vor- und Nachnamen fast fehlerfrei ausfüllen.
Montag, 6. Dezember 2010
Winter, Schnee und Blitzeis: Tote und Verletzte
Das Chaos in Deutschland nimmt nicht ab. Auch am Wochenende prägten die Auswirkungen von Schnee, Matsch und Schneematsch den Alltag der Menschen. Es kam zu vielen Verletzungen und sogar einigen Toten. Teilweise wurden die dramatischen Unfälle sogar live im Fernsehen übertragen ("Wetten Dass...?"). Auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt kam es am Samstag zu einem dramatischen Zwischenfall an einer Feuerzangenbowlen-Bude. Ein Bowle-Behälter dehnte sich durch die starke Erwärmung so sehr aus, dass die Holzumrandung mit einem großen Knall zersplitterte. Umherstehende Passanten wurde aufgrund des lauten Knalls im Hörbereich der betrunkenen Körper in Mitleidenschaft gezogen. Zwischenzeitlich machte sogar die Kunde von einem terroristischen Anschlag die Runde, jedoch nur auf dem Kinderkarussell (Polizeiwagen). Aber auch auf anderen Weihnachtsmärkten kam es am Wochenende zu bedauerlichen Zwischenfällen. So verletzte sich ein älterer Mann in Bremen, als er versuchte, dem Maronenverkäufer die Tageseinnahmen zu stehlen und in Münster erlitt ein Zwölfjähriger einen Zuckerschock. Auf den Autobahnen kam es teilweise zu folgenschweren Massenkarambolagen, die jedoch auch in zahlreichen überfüllten Innenstädten zu beklagen waren, wenn tonnenschwere Bierbäuche am Karstadt-Grabbeltisch aufeinanderprallten. Laut Axel Hübner, der sich seit Jahren im Auftrag der GfK mit dem Phänomen "Vorweihnachtlicher Exitus" beschäftigt, waren die vergangenen zwei Tage jedoch "eher lahm". Für ein statistisch erwähnenswertes Wochenende müssten schon "ein, zwei Massenpaniken vorm Krippenspiel oder um sich schießende Nussknacker ihr Unwesen treiben", so der enttäusche Katastrophenliebhaber.
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Schnee, Schnee, Schnee: Chaos mit Ansage
Sie kommt regelmäßig so unerwartet und plötzlich wie Katzendurchfall, ein Sieg des FC Schalke oder ein Lottogewinn: die erste Schneewoche des Winters. Seit ein paar Tagen hat Frau Holle (SPD) Deutschlands Bürger in ihrem kalt-nass-glatten Würgegriff. In Zeiten ohne Kachelmänner ist das führungslose Volk noch schlechter auf so eine Wetterperiode vorbereitet als in den vergangenen Jahren, Konsequenz daraus sind zahlreiche Unfälle, hässlich verkrüppelte Schneemänner und eingefrorene Geschlechtsorgane. Der tägliche Weg zur Arbeit wird zu einer Abenteuertour bisher unbekannten Ausmaßes, wenn man sich an schleichenden Rentnern, fröstelnden Rentieren und röhrenden Räumfahrzeugen vorbeischlängelt und währenddessen noch die Morgenzigarette enteisen muss. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel versagen wieder auf voller Linie (z.B. Linie 3). Die Deutsche Bahn serviert kalten Kaffee, Stadtbusse bekommen die vereisten Einstiegstüren nicht auf und Straßenbahnen werden zu fahrenden Eisschleudern. Einzig und allein der Zukunft unserer Nation, den Kindern, mag die weiße Pracht noch gefallen. Doch spätestens wenn das neue Smartphone im braungefärbten Matsch verschwindet oder der String-Tanga diverser Elfjähriger mit ekelhaftem Raureif bedeckt ist, verlieren auch die Jüngsten den Spaß am Winter. Die Meteorologen, die sich noch auf freiem Fuß befinden, geben allerdings wenig Hoffnung, dass es bald mit dem "Mistwetter" (Max Mustermann) vorbei ist. Im Gegenteil, es wird ein "Jahrhundertwinter" mit Rekordminusgraden vorausgesagt. Viele Menschen sparen in weiser Voraussicht jetzt schon wieder am Salz (vor allem Mitarbeiter von Bürokantinen) und bunkern Lebensmittel. Die Angst vor einem Chaos wie im vergangenen Winter ist überall spürbar, sofern die Nerven noch nicht abgefroren sind. Wie immer bei solchen Krisen gibt es jedoch auch Menschen, die vom Ärger und Leid der Gesellschaft profitieren. Die Weihnachtsmarktstandbetreiber freuen sich auf starke Wochen. "Der Glühwein ist in diesen eisigen Zeiten des Menschens einzige Hoffnung", so Betram Tunichtgut, Inhaber der "Christenschänke" auf dem Christkindlmarkt in Nürnberg. "Ich habe den Wasseranteil jetzt noch mehr erhöht, da ich befürchte, dass meine Billigweinreserven zum Ende hin knapp werden könnten", so der listige Kaufmann mit einem Eurozeichen im linken Auge.
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Maulwurf gesucht: FDP in Sorge
Er soll einer von ihnen sein. Vielleicht der Sitznachbar? Vielleicht die Putzfrau? Vielleicht der Schmiergeldbeauftragte? Die FDP sucht aufgeregt nach einem Maulwurf in ihren Reihen, der US-Diplomaten Parteiinterna verraten hat. Dies war durch die jüngsten "Wikileaks"-Enthüllungen bekannt geworden. Parteichef Westerwelle spielt die Sache herunter. "Ich glaube die Geschichte so nicht" ließ er auf höchst aggressive Art und Weise mitteilen. Laut Unterlagen soll es sich bei dem "Verräter" (möglicherweise intern benutztes Wort) um einen "jungen, aufstrebenden Parteigänger" handeln. "Dies zeigt doch schon, dass an der ganzen Sache nichts dran sein kann", so Westerwelle. "Schließlich gibt es solche Leute bei uns gar nicht."
Internationaler Haftbefehl: Assange am Pranger
Julian Assange, Gründer von "Wikeleaks" wird seit heute durch einen internationalen Haftbefehl weltweit gesucht. Interpol will den Mann aufgrund "Erregung weltöffentlichen Ärgernisses" verhaften. "Wir können so viele Enthüllungen einfach nicht mehr zulassen", so ein entschlossen wirkender Interpol-Mitarbeiter. "Schließlich schauen da auch Kinder zu."
Dienstag, 30. November 2010
Google am Pranger - Verstoß gegen das Kartellrecht?
Die EU-Kommission legt sich mit Google an. Vorgeworfen wird der kalifornischen Datenkrake, die marktbeherrschende Stellung bei der Online-Suche missbraucht zu haben. So sollen eigene Angebote bei Suchanfragen denen etwaiger Dritter stets durch bessere Suchergebnisplatzierungen vorgezogen worden sein. "Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, was einen völlig kostenfreien Service anbietet, versucht, seine eigenen Services und Produkte in ein gutes Licht zu rücken", so EU-Kommissar Rafael Santos. "Das wäre ja so, als würde Amazon bei der Produktsuche eigene Lagerbestände bevorzugt ausweisen und Drittanbietern untersagen, die eigenen Preise zu unterbieten!"
Google selbst kündigte an, mit der EU-Behörde zusammenzuarbeiten. "Wir haben die Namen der führenden Personen gegoogelt und somit genügend Material in der Hand, um die ganze Belegschaft zu erpressen", so ein windiger und überaus glücklicher Mitarbeiter des US-Riesen. Auch könne man sich "gut vorstellen, einfach mal ein paar EU-Gebäude zu verpixeln oder aus unseren Adressdaten herauszunehmen - die Trottel würden dann am nächsten Tag doch noch nicht einmal mehr zur Arbeit finden!"
Im Zuge des eingeleiteten Verfahrens stellte Google den EU-Kommissaren aus öffentlichkeitswirksamen Gründen sogar die geheime Weltformel zur Verfügung, den Google-Suchalgorithmus ("E = mc²"). "Wir hoffen, dass wir damit auf unserer Suche nach unrechten Vorgängen bei Google erfolgreich sein werden und somit endlich die übertriebene Marktmacht dieses Datengeiers begrenzen können", so ein EU-Angestellter per SMS von seinem Android-Smartphone.
Google selbst kündigte an, mit der EU-Behörde zusammenzuarbeiten. "Wir haben die Namen der führenden Personen gegoogelt und somit genügend Material in der Hand, um die ganze Belegschaft zu erpressen", so ein windiger und überaus glücklicher Mitarbeiter des US-Riesen. Auch könne man sich "gut vorstellen, einfach mal ein paar EU-Gebäude zu verpixeln oder aus unseren Adressdaten herauszunehmen - die Trottel würden dann am nächsten Tag doch noch nicht einmal mehr zur Arbeit finden!"
Im Zuge des eingeleiteten Verfahrens stellte Google den EU-Kommissaren aus öffentlichkeitswirksamen Gründen sogar die geheime Weltformel zur Verfügung, den Google-Suchalgorithmus ("E = mc²"). "Wir hoffen, dass wir damit auf unserer Suche nach unrechten Vorgängen bei Google erfolgreich sein werden und somit endlich die übertriebene Marktmacht dieses Datengeiers begrenzen können", so ein EU-Angestellter per SMS von seinem Android-Smartphone.
Sido: Maskenball zum 30.
Anlässlich seines 30. Geburtstages wird Softrapper Sido (bürgerlicher Name: Paul Hartmut Würdig) heute einen großen Maskenball mit ausgewählten Freunden (u.a. Henry) veranstalten. Obwohl Sido schon seit etlichen Jahren von seinem Rüpel-Image reingewaschen wurde und auf seine lachhafte Gesichtsbedeckung verzichtet, wird an seinem Ehrentage natürlich auf vergangene Zeiten zurückgeschaut.
Geboren in Berlin als müffelnder Sohn einer Zigeunerin und eines über Sperma verfügenden Mannes fiel der kleine Paul schon als Kind aus dem Rahmen (der Wohnungstür). Schon früh bemerkte seine alleinerziehende Mutter, dass sie ihren Sohn nicht unmaskiert auf die Straße lassen durfte, damit die häuslichen Prügeleien nicht an die breite Öffentlichkeit gelangen konnten. Seinen Künstlernamen erhielt Sido schon mit sechs Jahren, als er bei einem Landausflug in ein Güllesilo fiel, seine Mutter aus mangelndem Wissen aber stets von "Sido" sprach. Durch den dreckbefleckten Spitznamen entwickelte Sido eine jahrzehntelang anhaltende innere Wut, die er durch seine lachhaften Texte versuchte, sinnlos zu verarbeiten. Zusammen mit seinem zerfetzten Teddybären nahm er mit acht seine erste leiernde Kassette auf, die kurz darauf einen Kurzschluss im familieneigenen Abspielgerät verursachte und die 12m²-Wohnung, in der er mit seiner Mutter vegetierte, bis auf die letzten Pizzakartons herunterbrennen ließ.
Traumatisiert von diesem Ereignis schwor Sido endgültig Rache an der Musik und schlug die Karriere als Rüpel-Rapper ein. Eine neue, in mühsamer Kleinarbeit aus einer Thermoskanne geschnitzte Maske wurde alsbald zu seinem Markenzeichen. Nach einigen erfolgreichen Schlägereien lernte er andere Rüpel kennen, die wiederum andere Rüpel kannten, die mit noch rüpelhafteren Rüpeln befreundet waren, so dass er letztlich einen Plattenvertrag bekam und seinen geistigen Dünnschiss unter den minderbemittelten Berliner Jugendgangs verbreiten konnte. Doch durch diesen Erfolg machte er sich in der Underground-Szene nicht nur Freunde. Bei Konzertauftritten wurde er teilweise von der Bühne gebuht und mit Gegenständen beworfen. Diese Bilderbuchkarriere setzt sich bis heute fort. 2005 nahm Sido bei seinem Auftritt beim Bundesvision Song Contest erstmals öffentlich seine Maske ab und erntete Respekt, Gelächter und später zu Hause auch noch Erdbeeren. Inzwischen ist der softe Sido bei Forsa-Umfragen in der Bevölkerung beliebter als der aggressive Außenminister Guido Westerwelle.
Mit dem 30. Geburtstag will Sido nun einen neuen Lebensabschnitt einleiten. Pläne hat er genug, so der medienerfahrene Waschlappen, verraten mag er sie am heutigen Tage jedoch noch nicht. "Knebelverträge", so die verschmitzt präsentierte Erklärung.
Geboren in Berlin als müffelnder Sohn einer Zigeunerin und eines über Sperma verfügenden Mannes fiel der kleine Paul schon als Kind aus dem Rahmen (der Wohnungstür). Schon früh bemerkte seine alleinerziehende Mutter, dass sie ihren Sohn nicht unmaskiert auf die Straße lassen durfte, damit die häuslichen Prügeleien nicht an die breite Öffentlichkeit gelangen konnten. Seinen Künstlernamen erhielt Sido schon mit sechs Jahren, als er bei einem Landausflug in ein Güllesilo fiel, seine Mutter aus mangelndem Wissen aber stets von "Sido" sprach. Durch den dreckbefleckten Spitznamen entwickelte Sido eine jahrzehntelang anhaltende innere Wut, die er durch seine lachhaften Texte versuchte, sinnlos zu verarbeiten. Zusammen mit seinem zerfetzten Teddybären nahm er mit acht seine erste leiernde Kassette auf, die kurz darauf einen Kurzschluss im familieneigenen Abspielgerät verursachte und die 12m²-Wohnung, in der er mit seiner Mutter vegetierte, bis auf die letzten Pizzakartons herunterbrennen ließ.
Traumatisiert von diesem Ereignis schwor Sido endgültig Rache an der Musik und schlug die Karriere als Rüpel-Rapper ein. Eine neue, in mühsamer Kleinarbeit aus einer Thermoskanne geschnitzte Maske wurde alsbald zu seinem Markenzeichen. Nach einigen erfolgreichen Schlägereien lernte er andere Rüpel kennen, die wiederum andere Rüpel kannten, die mit noch rüpelhafteren Rüpeln befreundet waren, so dass er letztlich einen Plattenvertrag bekam und seinen geistigen Dünnschiss unter den minderbemittelten Berliner Jugendgangs verbreiten konnte. Doch durch diesen Erfolg machte er sich in der Underground-Szene nicht nur Freunde. Bei Konzertauftritten wurde er teilweise von der Bühne gebuht und mit Gegenständen beworfen. Diese Bilderbuchkarriere setzt sich bis heute fort. 2005 nahm Sido bei seinem Auftritt beim Bundesvision Song Contest erstmals öffentlich seine Maske ab und erntete Respekt, Gelächter und später zu Hause auch noch Erdbeeren. Inzwischen ist der softe Sido bei Forsa-Umfragen in der Bevölkerung beliebter als der aggressive Außenminister Guido Westerwelle.
Mit dem 30. Geburtstag will Sido nun einen neuen Lebensabschnitt einleiten. Pläne hat er genug, so der medienerfahrene Waschlappen, verraten mag er sie am heutigen Tage jedoch noch nicht. "Knebelverträge", so die verschmitzt präsentierte Erklärung.
Montag, 29. November 2010
1. FC Köln: Ära Meier beendet
Auch wenn der FC aus den letzten zwei Bundesligapartien vier Punkte holte, was immerhin ein Pünktchen mehr ist, als der glorreiche Meisterschaftskandidat a.D., Schalke 04, für sich verbuchen konnte, seit heute steht fest: die Ära Michael Meier ist beendet. Selbst der altersdemente Präsident Wolfgang Overath hatte das letzte senile Fünkchen Vertrauen in Meier verloren und verhinderte die Entlassung nicht mehr. In einer ersten Pressemitteilung bedankt sich der Verein bei Meier für die "kontinuierlich schlechte Arbeit, die unseren Club an den Rande des Ruins geführt hat" und wünscht dem beurlaubten 61-Jährigen einen "möglichst ruhigen und kurzen Lebensabend fernab unseres Vereinsgeländes".
Meier kann auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Bereits ab 1981 war er für sechs Jahre beim 1.FC angestellt und machte sich schon damals durch seinen geschickten Umgang mit Finanzmitteln (Münzenjonglieren, Scheinefalten) einen Namen ("Michael Meier"). Der durch und durch auf der dunklen Seite der Macht stehende Manager entschied sich dann für eine perfide Vernichtungsstrategie, indem er später zum Bundesligakonkurrenten Borussia Dortmund wechselte und den Club innerhalb von nur acht Jahren in den völligen Ruin trieb. Nach diesem erfolgreichen Zwischenspiel sah sich Meier dazu berufen, zu seinem Heimatclub zurückzukehren. Er holte in drei Wochen 47 neue Spieler, die er teilweise sogar namentlich kannte. Trotz sorgfältigster Planungen ging seine Strategie jedoch nicht auf, der FC spielt noch immer in der Bundesliga.
Die Spieler wollten die Vorgänge heute beim Training nicht kommentieren. Nachdem Lukas Podolski mehrere Tätlichkeiten gegen verschiedene Journalisten begangen hatte, wollte auch Torwart Mondragon keine Stellungnahme abgeben. "Jesus spricht heute nicht zu seinen Jüngern", so der stadtbekannte Hochstapler und Fliegenfänger.
Meier kann auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Bereits ab 1981 war er für sechs Jahre beim 1.FC angestellt und machte sich schon damals durch seinen geschickten Umgang mit Finanzmitteln (Münzenjonglieren, Scheinefalten) einen Namen ("Michael Meier"). Der durch und durch auf der dunklen Seite der Macht stehende Manager entschied sich dann für eine perfide Vernichtungsstrategie, indem er später zum Bundesligakonkurrenten Borussia Dortmund wechselte und den Club innerhalb von nur acht Jahren in den völligen Ruin trieb. Nach diesem erfolgreichen Zwischenspiel sah sich Meier dazu berufen, zu seinem Heimatclub zurückzukehren. Er holte in drei Wochen 47 neue Spieler, die er teilweise sogar namentlich kannte. Trotz sorgfältigster Planungen ging seine Strategie jedoch nicht auf, der FC spielt noch immer in der Bundesliga.
Die Spieler wollten die Vorgänge heute beim Training nicht kommentieren. Nachdem Lukas Podolski mehrere Tätlichkeiten gegen verschiedene Journalisten begangen hatte, wollte auch Torwart Mondragon keine Stellungnahme abgeben. "Jesus spricht heute nicht zu seinen Jüngern", so der stadtbekannte Hochstapler und Fliegenfänger.
Skandal des Jahres: Wikileaks publiziert heiße Luft
Die Welt hat gezittert vor dem gestrigen Tage, seit bekannt wurde, dass die Ethüllungsseite "Wikileaks" 156.151.188.154.146 neue, streng geheime Dokumente aus den Archiven der amerikanischen Regierung veröffentlichen will. Als die Dateien gestern der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, war der Aufschrei der Empörung riesengroß. "So ein Theater, und dann erfährt man, dass die Kanzlerin kreativlos, Westerwelle doch ein Mann und der Finanzminister geistig und körperlich eingeschränkt ist", so der sichtlich angefressene Regierungssprecher Steffen Seibert (ZDF). Der "überwältigende Anteil" der Dokumente sei "vom Inhalt her kalter Kaffee, genau wie dieser hier vor mir", wie Seibert heute Morgen erläuterte.
Datenschützer äußerten sich ebenfalls bestürzt. "Wie soll man denn nun glaubwürdig Konsequenzen fordern, wenn die geleakten Daten so brisant sind wie die gestrige Sendung von Anne Will?", so ein aufgrund des Datenschutzes nicht namentlich genannt werden wollender Experte.
Konsequenzen für die politischen Beziehungen Deutschlands zur Regierung der USA sind derweil nicht zu befürchten. "Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch unsere kleinen Geheimnisse und Einschätzungen parat hätten", so ein deutsches Regierungsmitglied hinter vorgehaltener Hand. "Wir wissen zum Beispiel, dass der amerikanische Präsident ein Schwarzer ist und seine Außenministerin nicht leiden kann, aber sagen Sie das lieber nicht weiter..."
Datenschützer äußerten sich ebenfalls bestürzt. "Wie soll man denn nun glaubwürdig Konsequenzen fordern, wenn die geleakten Daten so brisant sind wie die gestrige Sendung von Anne Will?", so ein aufgrund des Datenschutzes nicht namentlich genannt werden wollender Experte.
Konsequenzen für die politischen Beziehungen Deutschlands zur Regierung der USA sind derweil nicht zu befürchten. "Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch unsere kleinen Geheimnisse und Einschätzungen parat hätten", so ein deutsches Regierungsmitglied hinter vorgehaltener Hand. "Wir wissen zum Beispiel, dass der amerikanische Präsident ein Schwarzer ist und seine Außenministerin nicht leiden kann, aber sagen Sie das lieber nicht weiter..."
Freitag, 26. November 2010
Todesfalle Passivrauchen
Experten der Weltgesundheitsorganisation, mehrerer Universitäten sowie zahlreiche Hausfrauen haben nun herausgefunden, was bereits jeder wusste: Passivrauchen kann zum Tode führen. Jährlich sterben weltweit mehr unbescholtene Individuen an den gräßlichen Folgen des Passivrauchens als durch Stierkämpfe. "Das Schlimmste an der Sache ist, man kann sich nicht dagegen wehren", prangert der nigerianische Flatulenzwissenschaftler Richard Deutschmann an. "Passivraucher sterben zum Beispiel durch von Rauchern unabsichtlich in Brand gesetzte Wohnbaracken, rutschen auf arglos weggeworfenen Zigarettenschachteln aus und brechen sich das Genick oder werden gar von flüchtenden Schmugglerbanden überfahren", so der aus bekannten Verarmungsgründen nur sprichwörtlich angefressene Forscher.
Eine Lösung des Problems könne es nur durch weltweites Rauchverbot oder zumindest drastische Preiserhöhungen für die todesbringenden Glimmstengel geben, so die Autoren der nun veröffentlichten Studie. Da ersterer Vorschlag "vollkommen unrealistisch" und letzterer Vorschlag "wohl ebenfalls nichts bringen" werde, ordnen die Wissenschaftler im Abschlussfazit ihres Werkes die Studie korrektwerweise als "schöne, aber nutzlose Geldverschwendung" ein, die sich "nahtlos in die unendliche Reihe wirkungsloser wisschenschaftlicher Veröffentlichungen" einreihe.
Eine Lösung des Problems könne es nur durch weltweites Rauchverbot oder zumindest drastische Preiserhöhungen für die todesbringenden Glimmstengel geben, so die Autoren der nun veröffentlichten Studie. Da ersterer Vorschlag "vollkommen unrealistisch" und letzterer Vorschlag "wohl ebenfalls nichts bringen" werde, ordnen die Wissenschaftler im Abschlussfazit ihres Werkes die Studie korrektwerweise als "schöne, aber nutzlose Geldverschwendung" ein, die sich "nahtlos in die unendliche Reihe wirkungsloser wisschenschaftlicher Veröffentlichungen" einreihe.
Donnerstag, 25. November 2010
Sarah Palin: Fachwissen ohne Kompass
Die Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner, Sarah Palin, hat beeindruckendes Fachwissen demonstriert, als sie dafür eintrat, dass die USA im schwelenden Korea-Konflikt nun "vertraglich verpflichtet" seien, dem "Partner Nordkorea" beizustehen. Es sei wichtig, den "kleinen Chinesen dort" im "Kampf gegen die Borkenkäfer" unter die Arme zu greifen, damit "unser großartiges Heimtland Kanada" weiterhin im "Krieg gegen die Indianer vollste Unterstützung erhält", so die geistesgestörte Politikerin.
Erneuter Volkstrauertag? "Monrose" vor dem Aus
Es ist eine Schockmeldung, die sogar das Gezeter um Frost und Schnee gefrieren lässt: die erfolgreiche Castingband "Monrose" steht nach Insiderinformationen einer schmierigen deutschen Boulevardzeitung vor dem Aus. "Ja, es ist wahr, die Mädchen wollen von nun an getrennte Brüste, äh: Wege gehen", zitiert das Blatt einen Vertrauten der Gruppe. Als Trennungsgrund wird angegeben, dass der Plattenvertrag der drei Stimmbandvergewaltigerinnen nicht verlängert wurde. "Vier Alben in den Top-10, das geht zu weit", so ein aus dem Nähkästchen plaudernder Hausmeister der Warner Music Group. "Diese Leistung passt nicht mit dem Image einer Retortenband zusammen, deswegen ist eine weitere Zusammenarbeit einfach unmöglich."
Senna, Mandy und Bahar streben nun Solokarrieren an. Senna hofft auf einen Moderatorenjob im Fernsehen. "Ich habe Angebote von 'XXXTV', 'TV-XXX' und 'LoveSAT' vorliegen. Ohne jemals was von diesen Sendern gehört zu haben, denke ich trotzdem, dass dies ein erster Schritt in meiner Karriere als ernstzunehmende Fernsehbratze sein könnte", so die verblendete Frankfurterin. Die gebürtige Mannheimerin Mandy will sich weiterhin voll aufs Singen konzentrieren, "ist eh das Einzigste wo ich kann", so der blonde Blondschopf. Bahar hingehen plant eine Karriere in der Türkei. Die gebürtige Freiburgerin kann sich gut vorstellen, in dem Land, "indem ich zwar noch nie war, nach dessen Aura aber mein ausländischer Name klingt" eine erfolgreiche Laufbahn als Schleiermädchen oder Ehrenmordopfer zu absolvieren.
Den zahlreichen Fans (ca. 125-126) bleibt also die Hoffnung, auch weiterhin von den drei Schönheiten belästigt zu werden. Wenigstens eine gute Nachricht an diesem schlimmen Tag.
Senna, Mandy und Bahar streben nun Solokarrieren an. Senna hofft auf einen Moderatorenjob im Fernsehen. "Ich habe Angebote von 'XXXTV', 'TV-XXX' und 'LoveSAT' vorliegen. Ohne jemals was von diesen Sendern gehört zu haben, denke ich trotzdem, dass dies ein erster Schritt in meiner Karriere als ernstzunehmende Fernsehbratze sein könnte", so die verblendete Frankfurterin. Die gebürtige Mannheimerin Mandy will sich weiterhin voll aufs Singen konzentrieren, "ist eh das Einzigste wo ich kann", so der blonde Blondschopf. Bahar hingehen plant eine Karriere in der Türkei. Die gebürtige Freiburgerin kann sich gut vorstellen, in dem Land, "indem ich zwar noch nie war, nach dessen Aura aber mein ausländischer Name klingt" eine erfolgreiche Laufbahn als Schleiermädchen oder Ehrenmordopfer zu absolvieren.
Den zahlreichen Fans (ca. 125-126) bleibt also die Hoffnung, auch weiterhin von den drei Schönheiten belästigt zu werden. Wenigstens eine gute Nachricht an diesem schlimmen Tag.
Mittwoch, 24. November 2010
Irland: ein Land in der Krise
Irr, irrer, Irland. Der sympathische Inselstaat im Nordwesten Europas ist bekanntermaßen arm. Arm an Sehenswürdigkeiten, arm an politischem Sachverstand und seit Neuestem auch offiziell bettelarm an Finanzmitteln. Doch statt dieses törichte Vorgehen abzustrafen und das Land endlich im Atlantischen Ozean zu versenken, stellt die EU Rettung in Aussicht. Immerhin mit starken Sparauflagen. Regierungschef Brian Cowen stellte heute nun das 15-Milliarden-Sparpaket vor, das den rothaarigen Verliererstaat bis 2014 deutlich entlasten soll. Gespart werden soll u.a. beim Aufwand für die Geheimhaltung der Staatsfinanzen, bei der Verteilung des nationalen Haarfärbemittels sowie weiterhin am Intellekt der handelnden Politiker. "Wir sind uns sicher, dass das vielleicht irgendwas bringen wird", so der in einem abstrusen Englisch sprechende Regierungschef in einer weltweit missachteten Pressekonferenz in Dublin.
Sparen, sparen, sparen: Bundestag debattiert
Heute fand im terrorbedrohten Bundestag die kontroverse Haushaltsdebatte statt. Oppositionsführer Frank-Walter Steinmeier, der beim Betreten des Bundestages in der Sicherheitskontrolle durch den obligatorischen Nacktscanner eine Niere abgeben musste, lief zur Hochform auf und warf der Schwarz-Gelben Regierung eine "desaströse Haushaltspolitik" vor, die ihn an die "Taschengeldausgabeorgien" seiner Jugend erinnere.
FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger ging in ihrerm Auftritt auf die Kritik ein. "Jemand, der Raubbau an seinem eigenen Körper betreibt, ist schon allein von der Person her nicht befähigt dazu, solide Politik zu betreiben.", so die gelbe Kampfnudel. Ihr Auftritt hatte laute Buhrufe aus Reihen der SPD zur Folge, da sich ihre Redezeit mittlerweile mit der offiziellen Frühstückspausenzeit überschnitt.
Der Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU, Hosenanzug) war mit Spannung erwartet worden, zumindest bei denjenigen der Abgeordneten, die wieder eine Kleidungsgröße zu klein wählten. Merkel hielt eine souveräne, von Leidenschaftslosigkeit umhüllte Brandrede, die in ihrer Belanglosigkeit sämtliche Erwartungen übertraf. Der Konsolidierungskurs müsse trotz sprudelnder Steuereinnahmen und "längst vergessener Wahlversprechen" fortgesetzt werden. Dies müsse dem Bürger hautnah vermittelt und "von der Politik vorgelebt" werden. Deswegen habe man auch bei den deutschlandweiten Zeitungsanzeigen, die letzte Woche geschaltet wurden, darauf verzichtet, "eine schöne Doppelseite zu gestalten und stattdessen die kostengünstigere Variante mit weniger Inhalt" verwendet, so die resolute Regierungschefin. Da platze Claudia Roth (blonde Grüne) endgültig der Kragen. "Mist, schon wieder zur Schneiderei", so der verärgerte Abschiedsgruß gegenüber den gelangweilten Berichterstattern.
FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger ging in ihrerm Auftritt auf die Kritik ein. "Jemand, der Raubbau an seinem eigenen Körper betreibt, ist schon allein von der Person her nicht befähigt dazu, solide Politik zu betreiben.", so die gelbe Kampfnudel. Ihr Auftritt hatte laute Buhrufe aus Reihen der SPD zur Folge, da sich ihre Redezeit mittlerweile mit der offiziellen Frühstückspausenzeit überschnitt.
Der Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU, Hosenanzug) war mit Spannung erwartet worden, zumindest bei denjenigen der Abgeordneten, die wieder eine Kleidungsgröße zu klein wählten. Merkel hielt eine souveräne, von Leidenschaftslosigkeit umhüllte Brandrede, die in ihrer Belanglosigkeit sämtliche Erwartungen übertraf. Der Konsolidierungskurs müsse trotz sprudelnder Steuereinnahmen und "längst vergessener Wahlversprechen" fortgesetzt werden. Dies müsse dem Bürger hautnah vermittelt und "von der Politik vorgelebt" werden. Deswegen habe man auch bei den deutschlandweiten Zeitungsanzeigen, die letzte Woche geschaltet wurden, darauf verzichtet, "eine schöne Doppelseite zu gestalten und stattdessen die kostengünstigere Variante mit weniger Inhalt" verwendet, so die resolute Regierungschefin. Da platze Claudia Roth (blonde Grüne) endgültig der Kragen. "Mist, schon wieder zur Schneiderei", so der verärgerte Abschiedsgruß gegenüber den gelangweilten Berichterstattern.
In schlechten Zeiten...
...ist es wieder an der Zeit, eine verlässliche Quelle für die wichtigsten Informationen des Tages zu haben. Oder eben diese Seite. Im Dienste der Menschheit werde ich mich von nun an voraussichtlich wieder regelmäßig bemühen, das aktuelle Tagesgeschehen kritisch, hintergründig und klar verständlich zusammenzufassen. Meine bisherige, hoffnungsvolle Journalistenkarriere wurde vor ein paar Monaten jäh durch das Verschwinden meines ehemaligen Bloganbieters zerstört. Viele unverwechselbare, nahezu legendäre Einträge gingen somit für immer verloren wie Minenarbeiter in Neuseeland. Dies ist schade, nahezu dramatisch, aber zugleich auch Ansporn, in Zukunft durch noch besseren Qualitätsjournalismus eine neue Ära von www.etwas-andere-news.de zu erschaffen. Ich würde mich freuen, wenn Sie, werter Leser, mich bei diesem Vorhaben begleiten würden. Ganz ehrlich.
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